• Auf der Fähre Norröna

    July 11, 2025 in Iceland ⋅ ☁️ 14 °C

    So eine Fähre ist klasse... pure Entspannung ist die leichte Schaukelei, sofern man nicht anfällig für Seekrankheit ist 😜

    Langweilig wirds hier auch nicht...laufendes Programm mit Whiskey-Verkostung, Story-Telling, Bingo, Fussballspielen oder Bad im HotPot, am Avend in der Laterna Magica auf Deck10 ein Live Konzert u.v.m.

    Für mich Zeit zum "einfach nur dasitzen und schauen" und die Seele, die da noch irgendwo im Hochland rumbaumelt, nachkommen zu lassen 💚 Liegestuhl, Sonne, 50er Sonnencreme, eine leichte Brise...

    Soviel erlebt !

    Was nehm ich mit ?
    Ein paar Gaben von Mutter Erde, Steine, Lava, Federn, Muscheln, viel Staub im/am Auto, meinen Müll sowieso, eine (vermutlich) gebrochene kleine Zehe am rechten Fuss (aua), innere Bilder von bezaubernden Orten und Begegnungen, äußere Bilder auf der Handykamera (viel zu viele🙈) ...und meine 2 treuen Begleiter🦊🦄 nehm ich auch wieder mit, denn die brauch ich auch weiterhin - sie stehen für Mut, Neugier, Magie, Weisheit der Erde.

    Was lass ich zurück?
    Ganz sicher mal meinen Löffel, den hab ich irgendwo liegenlassen. Worauf es keine Suppen mehr gab und das Müsli mit dem Kaffeelöffel mühsam gelöffelt wurde...(wird schon seinen Sinn gehabt haben). Dann meinen Hosengürtel. Wahrscheinlich liegt er bei der Waschmaschine am Campingplatz der Wikinger in Þingeyri 😜egal, war eh ein alter. Dann noch Fußspuren, Reifenspuren, etliche Kackhäufchen 💩, ein paar Haare und abgeknippste Finger- und Zehennägel, ein paar Wünsche die ich in den isländischen Himmel geschleudert habe, ein paar Lachsalven, ein paar Freudentränen auch und ganz viel Dankbarkeit 🙏 für eine wundervolle Zeit mit Rosa🦄, Reini🦊 und FengShui🚘 der uns so heil durch alle Strassenstürme gebracht hat.
    Danke,
    Danke,
    und nochmals Danke !

    Immer wieder holen mich die Erinnerungen ein. Verrückt, wie schnell 6 Wochen vergehn. Mir kommts vor, als wäre es gestern gewesen, als ich hier auf dem Dampfer voller Vorfreude Reiseliteratur gewälzt habe und mit Leuten gequatscht habe, die dasselbe taten. Andererseits kommt es mir auch vor wie viele viele Monate gereist zu sein, weil alles so dicht war, jeden Tag unterwegs und die Erlebnisse wie Perlen auf einer Kette aufgefädelt.
    Wir haben die Menschenmassen geschickt umschifft und aktive Begegnungen vermieden - der Fokus war die Natur 💚 Es ergaben sich vielleicht gerade deshalb sehr wertvolle herzhafte Aufeinandertreffen und nachhaltig beeindruckende Gespräche ohne blabla.
    Sehr wohltuend war die kleine Reisepause und das verweilen und mitarbeiten bei Dorothee, ihren Bienen, Kräutern und den Pferden. Der Nationalfeiertag im kleinen Eyrarbakki mit den Einheimischen und der Einblick in das alltägliche Leben hier war ein Geschenk 🎁 Man muss ein Land auch verstehen, nicht nur fotografieren !

    Island würde ein Leben füllen mit Reisezielen...allein das Hochland ist ein eigenes Universum. Wanderziele ohne Ende ! Mit manchen Dingen könnte ich mich nicht arrangieren: da steht an erster Stelle der Wind, oft unausstehlich, wegen ihm haben Menschen hier schon das Land verlassen oder sind in eine andere Gegend gezogen. Mit den Mücken würde ich mich auch sicher nicht anfreunden. Und dann, dass es ganz lange keinen Stetnenhimmel gibt...ich habe jedenfalls 5 Wochen keinen gesehen. Und dass es keine Bäume gibt und keine Obstbäume vor allem und keine Zirben für Schnaps machen. Manche Kräuter, wie mein geliebtes Johanniskraut gibt es auch nicht. Wenigstens hams inzwischen mehrere kleine gute Brauereien...wobei der Hopfen wächst hier ja auch nicht...wird wahrscheinlich in Pellets importiert. Gerste hab i auch nirgendwo gsehn...
    Gewächshäuser mit Gemüse gibts aber viele, die mit Erdwärme betrieben werden. Wasser hats hier auch mehr als genug, das hat Zukunft. Allerdings, wenn die Gletscher in Kürze abschmelzen und der Wasserstand steigt wird auch einiges Landunter sein an den Küstenlinien.

    Mir gefällt Island... trotz aller Widrigkeiten 💚 sehr !
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