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  • Day4

    Aussichten und Angstschweiß

    May 18 in Iceland ⋅ ⛅ 2 °C

    Heute ging es von Reykjavik nach Isafjödur, eine Strecke von über 400 km. Allerdings galt insbesondere hier das Motto "Der Weg ist das Ziel". Dass der Weg jedoch so holprig werden würde, hätte ich nicht gedacht.
    Zunächst ging es bis zum Beginn der Westfjorde auf der 1 (der Ringstraße) und danach auf der 60 ganz entspannt voran. Die Straßen waren leer und gut asphaltiert. Hin und wieder Mal eine Tankstelle oder ein kleiner Laden. Dann kamen die Westfjorde. 14% Steigung (das ist verdammt viel) auf einer Schotterpiste ohne Leitplanke. Links der Abgrund, rechts das ewige Eis. Solche Schotterpisten kannte ich schon aus dem Osten, aber das übertraf diese nochmals. Als ich schon das Schild "Gravel Road ahead" sah wurde mir anders. In engen Kurven gab der isländische Staat die Empfehlung auf 30km/h zu drosseln, ich bin mit 10 durchgefahren. Und wer hätte es gedacht, die ganze Strecke bis zu den Fjorden, kein Verkehr, keine Menschenseele. Dann ein LKW nach dem anderen. Zwischen durch wurde die Straße gerade noch erneuert (heißt soviel wie, wir kippen einfach frische Steine drauf und walzen es ein bisschen platt).
    Nichtsdestotrotz waren die Ausblicke unbeschreiblich. Leider habe ich es auch nicht immer geschafft zu fotografieren, daher dürft ihr euch entweder die Google Street View Aufnahmen anschauen oder es selbst bereisen 😄
    Unter anderem habe ich aber einen Polarfuchs und noch einen riesigen Wasserfall (Dynjandi) gesehen. In Isafjödur angekommen habe ich mich noch ein wenig zu Fuß umgeschaut und die Gegend erkundet. Zu Abend gab es einen Brei aus Kartoffeln, Fisch und Gemüse. Sah nicht appetitlich aus, war aber echt lecker.
    Morgen geht es die östliche Route zurück. Mal sehen wie da die Straßen sind.
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