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  • Day109

    Ab ans Meer!

    January 12, 2020 in Turkey ⋅ ☁️ 12 °C

    Irgendwie ist frühes Aufstehen immer noch schwer.... wird lustig, wenn wir das mal wieder wirklich machen müssen. Zwar ist heute der Sonnenaufgang nicht ganz so schön und spektakulär wie gestern, aber trotzdem steigen Ei ihr Ballons in die Lüfte und wir haben einen tollen Ausblick von unserem Schlafplatz aus. Auf Grund der Kälte bleibt Kathi einfach mit offenen Türen im Bett mit Tee sitzen und schaut sich alles an. Maurice läuft einen kleinen Pfad nach vorne um tolle Bilder zu machen. Die Aussicht ist wirklich super, obwohl unser Favorit wohl das Liebestal bleiben wird. Das ist vielleicht auch dem tollen Sonnenaufgang zu Schulden, den wir dort hatten. Nach und nach kommen bei uns ein paar Jeeps voller Asiaten vorbei, aber nach 100 Klickklicks fahren sie wieder weg. Wir überlegen noch kurz, ob wir hier etwas machen wollen. Es gibt so viele Möglichkeiten und natürlich ist es auch eine Überlegung wert, ob man nicht selber in so einen Ballon steigt. Abgesehen von Kathis Flugangst kostet so ein Spass pro Person auch ca. 180 €. Vielleicht ein andermal. Wir wollen nun noch die Vorzüge des südlichen Mittelmeeres nutzen. Laut Wetterbericht scheint hier die Sonne und es hat 15 Grad. Also, los geht's Richtung Meer!

    Auf dem Weg kommen wir noch an einigen unterirdischen Städten vorbei, die wir aber mangels Lust links liegen lassen. Höhlenstädte haben wir wirklich erst mal genug gesehen. Unser Anfahrtspunkt am Meer ist erst einmal die Stadt Mersin, die sich aber schon von weitem als sehr hässlich erweist. Überall ragen Wolkenkratzer empor, einer hässlicher als der andere. Es dauert wirklich lange bis wir etwas aus dem bebauten Gebiet raus sind und überhaupt mal was vom Meer sehen. Wirklich schön wird es aber immer noch nicht, also fahren wir noch ein ganzes Stück weiter und steuern einen Platz direkt am Meer an, Weg von der Grössen Strasse.

    Die Bucht ist ein beliebter Ort für Familien und Pärchen zum Picknicken und Grillen und es weht uns bereits der Grillduft entgegen. Lecker! Wir selber haben natürlich nichts zum Grillen da und leiden etwas und spekulieren, wie toll es wäre, wenn eine der Gruppen etwas für uns übrig hat. Als hätten sie uns gehört nähert sich ein Pärchen unserem Bus. In der Hand haben sie einen Rost voll gegrillter Wurst und ein Stück Brot. Dönsil und Attila sind verheiratet und leben in der Gegend und dachten sich sie geben uns auch einfach etwas von ihrem Grillgut ab, sie haben eh zu viel. Dönsil hat selber mal in Deutschland gelebt und freut sich mal wieder Deutsch sprechen zu können. Attila kann russisch und wie viele beharrt er darauf, dass der Name Katharina doch zu einer Russin gehört. Wir müssen ihn enttäuschen. Nach kurzem Austausch gehen die zwei wieder zurück zu ihrem Grill und wir verspeisen mit Genuss unsere Grillwurst und das Brot und machen im Anschluss gleich noch einen Rest Nudeln mit Sosse warm. Da es schnell kälter wird sind wir schnell alleine in der Bucht. Für uns ist die Kälte aber nicht wirklich kalt, da wir Minus Grade aus Georgien und Armenien gewohnt sind und so sitzen wir noch ziemlich lange im Kerzenschein draussen und geniessen die frühlingshafte Stimmung. Später in der Nacht kommt noch ein Auto angefahren und einer der zwei geht auf Tauchgang in einem modischen Neoprenanzug gekleidet. Der andere macht derweil ein großes Feuer am Strand. Was der nächtliche Taucher in der Bucht sucht wissen wir nicht, aber er bleibt fast zwei Stunden im Wasser und sucht den Boden mit einer Taschenlampe ab. Nachts werden wir leider noch einmal von Windböen geweckt, die unseren Louie hin und her schaukeln. Maurice klettert durch unsere Durchreiche nach vorne und fährt Louie ein Stück hinter einen Felsen. Ganz ruckelfrei ist es zwar nicht, aber immerhin haben wir jetzt nicht mehr das Gefühl unser Louie kippt gleich um.
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