• Mørkgonga - versperrte Wege

    July 27 in Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    Anschließend fuhr ich weiter. Ich durchquerte Oslo in dem Tunnelsystem, das mich jedes Mal wieder beeindruckt. Die halbe Stadt ist hier "unterkellert" mit Autobahnen und sogar Autobahnkreuzen. Einzelne Abfahrten führen dann an die Oberfläche, aber so bleibt der meiste Verkehr natürlich aus der Stadt raus.

    Ich parkte dann zur ersten richtigen Wanderung - ich wollte die Mørkgonga sehen. Ich las vorab: Mørkgonga ist eine der eindrucksvollsten Felsformationen in der Region Oslo. Ein schmaler, steinerner Spalt am Bergkamm, der nach einer kurzen Wanderung mit einem weiten Blick über das Ringerike-Tal belohnt. Der Ort wirkt rau, still und fast ein wenig geheimnisvoll – genau das macht seinen Reiz aus.
    Also nichts wie los! Nur 3,5km bis zur Schlucht ist ja fast nichts... Wären da nicht die 460 Höhenmeter zusätzlich gewesen. Der Weg war aber ganz nach meinem Geschmack: ein felsiger Trampelpfad durch den Wald. Allerdings wurde es immer steiler und steiler. Ich hatte in Norwegen ja schon mal festgestellt - wenn nach einer Wanderung die Arme mehr schmerzen als die Beine, dann war es eigentlich ein Klettersteig! Das hier wird wohl Letzteres werden...
    Ich kämpfte mich weiter bergauf, bis mich dann zweierlei bremste. Zum einen warnte ein Schild vor frischen Erdrutschen und empfahl dringend, nicht weiter zu gehen. Und zum anderen kam mir auf dem eigentlichen Weg ein Bach wasserfallartig entgegen!
    Also drehte ich um und genoss wenigstens den Ausblick durch die Bäume... Als es dann auch noch ziemlich stark zu regnen begann, war ich doch überzeugt, dass Umdrehen die richtige Entscheidung war!
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