Festung Kastraki
May 24 in Greece ⋅ ☁️ 24 °C
Man schläft doch immer gut an einer so heiligen Stätte. Wir haben den Pfingstgottesdienst von der Hauptkirche von Arkadiko bis rauf gehört. Als ein Auto mit allerhand Material und Getränke hier an unser Kirchlein kam, haben wir dann aber doch die Flucht egriffen. Vielleicht kommt noch das ganze Dorf hier angepilgert.
Erst mal sind wir zur zweiten mykenischen Brücke gelaufen - ein wunderschöner Spaziergang durch ursprüngliche Natur und einem schönen Blick auf die Berge..
Dann gabs am Friedhof von Arkadika erst mal ein Vesperpäuschen. Total gut getimet, denn inzwischen hat es unangemeldet im Wetterbericht zu Regnen begonnen. Aber das ganze dauert nicht lange und wir können dann doch noch unsere Wanderung zur Festung Kastraki machen. Die - oder die Stein und Grundmauern, die noch zu sehen sind, stammen aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. Sie wurde in sogenanntem polygonalem Mauerwerk errichtet. Das bedeutet, dass die tonnenschweren Steine präzise in unregelmäßigen Vielecken behauen und ohne Mörtel so exakt ineinandergefügt wurden, dass sie bis heute halten..Die Burgmauer war ursprünglich stolze 2,50 Meter dick und umschloss ein Areal von etwa 3.000 Quadratmetern. An einigen Stellen im Süden steht sie heute immer noch 3 bis 4 Meter hoch.
Dass die Burg genau an diesem Hügel steht, hat einen genialen militärischen Grund: Sie lag an einem Knotenpunkt der antiken Superstraßen.
Direkt östlich unterhalb des Burgbergs trafen zwei der wichtigsten Routen der antiken Argolis aufeinander:Die Straße von der mächtigen Stadt Argos nach Epidaurus (die nördlich am Burgberg vorbeiführte).Die Straße von Nauplia (Nafplio) nach Epidaurus (die von Süden kam). Wer die Burg Kastraki kontrollierte, kontrollierte den gesamten militärischen und wirtschaftlichen Verkehr zwischen den großen Stadtstaaten der Region und dem heiligen Asklepios-Heiligtum.
Leider gibt es eigentlich weder Weg noch Beschreibung dort, nur zugewucherte Steine und Dickicht. Wir haben uns aber wacker geschlagen und haben die Reste der Festung im Dschungel des Wildwuchses erklettert. Erschwerend kam noch ein Gewitter hinzu und wir konnten letzlich stolz sein, völlig durchnässt und verschrammt und zerstochen doch ohne Beinbruch oder Schlimmeren wieder das Abenteuer gemeistert zu haben.Read more
























Traveler
Aha
Traveler
❤️
TravelerHast du auch einen langen Text ausprobiert 😀, LG von uns