Joined April 2019 Message
  • Day159

    Abbruch, wir kommen nach Hause

    March 19, 2020 in the United States ⋅ ⛅ 14 °C

    Es fällt uns schwer, diesen Eintrag zu schreiben, denn: Es ist der Letzte. Wir haben uns entschieden nach Hause zu kommen. Früher als gedacht und gewollt, aber wir glauben es ist die richtige Entscheidung auch wenn es uns sehr, sehr schwer fällt. Wieso haben wir uns dazu entschieden?
    Als wir letzten Sonntag Abend in die USA einreisten, dachten wir noch, dass alles halb so schlimm ist. Zwar war der Flughafen und das Hotel etwas leer aber sonst schaut alles normal aus und die Einreise klappte auch problemlos. Am nächsten Morgen hörten wir den Aufruf des Bundesrats, dass alle Reisenden in die Schweiz zurückkehren sollen. Wir bekamen ein ungutes Gefühl, aber nachdem wir zur Mietstation geschlendert sind um uns zu erkundigen, ob wir ab Dienstag einen Camper mieten können waren wir wieder guter Dinge. Denn auch das sollte kein Problem sein und der Preis war sensationell aufgrund der vielen Stornierungen.
    Am Abend gings zum Pflichtbesuch in eines der unzähligen Casinos von Las Vegas. Doch es waren nur noch wenige geöffnet und der Strip war menschenleer...komisch.
    Am nächsten Morgen aus dem Hotel auschecken und ab zur Mietstation. Sobald uns der Vermieter sah, bekam er ein mitleidiges Gesicht und erklärte uns gleich, dass er uns keinen Camper vermieten kann, Grund: Corona. Scheisse!
    So sassen wir 2 Stunden vor der Mietstation auf unseren Rucksäcken und überlegten was wir machen sollen. Die Lösung: Auto & Airbnb mieten um Zeit zu gewinnen.
    Um nicht ständig nur Burger zu essen gingen wir gleich darauf Proviant einkaufen. Die Regale im Supermarkt waren eher leer, aber es gab trotzdem noch fast alles ausser Pasta und Klopapier. Zum Glück haben wir in weiser Vorausschauung eine Rolle aus dem Hotel mitgenommen :O
    Am Mittwoch machten wir einen kurzen Ausflug ins Valley of Fire (Danke Andre für den Tipp) was uns überraschte: alle Campingplätze waren ausgebucht und vollgepackt mit amerikanischen Carmobilen. Könnte also schwierig werden mit unserem Campingtrip.
    Ausserdem erfuhren wir, dass immer mehr Läden schliessen. Unter anderem auch Ikea in dem wir unser Equipment für einen Eigenausbau-Camper kaufen wollten, da wir keinen mieten können...oh mann.
    Ebenfalls am Mittwoch erfuhren wir, dass alle Länder die wir in den letzten Monaten besuchten einen Einreisestopp und die Meisten auch eine Ausgangssperre erlassen haben. Viele Reisende sind eingeschlossen, einige werden aus den Hostels geworfen und müssen Europäer-feindliche Sprüche anhören. Wir sind froh, sind wir rechtzeitig aus Guatemala ausgereist - jetzt würden wir dort steckenbleiben.
    Wir überlegen intensiv was wir machen sollen und beruhigen uns damit, dass es in den USA bis jetzt noch nicht so schlimm ist und wir im Notfall jederzeit nach Hause fliegen können.
    Gleich am Donnerstag Morgen wird uns auch dieser letzte Strohhalm weggenommen. Wir lesen, dass Swiss bald 90% der Flüge einstellt und mehrere Airlines bereits kurz vor dem Grounding stehen. Diese Information war eine zu viel und hat uns letztlich dazu bewogen, sofort nach Hause zu kommen, solange wir noch können. Es mag zuerst verlockend klingen, in einer Urlaubsdestination festzusitzen, aber in einer solchen Situation möchte man das auf keinen Fall.
    Es war für uns eine unglaublich schwierige Entscheidung und wir realisieren kaum, dass unsere Weltreise so abrupt endet.
    Wir haben uns gewünscht in die Zukunft sehen zu können um zu wissen ob diese Entscheidung wirklich nötig ist. Leider können wir das nicht und auch niemand anders. Es steht aktuell in den Sternen, was diese Corona-Krise für Auswirkungen auf uns alle hat.
    Wir schätzen uns glücklich, dass wir diese Reise machen konnten und all die unvergesslichen Erlebnisse mit nach Hause nehmen dürfen.
    Wir hoffen, dass wir zu Hause trotz den Einschränkungen möglichst bald all unsere Freunde und Familien sehen können. Wir haben euch vermisst!
    Read more

    Klauser Markus

    Wir haben euch auch vermisst und sind froh wenn ihr Gesund nach Hause kommt. Der Entscheid war richtig. Papi

    3/20/20Reply
    André

    Gute Heimkehr und bleibt gesund. 👋🏼

    3/20/20Reply

    Habe eure Reise nicht dauernd verfolgt aber in den letzten Tagen doch ganz viel an dich gedacht, Nadine. Die Entscheidung die Reise jetzt zu beenden ist richtig, auch wenn das verständlicherweise sehr schwer fällt. Chömid guet hei! barbara e.

    3/21/20Reply
    4 more comments
     
  • Explore, what other travelers do in:
  • Day154

    Guatemala, wir kommen wieder!

    March 14, 2020 in Guatemala ⋅ ⛅ 22 °C

    Die Einreise nach Guatemala verlief problemlos. Von Guatemala City nahmen wir den Shuttel in die hübsche Altstadt Antigua, die uns sehr gut gefiel. Am ersten Tag waren wir völlig sorgenfrei, danach ging alles ganz schnell: Wir vernahmen vom Einreisestopp in die USA, danach folgten diverse Länder in Zentralamerika und schliesslich schloss auch Guatemala die Grenzen für Europäer nachden der erste Fall bekannt wurde. Da wurden wir langsam unsicher, waren aber trotzdem zuversichtlich unseren Trip durch Guatemala, Belize und Mexiko weiterzuführen um dann unsere Reise mit einem Roadtrip durch die USA & Kanada abzuschliessen. Wir genossen also noch einen Tag in Antigua und bestiegen den aktiven Vulkan Pacaya an dessen Fuss wir Marshmallows grillen konnten (Mit der Hitze des Vulkans). Sobald es dunkel wurde konnten wir von dort gleich 2 Vulkane beim Feuerspucken beobachten. Was für ein Erlebnis!
    Am nächsten Tag fuhren wir weiter an den Lago Atitlan nach San Pedro la Laguna. Ein hübsches, verschlafenes Dorf am See. Wir verfolgten die Nachrichten, tauschten uns mit anderen Reisenden aus und wurden unruhig. Trotzdem versuchten wir entspannt zu bleiben und uns mit dem leckeren Essen, einer Wanderung zur Hälfte des Vulkanes San Pedro sowie einem Badeausflug nach San Marcos etwas abzulenken. Nach langem Überlegen haben wir uns entschieden Guatemala zu verlassen und so schnell wie möglich in die USA zu reisen. Uns ist das Risiko zu gross, dass wir irgendwo in Guatemala für mehrere Wochen steckenbleiben. Falls uns dasselbe in den USA passiert so haben wir wenigstens einen Camper mit Bett, Küche und Nahrung und sind ein wenig mobil. Wir hoffen, dass wir aktuell ein bisschen überreagieren und alles halb so schlimm wird. Wir würden nämlich sehr gerne unsere Reise durch Zentralamerika nachholen. Das bisschen Guatemala das wir bis jetzt gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen.
    Wir haben nun für morgen kurzfristig einen Flug nach Las Vegas gebucht, hoffen dass die Einreise klappt und werden dann weiterschauen.
    Read more

    Dröcke euch Düüme das alles klappt. Europa esch abgreglet. Costa Rica-Reis hemmer leider mösse absäge. Gnüsseds chli för üs met, falls er chönd 😃

    3/17/20Reply

    ah jo, Name vergässe: Simi vo de Mella 😉

    3/17/20Reply
    Kevin Weibel

    Ohh mann das tönt kakke. Mer gänd üs müeh dasmers chli chönd gniesse ;)

    3/17/20Reply
     
  • Day149

    Ein kurzer Besuch in Panama

    March 9, 2020 in Panama ⋅ ☀️ 32 °C

    Pünktlich um 8 Uhr startete unsere Bootstour von Sapzurro über die San Blas Inseln nach Panama. Wir staunten nicht schlecht, als unsere Guides sagten, dass wir die einzigen Teilnehmer seien. Na gut.
    Von Sapzurro aus ging es mit unserem kleinen Boot ca. 2h über das wellige, offene Meer nach Puerto Obaldia um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Dort mussten wir dann zuerst in ein Krankenhaus - besser gesagt Krankenhütte - um Fieber zu messen, Corona sei Dank. Danach wurde unser Gepäck noch von einem Spürhund vollgesabbert, wir kommen ja schliesslich aus Kolumbien. Weiter gings wieder übers offene Meer in Richtung San Blas Inseln.
    Insgsamt 365 Inseln zählen dazu wovon 49 von eingeborenen Kuna Communities bewohnt sind. Diese leben seit 1925 unabhängig von Panama, und darauf sind sie auch mächtig stolz.
    Die erste Nacht verbrachten wir auf einer Kuna Insel mit über 1'000 Einwohner. Es war sehr interessant zu sehen wie diese Inseln mit Hütten vollgepackt sind die höchstens einen Meter über dem Meeresspiegel gebaut wurden. Leider schwimmt um diese Inseln auch immer viel Plastikmüll. Wir hatten mehrere Kakerlaken im Zimmer und die Toiletten spülen mit ganzem Inhalt direkt ins Meer. Und obwohl wir die einzigen Touris waren, oder vielleicht genau deshalb, fühlten wir uns wohl auf dieser Insel und hatten ein super Erlebnis. Auch das Essen bestehend aus mariniertem Muschelfleisch und Reis war sehr lecker und eine wilkommene Abwechslung.
    Am nächsten Tag fuhren wir weiter in den touristischen Teil der San Blas Inseln. Dort hat sich unser Guide überraschend verabschiedet, nachdem er uns auf der Hauptinsel des Tourenanbieters abgesetzt hat. Von da an mussten wir selber schauen, dass wir zusammen mit Tagestouristen noch was von den San Blas Inseln sehen. Das hat dann auch alles mehr oder weniger geklappt, war aber anstrengend und hatte einen faden Beigeschmack.
    Am 3. Tag fuhren wir nach dem Mittag wieder durch die Wellen und kamen dann triefend am Festland an. Zum Glück haben wir für unsere Rucksäcke Plastikbeutel gekauft.
    Eine 3 stündige Fahrt brachte uns nach Panama City wo wir in der Altstad unsere sehr hübsche Airbnb-Wohnung bezogen.
    Am nächsten Tag nahmen wir es gemütlich und schlenderten von der Altstadt bis zum Business-Center der Stadt.
    Von dort fuhren wir zur Hauptattraktion der Stadt, dem Panamakanal. Wer wie wir denkt, dass der Kanal einfach ein mit Wasser gefüllter Graben ist der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, liegt falsch.
    Tatsächlich wird die Verbindung durch eine ausgeklügelte Kombination von Stausee und mehreren Schleusen realisiert, welche die Frachtschiffe 30 Meter in die Höhe heben und danach wieder absenken. Sehr beeindruckend.
    Von der Besucherterasse konnten wir beobachten wie Frachtschiffe und ein Kreuzfahrtschiff durch den engen Kanal geschleust werden.
    Ein ganzer Tag in Panama City reichte uns aber aus, da wir allgemein nicht so die Städter sind.
    Gleich für morgen haben wir deshalb den Flug zu unserem nächsten Ziel gebucht: Guatemala!
    Read more

    Marco Baschnagel

    Das gseht scho herrlech us. Da bechunt mer definitiv Lust uf Ferie. 😃.

    3/10/20Reply
    Klauser Markus

    Hallo zusammen. Schön das es Euch gut geht. Ist immer spannend eure Abenteuer mit zu Lesen. Markus

    3/10/20Reply
    Nadine Klauser

    Danke Paps😘

    3/11/20Reply
    3 more comments
     
  • Day145

    Über die Kaffeezone an die Karibikküste

    March 5, 2020 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Busfahren ist angesagt!
    Zuerst nahmen wir die Strecke von der Wüste nach Salento in Angriff (200km Luftlinie).
    Diese zog sich aufgrund Verkehr und Kurven dermassen in die Länge, dass wir sie in den eingeplanten 12h nicht schafften und uns deshalb in Armenia in einem Hotel neben dem Busbahnhof niederliessen. Am nächsten Tag fuhren wir dann ausgeschlafen das letzte Stück in die "Zona Cafetera" nach Salento. Dort besuchten wir eine Kaffeefarm und wanderten durchs Valle de Cocora mit seinen unzähligen, ziemlich hohen Wachspalmen.
    Ausserdem freuten wir uns über die internationale Küche und die besten Guanabana Früchte nachdem wir in der Wüste 3x täglich Reis mit Ei/Fleisch assen.
    Von Salento fuhren wir weitere 9 Stunden nach Medellin. Das Highlight dort war definitiv die Walking Tour durch die Comuna 13 - dem ehemaligen Viertel von Pablo Escobar und seinem berüchtigten Medellin-Kartell. Es war sehr spannend zu sehen, wie sich das Viertel vom ehemals gefährlichsten Ort der Welt zu einem hippen Viertel mit viel Strassenkunst verwandelt hat.
    Noch ist die Verwandlung natürlich nicht abgeschlossen, so gibt es zur Zeit als Tourist noch keine Möglichkeit dort zu übernachten - aus naheliegenden Gründen.
    Am meisten überrascht waren wir vom topmodernen ÖV System dieser Stadt. Medellin verfügt über ein Netz von Metro, Seilbahnen und Rolltreppen um möglichst auch die ärmeren Viertel auf den Hügeln erschliessen zu können.
    Wiedermal in einer Grosstadt liessen wir es uns nicht entgehen ein kolumbianisches Kino zu besuchen. Es war erstaunlich ähnlich wie bei uns. Das Popcorn kostet auch in Kolumbien vergleichsweise viel. Aber dass die Komödie "Parasitos" in Südkoreanischer Originalfassung und spanischem Untertitel gezeigt wurde, hat uns überrascht und etwas überfordert.
    Eine letzte 11-Stündige Busfahrt über Nacht brachte uns nach Necocli wo wir mit dem Boot 2h über die Wellen hüpften bis wir uns im idyllischen Sapzurro erschöpft an die Karibikküste legten.
    Sapzurro ist unser letzter Stopp in Kolumbien und nur ein paar hundert Meter von Panama entfernt - Panama wir kommen!
    Unser Fazit zu Kolumbien: Das Land ist hügelig, 3x so gross wie Deutschland und das Strassennetz noch nicht fertig ausgebaut. Deshalb verbrachten wir zu viel Zeit im Bus. Im Nachhinein würden wir vlt. den einen oder anderen Inlandsflug einplanen.
    Landschaftlich hat das Land sehr viel zu bieten (viel mehr als wir in gut 2 Wochen sehen konnten) und ausser westliche Backpacker verirren sich noch nicht sehr viele Touristen in dieses Land, weshalb wir Kolumbien als sehr ursprünglich und authentisch empfanden.
    Read more

    Doris Klauser

    Sali zäme...oh euer Kolumbien sieht ja toll aus ! Vielen Dank ! Die Seilbahn könnte auch in Luzern gewisse Gebiete abdecken...einfach genial ! Im Kino mit Popcorn sieht es aus wie in der Mall bei uns....eben Kino.....gute Weiterreise nach Panama und liebe Grüsse Doris

    3/5/20Reply
    André

    Ahhhhh Guanabanas 😍😍😍!!! Eine der Besten Früchte die es gibt.

    3/6/20Reply

    Das gseht eifach soooo schön us :-) wiiterhin viel Freud und unvergässlichi Momänt, LG Andrea

    3/6/20Reply
    5 more comments
     
  • Day136

    Dschungel, Statuen & Wüste in Kolumbien

    February 25, 2020 in Colombia ⋅ 🌧 27 °C

    Von Lago Agrio zur kolumbianischen Grenze waren es gerade Mal 45 Minuten. Danach kurz die Pässe stempeln, zu Fuss über die Grenzbrücke und schon heissts "Bienvenidos a Colombia".
    Mit unseren USD aus Ecuador konnten wir uns irgendwie durchschlagen, waren aber sehr froh als wir in Mocoa von einem Local zum "Cajero Automatico" geführt wurden um uns mit Pesos einzudecken.
    Unsere erste Nacht verbrachten wir auch gleich in Mocoa um am nächsten Morgen durch den Dschungel zum Wasserfall "Fin del Mundo" zu wandern. Danach fuhren wir in 5h weiter nach San Augustin. Dort befinden sich Steinskulpturen einer früheren Hochkultur wobei keiner so recht weiss, was die Geschichte dazu ist. Uns hats auf jedenfall gefallen durch die Hügellandschaft zu wandern und die Skulpturen zu entdecken.
    Der dritte Stop legten wir in der Desierto de la Tatacoa ein (Klapperschlangen-Wüste).
    Für die Anreise haben wir 6h eingeplant, geworden sinds über 8h. Die Distanzen in Kolumbien sind nicht zu vergleichen mit Ecuador und auf Schnellstrassen haben wir bislang vergebens gehofft. Dank Dramamine Tabletten können wir unser Essen - das fast ausschliesslich aus Pollo, Arroz und Huevos besteht - auf den kurvenreichen Strassen wenigstens behalten.
    Um nicht jeden Tag so weit zu fahren und weil es so schön, ruhig und heiss ist, verbringen wir in der Wüste 2 Nächte bevor wir weiter nördlich nach Salento fahren.
    Read more

    Doris Klauser

    Dein Geburtstagslunch sieht gut aus......und war sicher auch magenfüllend..... ja - happy Birthday und alles Gute zu deinem Geburtstag - vor lauter Fasnacht ist uns auch dieser noch unter gegangen.........bleibe weiter so interessiert und wissensdurstig - das finde ich toll.... Bleibt gesund und liebe Grüsse aus der Schweiz...ihr seht beide sehr gut aus......Dauerbraun......

    2/26/20Reply

    Alles guti zu dim Geburtstag. Ich wünsche Dir nume sBescht. Schön bisch au en Fisch. Ganz en guti Zit lg Regi

    2/26/20Reply
    Kevin Weibel

    Vielen Dank für die Glückwünsche :)

    2/26/20Reply
     
  • Day131

    4 Tage im Amazonas

    February 20, 2020 in Ecuador ⋅ ☀️ 32 °C

    2% vom Amazonas liegen in Ecuador, und da haben wir die letzten 4 Tage verbracht.
    Die Anreise ins Cuyabeno Reserve war anstrengend: zuerst 8 Stunden mit dem Bus von Baños nach Lago Agrio. Am nächsten Tag zwei weitere Stunden mit dem Bus, bis man nur noch mit dem Motorkanu weiterkommt (nochmals 4 Stunden).
    Bereits auf der Bootsfahrt zur Nicky Lodge konnten wir viele Vögel und Affen beobachten und die einzigartige Dschungelatmosphäre bestaunen.
    Am nächsten Tag ging es, wie jeden Tag, bereits um 06:30 mit dem Kanu auf Tierbeobachtung. Sehr idyllisch mit einer Tasse Kaffee/Tee und meist auch mit Regenponcho - der Amazonas ist ja schliesslich ein Regenwald.
    Auch am Tag und am Abend gingen wir auf mehrere Entdeckungstouren zu Fuss oder mit dem Kanu wo wir unter anderem in 1h etwa 30 Kaimane gesichtet haben.
    Das Highlight der Tour aber war der Feind des Kaimans: eine riesige Anaconda. Rund 2 Stunden liefen wir im Schlamm und Hitze durch das Sumpfgebiet, bis die Guides im Schlamm einen kleinen Zipfel Anaconda-Schwanz entdeckten. Als sie diese dann mit einem Ast aus dem Wasser gezogen haben, staunten wir nicht schlecht als wir diese riesige Schlange vor uns sahen. Wahnsinn! Die anstrengende Suche hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    Im Cuyabeno Reservoir gibt es noch 4 eingeborene Communities. Eine davon (bestehend aus 37 Personen) durften wir besuchen und "Mama Aurora" beim Herstellen des Yuca-Brotes helfen. War auf jeden Fall eindrücklich zu erfahren, wie diese Leute mitten im Dschungel leben und ihre eigene Sprache sprechen.
    Aufgeweicht von diesen 4 Tagen ging es nach einem letzen morgendlichen Spaziergang heute wieder zurück nach Lago Agrio und dank dem vielen Regen dauerte die Bootsfahrt nur 2h zurück.
    Ecuador hat uns sehr gut gefallen. Mit dem Gebiergigen Teil im Zentrum und dem Dschungel im Osten (Oriente) hatten wir eine sehr vielfältige Reise. Auch ist das Reisen aufgrund des guten Bus-System ziemlich einfach. Auf die Küste sowie die Galapagos-Inseln haben wir bewusst verzichtet. Bereits in Australien haben wir eine so schöne Tier- und Unterwasserwelt erlebt, dass das Bedürfnis einfach nicht mehr so gross war.
    Morgen werden wir dann weiter nördlich reisen und die Grenze nach Kolumbien passieren.
    Read more

    Wau das gseht aber Schwierig us! für das bruchts viel Kraft i de Bei lg regi

    2/25/20Reply

    Puh ned mit mir igit lg regi

    2/25/20Reply
     
  • Day123

    Volunteering in Baños

    February 12, 2020 in Ecuador ⋅ ⛅ 19 °C

    Schwupps - und schon wieder sind zwei Wochen vorbei, in denen wir die Finca Chamanapamba unterstützt haben. Die Lodge wird von einer Deutschen Familie (mit zwei Söhnen und zwei Hunden) geführt, die schon über 30 Jahre in Ecuador leben.
    Nur 4 Zimmer werden vermietet, aber es gehört noch ein Restaurant und ein grosses Stück Land dazu. Wir arbeiteten meistens am Vormittag von 8 bis 12.30 Uhr und erhielten dann ein leckeres Mittagessen, zubereitet von der ecuadorianischen Köchin. Wir arbeiteten viel im Garten. Da das Klima hier das ganze Jahr über mild und feucht ist, wächst alles ziemlich schnell und wild. Wir haben aber auch Fenster geputzt, abgestaubt, abgewaschen (von Hand, denn es gab keine Abwaschmaschine!) Kartoffeln geschält oder allgemeine Aufräumarbeiten erledigt. Gearbeitet haben wir entweder mit den angestellten ecuadorianischen Handwerkern, Washo und Sergio, oder mit Kersten, einem der (erwachsenen) Söhne. Wohnen durften wir in einem Häuschen neben dem Schuppen, das auch über eine kleine Kochnische verfügte. In unserer Freizeit genossen wir die Thermalbäder von Baños (Badekappe obligatorisch), machten eine Velotour entlang der Routa de las Cascadas, besuchten das Casa del Arbol oder spielten mit den Hunden, Anja und Bobby. Ein grosser Teil der Freizeit haben wir aber auch mit der weiteren Reiseplanung verbracht und haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wie und wann wir denn unsere Endstation (USA/Kanada) erreichen wollen.
    Auf unserer bisherigem Reise haben wir einige Leute kennengelernt, die auf diese Weise reisen und gerne wochen- oder sogar monatelang am selben Ort sind. Wir haben für uns festgestellt, dass wir es bevorzugen nach einigen Tagen weiterzuziehen um so immer wieder Neues zu sehen. Wir freuen uns deshalb auf unser nächstes Ziel; eine Tour in den ecuadorianischen Amazonas. An fiese Moquitos haben wir uns hier bereits schmerzlich gewöhnt. Nach dem ersten Tag lernten wir, dass man ohne geschlossene Schuhe und ohne lange Hosen besser nicht aus dem Haus geht. Alles in allem hatten wir eine schöne und entspannte Zeit in Chamanapamba. Es war spannend, diese Erfahrung zu machen und hinter die Kullissen eines Auswanderer-Betriebs zu schauen. Unser leben in der Schweiz würden wir aber nicht gegen dieses in Ecuador tauschen wollen, auch wenn die Lodge noch so idyllisch aussieht.
    Read more

    Cooli Herberge, das gäbt es super Puzzle lg regi

    2/18/20Reply

    Einmal mehr habe ich begeistert eure Reisezeilen gelesen und finde es spannend was ihr alles erlebt.habt weiterhin ein ganz tolle zeit.viele herzliche grüsse.Ruth Heinzer

    2/19/20Reply
     
  • Day111

    Weiter auf 4'800 M.ü.M

    January 31, 2020 in Ecuador ⋅ ⛅ 6 °C

    Von Mindo ging es direkt nach Latacunga. Dort bereiteten wir uns für den 3-tägigen Quilotoa-Loop vor. 40 Kilometer und 2000 Höhenmeter galt es zu bewältigen bevor wir am Quilotoa Kratersee angekommen sind. Klingt nach nicht sehr viel, aber die Höhe von fast 4000 M.ü.M hatte es in sich.
    Übernachtet haben wir in schönen Hostals mit eigenem Kamin, so mussten wir in den eiskalten Nächten nicht frieren.
    Unterwegs trafen wir viele nette Leute, die die selbe Route bestritten und oft im selben Hostal übernachteten. So tauschten wir uns beim leckeren Abendessen über unsere Abenteuer aus.
    Da wir uns langsam an die Höhe gewöhnten, fuhren wir danach mit dem Bus weiter zum Cotopaxi. Die Besteigung vom 5'800m hohen Vulkan liessen wir aus aber bei der Wanderung auf den Pasachoa (4'200m) und am nächsten Tag zum 4'800m hohen Refugio bekamen wir einen Vorgeschmack wie das so wäre. Die Wanderung zum Refugio war atemberaubend. Nicht etwa wegen der Aussicht, sondern wegen dem steilen, rutschigen Weg, der Höhe und vor allem dem extrem heftigen Schneesturm. Dafür waren wir definitiv nicht vorbereitet und erst recht nicht ausgerüstet. Wir sahen wie viele erschöpfte Bergsteiger von ihrer abgebrochenen Besteigung zurückkehrten. Das Wetter war einfach zu heftig.
    Zum Glück dauerte der Abstieg nur eine halbe Stunde da man ziemlich weit hochfahren kann.
    Noch am selben Tag fuhren wir mit den nassen Kleidern im Gepäck runter nach Baños (1'800m), wo wir am Montag unser 2-wöchiges Volunteering in der Chamanapamba Lodge beginnen.
    Read more

  • Day106

    Angekommen auf 2850 Meter über Meer

    January 26, 2020 in Ecuador ⋅ ⛅ 17 °C

    Quito - eine drei Millionen Stadt, mitten im Gebirge. Der (von Kevin) befürchtete Kulturschock blieb aus. Mit dem Spanisch können wir uns durchschlagen, wir fühlten uns jederzeit sicher, das Essen ist einfach, aber sehr lecker und die Gastgeberinnen unseres Hostals waren wahnsinnig herzlich. Nur die Höhe machte uns etwas zu schaffen.
    Nach einem Spaziergang durch die Altstadt, einer Reise zur "Mitte der Welt" und einer Bähnlifahrt auf fast 4000m mit 5 Metern Aussicht reisten wir mit dem Bus weiter nach Mindo.
    Dieser kleine Ort liegt etwas tiefer in einem Tal in den Nebelwäldern. Unsere Wanderung durch den Wald zu Wasserfällen und die Bähnlifahrt über eine Schlucht waren abenteuerlich und äusserst schön.
    Da wir uns für ein Volunteering in einer Lodge gemeldet haben, welches am 2. Februar startet und wir bis dahin noch einiges auf dem Programm haben, verlassen wir Mindo nach zwei Tagen wieder.
    Read more

    Esch das Schwarze Tier en Hund oder es Lamm lg regi

    1/27/20Reply
    Nadine Klauser

    Das esch en junge Hund ;)

    1/28/20Reply

    So cool, wär au gern mal in Ecuador regi

    1/27/20Reply
    Monika Widmer

    Lieber Kevin , liebe Nadine Grosi und ich haben wieder einmal eure Erlebnisse angeschaut. Sehr schön, aber auch manchmal hart. LG Grosi und Alex

    2/3/20Reply
     
  • Day100

    Oahu Northshore & Waikiki

    January 20, 2020 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere letzte Woche Hawaii verbrachten wir auf der Hauptinsel Oahu. Bevor wir uns an den weltberühmten Waikiki Beach legten, der für viele Touristen ganz Hawaii ist, fuhren wir zuerst für 5 Tage an die Nortshore. Im Norden hat es nicht nur weniger Touris sondern auch schönere Wanderungen und grössere Wellen.
    Da das Wetter anfangs Woche leider immer noch ziemlich regnerisch war, verzichteten wir auf die meisten Wanderungen und verbrachten unsere Zeit in Pearl Harbor, Shopping Zentren, guten Imbiss-Trucks und bei unserem Hippie-Airbnb Gastgeber Chris.
    Die Begegnung mit 2 riesigen Seelöwen (einmal am Strand und einmal im Wasser) werden wir sicher genau so wenig vergessen wie die ersten "Foil" Surfer die wir hier zu Gesicht bekamen.
    Für die letzten zweieinhalb Tage in Waikiki ist die Sonne zurückgekehrt. So hatten wir etwas Zeit am Strand und die Möglichkeit die kleinen Waikiki-Wellen zu surfen. Eine Wanderung auf den Diamond Head war natürlich Pflicht, weil man von da oben einen wunderbaren Blick auf Waikiki hat (und diesen mit 100 anderen teilt). Von dort wurden wir auch Zeugen, wie nach einer Schiesserei 7 Häuser abgebrannt sind...zum Glück waren wir zu diesem Zeitpunkt oben und nicht unten.
    Alles in allem waren die Touristenmassen weniger schlimm als befürchtet. Vlt lag es an unseren Erwartungen oder daran, dass die Insel sich für viele Touristen mit 7!! spuriger Autobahn eingerichtet hat.
    Nun ist das Surfbrett verkauft, ein kleines Paket mit Souvenirs auf dem Weg in die Schweiz und wir mit unseren Rucksäcken an der Bushaltestelle und bereit für unser Abenteuer in Ecuador.
    Read more

    Marco Baschnagel

    Chasch au scho foile Kevin?

    1/21/20Reply
    Kevin Weibel

    Ech bliibe vorerst no bim normale, esch gnue schwerig ;)

    1/21/20Reply

    Doris: ich freue mich für Euch, das sind Erlebnisse- wau und das Essen und auch Ihr beide seht gut aus. Gute Reise nach Ecuador. Wenn das Souvenir-Paket ankommt...melde ich mich - liebe Grüsse

    1/22/20Reply
     

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android