• Beuron

    Sep 20–21 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Den Sonntagvormittag vertrödeln wir und fahren erst gegen Mittag los. Unser Ziel ist Sigmaringen, hier gibt es eine SB-Waschstation auf einem Supermarkt-Parkplatz. Tatsächlich ist die Waschmaschine gerade frei. Nach zwei Stunden ist alles sauber, trocken, zusammengelegt und verstaut. 

    In der Zwischenzeit lesen wir, das direkt neben dem Stellplatz in Sigmaringen ein Zirkus gastiert, der heute dort seine letzte Vorstellung gibt. Nach dem Beurteilungen des Platzes ist das wohl mit viel Lärm verbunden. Abbau und Abfahrt werden vermutlich auch nicht ruhig verlaufen. Also schauen wir auf der Karte nach einem anderen Ziel und entscheiden uns für Beuron.

    Dort liegt der Stellplatz direkt neben der großen Klosteranlage. Aber bevor wir uns das Kloster ansehen, wollen wir zuerst endlich mal etwas essen. Im Vorbeifahren haben wir ein geöffnetes Restaurant gesehen. Dort bestellen wir, bekommen unsere Getränke, Servietten und Besteck und dann lange nichts mehr. Nachdem alle um uns herum bedient sind, fragen wir nach unserem Essen. Die Bestellung wurde nicht an die Küche weitergegeben. Keine Entschuldigung, eher wird der Eindruck vermittelt, wir seien ja selbst schuld. Wir zahlen die Getränke und gehen ins Café nebenan. Dort gibt es eine kleine Pizzaauswahl.

    Inzwischen ist es schon später Nachmittag, so verschieben wir die Abtei auf morgen und spazieren Richtung Donau. Beuron liegt im Zentrum des Naturparks Obere Donau, wo der Fluss die südwestliche Schwäbische Alb durchbricht. Die durch Erosion freigelegten Felswände beiderseits des Flusses sind über 200 Meter hoch und wunderschön anzusehen. 

    Die Nachtruhe wird um 5 Uhr von heftigem Glockengeläut unterbrochen. Die Mönche werden zur Virgil gerufen, wir schlafen weiter. Nach dem Frühstück schauen wir uns die Abteikirche mit der seitlich angebauten Gnadenkapelle und die Krypta an. Weitere Räume sind nicht öffentlich zugänglich, sondern den Mönchen vorbehalten, die hier leben.

    Nachmittags machen wir einen langen Spaziergang durch das Donautal und genießen bei herrlicher Ruhe die wunderschöne Aussicht. Wir machen unzählige Fotos vom beeindruckenden Anblick des Klosters zwischen der Donau und den schroffen Felswänden im Hintergrund. 

    Nachdem wir am großen Apfelgarten des Klosters vorbeigegangen sind, passieren wir auch die 73 Meter lange, gedeckte Holzbrücke aus dem Jahr 1801. Tatsächlich fuhr dort noch bis 1975 der gesamte Straßenverkehr durch. Heute ist sie Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.
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