• Slovenien - Kroatien

    April 7 in Slovenia ⋅ ☀️ 15 °C

    Wir hatten eine ruhige Nacht am See. Relativ bald sind wir aufgebrochen in Richtung Ptuj. Das 18000 Seelen - Städtchen gehörte früher zur Steiermark und seit dem Zerfall Österreich-Ungarns zu Jugoslawien. Es gab aber schon Siedlungen in der Jungsteinzeit hier und später verlief hier an der Drau die Bernsteinstraße. Auch die Römer haben sich hier breit gemacht, 69 n.Chr. wurde Vespasian hier in Petavio (so nannten es die Römer) sogar zum Kaiser ausgerufen. Unter Trajan erhielt die Siedlung Stadtrecht. Im 9. Jahrhundertgehörte das Pettauer Gebiet zu den Erzbischöfen von Salzburg - Erzbischof Konrad I ließ hier eine große Burg bauen. Leider habe ich keine Fotos gemacht von dieser und der Altstadt - wir waren nur im Supermarkt und sind durchgefahren. Etwas weiter, bei Markovci, haben wir einen schönen Frühstücksplatz gefunden.
    Wir fahren an der Drau enrlang vorbei an der Burg Anchenstein direkt nach Kroatien.
    Als nächstes kommen wir nach Varazdin - mit 43000 Einwohnern die größte und wichtigste Stadt im Norden Kroatiens. Es war bereits in der Kupferzeit besiedelt und es gibt Funde aus drt Eisen- und Bronzezeit sowie aus dem frühen Mittelalter. Erwähnt wurde es erstmals vom ungarischen König Bela III 1209 als Thermalquelle. Im 13. Jahrhundert kam der Johanniterorden nach Varazdin.
    1636 gründeten die Jesuiten ein Gymnasium und ein Kolleg. Nach einem Brand 1776 wurde es im Rokokkostil und dem des Klasszismus erbaut. 1757-1776 war es die Hauptstadt Krostiens. 1918 wurde es ein Teil Jugoslawiens.
    Wir sind an der Drau bzw. an der ungarischen Grenze entlang gefahren bis hinter Donji Mihojac. Etwas dahinter haben wir ein wundetschönes Plätzchen direkt an der Drau gefunden.
    Wir fahren grundsätzlich keine Autobahnen, um das Land besser genießen zu können. So kamen wir durch viele kleine Orte, die ihre einfachen Häuschen mit der Giebelseite zur Straße aufgereiht hatten wie Perlen an einer Schnur. Das Haus reicht nie bis an die Straße - dazwischen ist auf beiden Seiten je rin Dorfgraben und ein Stück Rasen. So wirkt die Straße viel breiter als sie ist. Überall zaubern blühende Obstbäume weiße Blütenpracht dazwischen und fast in jedem Dorf hat man für die Störche ein Nest auf einem hohen Pfahl installiert. Eine Augenweide - die Tour übers Land. Man braucht nstürlich schon mehr Zeit!
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