Einen letzten Zwischenstop für heute machte ich dann noch in dem Dorf Elduvik. Auch hier liegt eine Schlucht nahe des Ortes, in der ein kleiner Hafen angelegt wurde. Dieser wird inzwischen wohl hauptsächlich von Tauchern genutzt, die hier in das Wasser einsteigen und dann in die tiefe Schlucht tauchen.
Außerdem gibt es hier im Ort eine Skulptur des Künstlers Hans Dauli Olsen mit dem Namen "Marmennilin". Laut der Sagen sieht der Meermann aus wie ein Mensch, ist aber kleiner und hat lange Finger. Er lebt auf dem Meeresboden und verletzt Fischer, indem er Köder von den Angelhaken löst und die Haken auf den Meeresboden schleudert, sodass die Handleine reißt. Wenn der Meermann an einem Haken hängen bleibt, gelingt es ihm, die Haken vom Vorfach zu lösen, und so wird er davor bewahrt, wie ein Fisch ins Boot gezogen zu werden.
Einmal jedoch hatte er Pech: Er wollte dem Bauern Anfinn einen Streich spielen, aber dieser war schneller und hakte stattdessen die Hand des Meermanns ein. Der Meermann konnte sich nicht mehr losreißen und wurde an die Oberfläche geholt und Anfinn nahm ihn mit nach Hause.
Anfinn hielt den Meermann bei sich im Haus, neben dem Kamin. Jeden Abend musste er das Zeichen eines Kreuzes über die vier Ecken des Kamins machen, damit der Meermann ruhig blieb. Der Meermann fraß nur noch Köder und begleitete die Fischer sogar aufs Meer. Wenn sie über einen Fischschwarm ruderten, lachte und spielte der Meermann im Boot, und wenn sie die Handleine auswarfen, fingen sie viele Fische, besonders wenn der Meermann seinen Finger ins Meer tauchte. Anfinn behielt den Meermann lange Zeit. Eines Tages, als es starken Wellengang gab, fuhren sie mit dem Boot hinaus, um fischen zu gehen, aber sie vergaßen, das Kreuzzeichen über dem Meermann und dem Boot zu machen. Nachdem sie eine Weile gerudert waren, glitt der Seemann über Bord, und sie fanden ihn nie wieder.Read more