Kerkinisee
June 29 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C
Wir haben in der Nähe von Kra übernachtet, etwas höher als die Kra-Wasserfälle. Ein unspektaküläres Plätzchen an der Strasse.
Nach dem Frühstück sind wir nochmal auf einen Kaffee nach Polykastro gegahren und dann an den Kerkini-See und den dazugehörige Nationalpark im Norden Griechenlands (nahe der Grenze zu Bulgarien) Ein absolutes Paradies für Naturbegeisterte und eines der wichtigsten Vogelbeengbiete Europas.
Kaum zu glauben, aber der See ist künstlich. Er entstand 1932 durch den Bau eines Staudamms am Fluss Strymonas. Das ursprüngliche Ziel war es, die umliegenden Sumpfgebiete trockenzulegen, um Malaria zu bekämpfen und landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. Über die Jahrzehnte hat sich das Areal jedoch zu einem der artenreichsten Feuchtgebiete des Kontinents entwickelt und wurde deshalb 2006 offiziell zum Nationalpark erklärt. Für Ornithologen ist Kerkini ein absoluter Traum. Über 300 Vogelarten wurden hier bereits gesichtet – viele davon nutzen den See als Rastplatz auf ihren Zugrouten oder zum Überwintern.
Krauskopfpelikane & Rosapelikane: Die riesigen Vögel sind die heimlichen Stars des Sees. Vor allem im Winter kommen Fotografen aus aller Welt, um sie zu beobachten.Flamingos: Tausende von ihnen tauchen die flachen Uferbereiche regelmäßig in ein rosa Band.
Kormorane, Reiher und Löffler: Sie brüten in den dichten, überfluteten Uferwäldern.
Neben den Vögeln gibt es am Kerkini-See eine weitere Besonderheit: die größte Population von griechischen Wasserbüffeln. Fast ausgestorben, wurden die sanften Riesen durch Schutzprogramme gerettet. Heute grasen Hunderte von ihnen in den flachen Gewässern. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie die Vegetation kurz halten und so Lebensräume für andere Tiere schaffen. Zudem sind Produkte aus Büffelmilch (wie der traditionelle Kazan Dibi-Pudding) und Fleisch lokale Spezialitäten in den umliegenden Dörfern.Read more





















