Findus

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“Not all those who wander are lost.” – J.R.R. Tolkien Eine Reisende mit unendlichem Fernweh - besonders in Richtung Norden... Message
  • Day28

    Wieder in Deutschland

    July 18 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Nach etwa 7.000 km Reise und rund 100 Stunden Autofahrt (das reicht übrigens für die kompletten Hörbücher Das Silmarillon, Der Hobbit, und Der Herr der Ringe) bin ich nun wieder in Deutschland und verbrachte die Nacht bei Flensburg. Der Platz hier ist rappelvoll, aber Findus ist ja klein, da fand sich noch eine kleine Ecke.
    Was für ein Erlebnis hatte ich doch!
    Ich kann noch gar nicht sagen, was das Highlight der Reise war, es gab so viel Spektakuläres, Beeindruckendes, Interessantes und Schönes. In jedem Fall ist Norwegen ein Land der Extreme. Ich war am nördlichsten Punkt Europas, am größten Festlandgletscher Europas, am stärksten Gezeitenstrom der Welt, in der größten Stabkirche der Welt und in der schönsten Natur der Welt. Okay, Letzteres ist nicht ganz offiziell, aber meine Fotos sollten als Beweis reichen...
    Zudem habe ich auch alle möglichen Wetterlagen erlebt: von Regen bis Sonne, von viel zu heißen 32°C auf Senja bis zu eiskalten 4°C mit beißendem Wind am Polarkreis, von Wanderungen im Schnee bis Abkühlung im Fjord.
    Und obwohl ich fast vier Wochen Zeit hatte (und diese wirklich ziemlich gut genutzt habe) , steht jetzt noch mehr als vorher auf meiner Liste der Sehenswürdigkeiten in Norwegen.
    Es hilft also Nichts: ICH KOMME WIEDER!
    Danke Norwegen für diese tolle Zeit ♥️🇳🇴
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    Traveler

    interessante Art zu parken...

    7/18/22Reply
    Traveler

    Irgendwo musste ich ja hin 😅

    7/18/22Reply
     
  • Day27

    An Bord der MS Stavangerfjord

    July 17 in Denmark ⋅ ☁️ 16 °C

    An Bord des Schiffes suchte ich zunächst meinen gebuchten Tisch am Commander-Buffet auf. Ich aß mich von vorne bis hinten durch, von Salat über Minischnitzel und Kartoffelsalat bis zu herrlichem Lachsfilet. Ich nutzte sogar die Gelegenheit des Buffets und probierte Kaviar - nette Erfahrung, reicht dann auch...
    Die Zwischenmahlzeit bestand aus Käse, Knäckebrot und Rotwein (leider nur ein Glas, ich muss ja noch fahren). Abgerundet wurde dieses Festmahl von einem Cappuccino mit Waldbeer-Käsekuchen und Softeis.
    Beim Essen genoss ich die ganze Zeit einen wundervollen Ausblick vom Heck des Schiffes.
    Später genoss ich den heftigen Wind an Deck und ließ mich ordentlich durchpusten.
    Der starke Gegenwind war auch verantwortlich für eine verspätete Ankunft in Hirtshals. Das Schiff nutzte nicht nur den umweltfreundlichen Betrieb mit LPG, sondern auch den Zusatz-Dieselmotor. Dadurch hielt sich die Verspätung halbwegs in Grenzen und um 19.30 verließ ich das Schiff.
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  • Day27

    Goodbye...

    July 17 in Norway ⋅ ⛅ 20 °C

    ... und bis bald!
    Findus und ich sind fertig für die Fähre zurück nach Dänemark. Die einzige Hilfe um den Abschied zu verkraften ist, dass mein Dezember-Urlaub in Norwegen schon gebucht ist. Nach vier Wochen hier fühle ich mich immer noch pudelwohl und habe noch so viel mehr, das ich sehen und erleben möchte...Read more

  • Day26

    Kyststien

    July 16 in Norway ⋅ ⛅ 18 °C

    Ich fand einen schönen kleinen Wanderparkplatz zum Übernachten. Da von hier aus auch ein kurzer Rundweg ausgeschildert war, zog ich ein letztes Mal die Wanderstiefel an und lief los.
    Ich muss zugeben: auch hier im Süden kann die Landschaft wundervoll sein. Zunächst ging es durch dichten Wald und dann immer an der Steilküste entlang. Ich erhaschte Blicke auf wunderschön türkisfarbenes Wasser.
    Nach recht steilen Abstiegen kam ich zu einer Felszunge, die ins Meer hinein ragte. Hier war die Brandung so bezaubernd, dass ich dafür einen eigenen Footprint erstellen musste.
    Glücklich über diese schöne Abschlusswanderung ging ich zurück zum Parkplatz und genoss den letzten Abend in Norwegen.
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  • Day26

    Jypleviktangen

    July 16 in Norway ⋅ ☀️ 19 °C

    Jypleviktangen ist der Name dieser schönen Felszunge, die hinaus ins Meer ragt. Bei meiner Wanderung entlang des Kyststi machte ich hier ganz an der Spitze eine Pause und genoss die wunderschöne Brandung und die Macht des Meeres.Read more

  • Day26

    Die Sigurd-Saga

    July 16 in Norway ⋅ ⛅ 21 °C

    Während ich noch vor der Kirche in der Sonne saß, bekam ich unverhofft eine sehr humorvolle Kurzaufführung der Sigurd-Saga zu sehen.
    Hinter dem Café entdeckte ich zudem eine Ausstellung zu selbiger:
    Sigurd wächst ohne seine Eltern auf, in der Obhut des Schmiedes Regin. Regin macht ein mächtiges Schwert und Sigurd beginnt sein Leben voller Abenteuer. Er rächte seinen Vater, erschlug den Drachen Fåvne und erlangte einen großen goldenen Schatz. Sigurd verliebte sich in die Schildmaid Brynhild, heiratet aber Gudrun. Brynhild heiratet Gudruns Bruder Gunnar. Die Schwierigkeit der Liebe ist ein Schlüsselelement in der Geschichte. Unter den Schätzen von Sigurd ist ein verfluchter Ring und einer nach dem anderen stirbt, wenn er in seinen Besitz kommt. Am Ende ist fast jeder der Hauptcharaktere einem gewaltsamen oder tragischen Tod erlegen.
    Diese Geschichte kommt dem ein oder anderen vielleicht sehr bekannt vor: im Deutschen ist sie als Nibelungenlied bekannt mit dem Helden Siegfried. Zwischen beiden Erzählungen gibt es große Ähnlichkeit, auch wenn die Sigurdsage im heidnischen Norden und das Nibelungenlied im christlichen Mittelalter beheimatet ist.
    In diesem Museum wurde sogar die Parallele zu Tolkiens Herr der Ringe behandelt.
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  • Day26

    Stabkirche Heddal

    July 16 in Norway ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Stabkirche Heddal ist mit rund 20 m Länge und 26 m Höhe die größte Stabkirche der Welt. Sie ist immer noch eine aktive Gemeindekirche. Der Sage nach erbaute der Troll Finn das Gotteshaus im Laufe von nur drei Tagen - Wissenschaftler halten das jedoch für unwahrscheinlich...
    Einzelne Säulen der Kirche konnten auf das 10. Jahrhundert zurück datiert werden, der größte Teil wurde aber wahrscheinlich um 1240 erbaut. Aufgrund ihrer Größe und der Vielzahl der sich überlappenden Dächer wird die Stabkirche gelegentlich als „gotische Kathedrale aus Holz“ bezeichnet.
    Die Eingangsportale der Kirche weisen wertvolle Schnitzereien heidnischen Ursprungs auf. Diese wurden bewusst gewählt, um der Bevölkerung anhand bekannter Geschichten und Symbole das Christentum begreiflich zu machen. Am heutigen Hauptportal im Westen sind besonders starke Schnitzereien. Ursprünglich wurden hier nur die Täuflinge in die Kirche gebracht und da diese noch nicht unter Gottes Schutz standen, musste das Böse als umso mehr draußen gehalten werden. Dafür sieht man auf der linken Seite einen Löwen als Zeichen für den siegenden Christus und auf der rechten zwei im Kampf verbissene Bären - wie das Böse, das im Kampf gebunden ist.
    Um die Kirche herum führt ein Laubengang. Er diente zum Einen als Schutz vor Wind und Wetter, während die Bevölkerung auf den Gottesdienst wartete. Aber auch Menschen, die die Kirche nicht betreten durften - Infektiöse, Straftäter und Ungetaufte - konnten hier den Gottesdienst hören und durch eine Klappe zum Altarraum sogar die Kommunion erhalten. Durch das Südportal betraten ursprünglich die Männer die Kirche. Hier sieht man links die Schnitzerei eines verlorenen Menschen im Schlund eines Ungeheuers und auf der rechten einen gesegneten Menschen, der "frei wie ein Vogel" ist. Dies sollte die Transformation beim Betreten der Kirche symbolisieren. Neben dem Portal befindet sich eine Runenschnitzerei, die bis heute nicht ganz gedeutet werden kann, da sie keinem bekannten Runenalphabet entspricht. Man vermutet jedoch die Buchstaben "MR", da diese Kirche ursprünglich Maria geweiht war.
    Im Innenraum befanden sich früher Wandgemälde von Heiligen. Nach der Reformation wurden diese übermalt mit einem Rosenmuster. Im 19. Jahrhundert wurden die Innenwände modern vertäfelt und mit einer Isolierschicht versehen. Als man dies um 1950 wieder abnahm, um den Originalzustand wieder herzustellen, ging an einigen Stellen die Bemalung ganz verloren, am Übergang tauchten Teile der Bemalung mit Heiligen wieder auf.
    Das Lesepult hier ist eine Replik - das Original steht in Oslo im Museum. Es zeigt die Sagengestalt Siegfried, wie er einen Drachen ( = das Böse) besiegt mit dem Löwen ( = Christus), der ihm den Rücken stärkt. Der Bischofsstuhl ist noch original erhalten und zeigt ebenfalls Motive aus der Nibelungensage.
    Alle vier Jahre wird die Kirche komplett mit Teer aus Kiefernholz lackiert, um sie vor Witterungsschäden zu schützen.
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    Traveler

    Sehr, sehr interessant

    7/16/22Reply
     
  • Day25

    Versöhnung mit dem Abschied

    July 15 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    So langsam sind meine Urlaubstage hier gezählt und der Abschied fällt mir wieder einmal schwer - vier Wochen sind immer noch zu kurz!
    Den Nachmittag verbrachte ich bei herrlichem Sonnenschein lesend am Badesee.
    Abends überraschte dann ein starker Schauer, der jedoch einen traumhaften Regenbogen in den Himmel zauberte!
    Vor lauter tollen Fotos konnte ich mich unmöglich entscheiden...
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  • Day25

    Silbermine Kongsberg

    July 15 in Norway ⋅ ⛅ 18 °C

    Nachdem ich gestern im Museum alles Theoretische über den Abbau von Silber gesehen habe, ging es für mich heute in eine alte Silbermine hinein. Die "Kongens gruve" ist die größte Silbermine Norwegens.
    Mit dem Grubenzug ging es 2,3 km hinein. Der tiefste Punkt der Mine ist 1068 m unter der Oberfläche (510 m unter dem Meeresspiegel).
    Man merkt immer noch deutlich den Einfluss der deutschen Bergmänner: es gibt einen Ort hier in der Nähe, der Sachsen heißt und der Eingang zur Grube heißt "Mundloch". Der Begriff "Zechenhaus" wurde etwas angepasst, das heißt hier jetzt "Sakkerhusene".
    Die Grubenbahn hatte Waggons mit je etwa 2,5 m², in denen jeweils 8 Personen saßen - man kam sich hier also schon näher ;)
    Die Fahrt war etwas holprig, aber gut machbar. Bei Ankunft im "Bahnhof" bekamen wir Helme und es gab erst einmal eine Einführung. Der Bahnhof selber wurde im 2. Weltkrieg als Bunker benutzt, um Wertgegenstände wie Gemälde von Munch, die Verfassung und ähnliches zu schützen.
    Ursprünglich entdeckt wurde das Silber hier von zwei Farmern, die es heimlich einschmolzen und in kleinen Stücken auf dem Markt verkauften. Sie wurden wegen Diebstahls verhaftet und mussten dann zugeben, dass sie es gefunden haben. So wurde das hiesige Silbervorkommen entdeckt.
    Auf der Rundtour entdeckten wir alte Fahrstühle, Stollen, Tunnel und Stützkonstruktionen. All das wurde von den deutschen Bergleuten errichtet und ist damit deutschen Minen sehr ähnlich. Auch all die Vorteile wie Gesundheitsvorsorge, soziale Absicherungen und Gehälter brachten die deutschen Arbeiter mit.
    Bis heute gibt es noch Silber in den unteren Stollen. Allerdings ist die Mine zu großen Teilen mit Wasser voll gelaufen und der Abbau würde sich finanziell nicht mehr lohnen. Das Besondere hier ist, dass sich hier Calcit- und Sulfitadern treffen. Dadurch kann Silber in so seltsamen Formen entstehen, wie ich es gestern im Museum gesehen habe.
    Einer der logistisch wichtigen Tunnel musste mit einer besonderen Technik gegraben werden. Das Gestein war hier so hart, dass man ursprünglich nur 20 cm pro Monat voran kam. Daher legte man Feuer und erwärmte das Gestein auf etwa 300°C, wodurch es weicher wurde. So schaffte man dann etwa 3-4 m pro Monat. Um jedoch dem Rauch zu entgehen schuf man eine zweite Ebene - oben war der Rauch und unten die Menschen. Damit im Brandfall nicht die gesamte Holzzwischendecke abbrannte, waren immer wieder Teile gemauert. Als man nach 70 Jahren etwa 2,4 km Tunnel geschlagen hatte, kam dann die Industrialisierung und alles wurde einfacher.
    Eine sehr interessante Tour!
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  • Day24

    Nachtplatz bei Kongsberg

    July 14 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Ich entdeckte in Kongsberg noch ein seltsames Gebilde, das vermutlich Kunst sein soll: eine kleine Kirche aus Spiegeln.
    Meinen Nachtplatz fand ich etwas außerhalb an einem Badesee. In direkter Nachbarschaft befindet sich eine Silbermine, die ich mir dann morgen von innen ansehen werde.
    Abends um 22.30 Uhr lag ich dann eigentlich schon im Bett, als ich aus dem Fenster einen wunderschönen Sonnenuntergang sah. Also musste ich noch mal aufstehen und das Schauspiel genießen!
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    Traveler

    Sehr seltsam

    7/14/22Reply
    Traveler

    Ein Traum

    7/14/22Reply
     

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