• Hatcher Pass

    September 9 in the United States ⋅ 🌧 10 °C

    Nach einer guten Nacht jedoch mit 1-2h Schlaflosigkeit aka lesen sind wir um 8 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt. Danach gings los zum Hatcher Pass. Anfangs auf asphaltierten Strassen zur Independence Mine. Dies war von 1936 bis 1943 eine grosse Goldmine. Einige Gebäude wurden wohl saniert, vieles ist aber einfach zusammengefallen. Trotzdem war es spannend, da man auf einigen Tafeln Einblick in das Leben der Mineure und ihrer Familien gekriegt hat. Es waren recht wenige Leute unterwegs, wäre interessant zu wissen wie es im Sommer ist. Nach dem Rundgang sind wir auf einer Gravelroad weiter gefahren. Sebi und Big Red wurden somit am 2. Tag schon richtig auf die Probe gestellt. Nach dem Ghana Motto "scheiss auf Rechtsverkehr, gefahren wird wo am wenigsten Schlaglöcher sind" haben wir uns auf den Pass hochgekämpft. Sarah wie immer bei solchen Sachen ein bisschen am Krise schieben, Sebi souverän wie ein 50-jähriges Trucker Babe und Big Red bzw. die Schwimmnudel zwischen dem Dach des Autos und der Unterseite der Living Box hat gequitscht als obs kein Morgen gäbe. Auf dem Pass angekommen (3886 Feet, 1184 m ü. M.) haben wir einen kurzen Spaziergang gemacht und dann was zu Mittag gegessen. Beim Öffnen des Campers mussten wir leider feststellen, dass der Kühlschrankverschluss die holprige Strasse nicht so toll fand und darum sind wir nun Besitzer von 2 halben anstatt einer ganzen Gemüseschublade. Shit happens. Die ganzen spektakulären Aussichten haben uns das Problemchen schnell vergessen lassen. Es ist einfach unglaublich schön überall. Die Berge verfärben sich durch das Fireweed (schmalblättriges Weidenröschen) jetzt im Herbst mega rot, was zum gelb und grün einfach spektakulär aussieht. Beim Craigie Creek haben wir dann einen Spaziergang talhoch gemacht. Abgesehen von 3 ATV (sowas wie Quads aber mit Dach) ist uns kein Mensch begegnet. Auch hier waren die Aussichten einfach spektakulär. Danach sind wir weiter Richtung Willow gefahren, wo wir uns am Strassenrand direkt am Fluss einen Übernachtungsplatz ausgesucht haben. Wildcampen ist in Alaska an den meisten Orten erlaubt, darum greifen wir gerne darauf zurück. Da sich nun sogar die Sonne zeigte (und es gefühlt knapp 20°C hat) haben wir uns für ein ultra kurzes Bad im Fluss entschieden. Hoppla Schorsch, war das kalt. Danach haben wir in Ruhe gelesen und bald gabs Znacht. Als Abendprogramm wurde QuiXX gespielt, bis Sarah endlich auch Mal gewonnen hat und danach noch gelesen oder gelismet (das nur durch Sarah) bis bald auch schon Nachtruhe war. Die Nacht war sternenklar aber leider keine Nordlichter in Sicht. Wir hoffen, das Wetter bleibt noch so schön und warm, ist aber wohl eher unüblich für diese Jahreszeit.Read more