• Sarah Hasler
  • Sebastian Heim
Current
  • Sarah Hasler
  • Sebastian Heim

Flitterwochen in Alaska

A 24-day adventure by Sarah & Sebastian Read more
  • Last seen in
    🇺🇸 Vereinigte Staaten von Amerika

    Kennecott Coppermine

    September 18 in the United States ⋅ ☁️ 9 °C

    Heute war gegen späteren Mittag wieder Regen angesagt, daher haben wir den Wecker auf 07.30 Uhr gestellt, um die trockenen Stunden noch nutzen zu können. Nachdem gefrühstückt und alles verstaut war, ging es auch schon los. Zunächst mussten wir noch eine Stunde auf der McCarthy Road fahren, die Bedingungen (siehe Beschrieb von Sarah gestern) haben sich dabei nicht verbessert, ausser es waren exponentiell mehr Eichhörnchen, Hasen und Fichtenhühner unterwegs. In McCarthy angekommen mussten wir feststellen, dass hier ganz schön tote Hose ist. Das ist hier wohl Normalzustand, sobald die Touristensaison durch ist... und das ist leider ab dem 15. September der Fall. Knapp verpasst, aber können wir natürlich nicht ändern. Prinzipiell ist es ja mega angenehm, wenn man ohne Menschenmassen unterwegs ist. Blöd ist nur dass unser Ziel, die Kennicott Kupfermine, normalerweise mit dem Shuttle erreicht wird, da die offizielle Strasse in McCarthy endet. Und diese Shuttles fahren natürlich auch nicht mehr. Heisst wir mussten den Fussbus nehmen, der leider nur mit Schrittgeschwindigkeit fährt. Am Parkplatz haben wir noch einen grossartigen Ausblick auf den Root Gacier, bzw. das zugehörige Eisfeld genossen, dann ging es auch schon los. Auf dem Hinweg sind wir einen ruhigen Waldpfad entlang gewandert. Bei den Blackbourn Cabins wollten wir noch fragen ob wir Bikes ausleihen können (Sarah hatte gestern noch gelesen dass sie das machen). Leider haben wir bei den Cabins aber ums verrecken niemanden gefunden (wie sich später herausgestellt hat, machen sie die Bike Vermietung aber sowieso nicht mehr). Also weiter laufen. Die Laune von Sarah war definitiv auch schon besser.
    Nach ca. 2 Stunden (5.3 Meilen) sind wir angekommen und konnten die Kupfermine, bzw. die "Mühle" von aussen besichtigen. Natürlich hatte auch das Visitor Center, sowie praktisch alle Gebäude die nicht im Privatbesitz sind schon "Winterschlaf". Wir haben die beeindruckenden Bauwerke und die schöne Aussicht dennoch genossen und es gab immerhin noch ein paar Informationstafeln. Die Kennicott Kupfermine wurde an einem aussergewöhnlich ergiebigen Kupfervorkommen erbaut und war ca. 30 Jahre lang in Betrieb. Nach dem schliessen der Mine in den 1930er Jahren, sind die Gebäude zunächst verfallen, bevor sie von privater Hand ab Anfang der 1950er erhalten wurden. In den 1970er Jahren wurde die Erhaltung dann in staatliche Hand übergeben und wurde dann zur Touristenattraktion.
    Von der Mine aus kommt man theoretisch in einer 6.8km Runde bis an den Root Gletscher heran. Vor einem halben Jahr hätten wir dies bestimmt noch gemacht, aufgrund der aktuellen Umstände haben wir aber auf diese zusätzliche Anstrengung verzichtet und sind die knapp 2 Stunden wieder zurück zum Parkplatz gewandert. Das Wetter hat glücklicherweise gut gehalten, nur ungefähr im letzten Kilometer hat es leicht zu regnen angefangen, so dass wir fast trocken wieder bei Big Red angekommen sind. Wir haben dann den Rückweg angetreten, wieder zwei Stunden zurück auf der McCarthy Road und nochmal knapp eine Stunde auf (Gott sei Dank) asphaltierter Strasse zum heutigen Übernachtungsplatz. Dort angekommen gab es zum zNacht noch das restliche Chili von gestern in Wraps.
    Read more

  • McCarthy Road

    September 17 in the United States ⋅ ☁️ 11 °C

    Beim Aufwachen waren wir fast schon überrascht über den Sonnenschein nach 2 Tagen Regen. Heute stand Kilometer machen auf dem Programm. Alles dem Richardson Highway entlang Richtung Süden. Die Aussichten sind einfach grossartig! Taiga aus gelben Wäldern (Espen und Birken) und grünen Wäldern (Fichten), dann wieder Tundra ohne Bäume, Seen- und Flusslandschaften, Berge,... Man fühlt sich wie mitten in einer Naturdoku. Einfach traumhaft. Auch unser erstes Stachelschwein haben wir gesehen, leider lag es neben seinen Innereien. Rest in Peace oder eher Pieces.
    Unterwegs haben wir in Glennallen noch getankt und danach das Visitor Center des Wrangell-St.-Elias-Nationalparks besucht und sind dann in diesen weitergefahren. Der Nationalpark ist ohne Superlative kaum zu beschreiben. Er ist der grösste der USA (grösser als die Schweiz) und beherbergt 9 der 16 höchsten Berge Nordamerikas. Ausserdem befindet sich in ihm das Bagley Icefield, welches das grösste zusammenhängende Gletscher-Eisfeld ausserhalb der Polregionen ist. Womit er aber nicht protzen kann sind Strassen, davon gibt es nämlich genau 2 mit einer Gesamtlänge von nicht mal 170km.
    Bevor wir uns auf eine von diesen gewagt haben, gab es noch einen Spaziergang mit Blick auf die Berge und Beobachten von Eichhörnchen. So herzig. Höchsttemperatur war übrigens 15°C, also ganz angenehm. Danach sind wir losgefahren auf der McCarthy Road. Diese ist 96 Kilometer lang und anfangs wars wie die Strasse zum Montlinger Schwamm. Mal asphaltiert, dann Schotter, dann wieder aspahltiert, irgendwann dann nur noch Schotter. Die Ausblicke waren fantastisch. Sarahs Angst dass wir die Klippe runterstürzen, einen Platten einfahren, von der Strasse abkommen oder irgendwelche Tiere an- (z.B. Elche oder Bären) oder überfahren (z.B. Eichhörnchern oder Hasen) waren gänzlich unbegründet (ausser bei 1-2 Eichhörnchen und Fichtenhühnern sind wir nicht ganz sicher). Das Wissen, dass das Befahren der Strasse mit unserem Mietwagen nicht erlaubt ist, hat's nicht besser gemacht. Die einspurige Kuskulana Bridge aus dem Jahr 1910 welche dammi hoch ist, haben wir aber auch erfolgreich überquert. Verkehr hatte es so gut wie keinen, wie wir dann festgestellt haben, weil die Kupfermine am Ende der Strasse (Touristenmagnet) sowie das ganze Dorf seit 3 Tagen im 8-monatigen Winterschlaf sind. Bei der Gilahina River Bridge einer alten Holzbrücke, welche früher als Zugbrücke für den Abtransport von Kupfer aus der Mine verwendet wurde, haben wir unseren Stellplatz gefunden. Nach einem feinen Chili con Carne und dem üblichen Feierabendprogramm ging es bald ab ins Bett.
    Read more

  • Kurzer Abstecher zum Nordpol

    September 16 in the United States ⋅ 🌧 9 °C

    Heute sind wir nochmal zu einem sehr verregneten Tag aufgewacht. Wir hatten es daher auch nicht eilig mit dem Aufstehen und Frühstücken. Zum Frühstück gab es heute Wraps, mal etwas anderes. Nachdem wir alles verstaut hatten, fuhren wir nochmal nach Fairbanks hinein. Hier ging es zunächst zum Walmart um Proviant für die kommenden Tage zu kaufen, anschliessend wurde noch getankt und dann ging es auch schon weiter. Nur eine gute Viertelstunde von Fairbanks entfernt gibt es den kleinen Ort North Pole. Soweit wir gesehen haben, besteht dieser fast ausschliesslich aus dem Santa Claus Village. Das Ganze ist liebevoll (bzw. kitschig) aufgezogen, alles ist weihnachtlich dekoriert (z.B. sehen die Strassenlaternen aus wie Zuckerstangen), es wirkt aber Mitte September dann doch etwas komisch. Wir haben uns dies dennoch angeschaut und uns auch in das Santa Claus Haus und Elfenwerkstatt, die gleichzeitig als Shop dienen begeben. Hier hatten wir die Chance, nach ca. 15 aufgeregten Asiaten aller Altersklassen, ein Foto mit Santa zu machen. Er wirkte gefasst und hat das stoisch mitgemacht, wir sind uns aber nicht sicher ob Santa insgeheim ein leichter Rassist ist und etwas gegen Asiaten hat.
    Inzwischen war es bereits 14.30 Uhr und wir hatten Hunger, daher haben wir etwas gegessen. Eigentlich wollten wir zu Taco Bell, da aber beide Filialen (ca 300m voneinander entfernt) zu hatten, ging es zu Taco King. Nach einem nicht so kleinen zMittag wie eigentlich geplant ging es auch schon weiter.
    Da es die kommenden Tage leider nicht wirklich Aussicht auf besseres Wetter in der Fairbanks Region gibt (schade, wir hatten eigentlich auf Nordlichter gehofft), haben wir beschlossen uns Richtung Süden aufzumachen. Das heisst es standen nochmal ein paar Stunden Fahrt auf dem Programm. Weiter im Süden hat es dann aufgehört zu regnen und wir hatten wieder ganz gute Sicht auf die schöne Tundralandschaft. In Delta Junction haben wir unser Propan aufgefüllt (der Tank war aber wohl noch halb voll) und sicherheitshalber nochmal Big Red vollgetankt. Kurz nach Delta Junction ging es auch schon auf den heutigen Übernachtungsplatz, direkt bei mehrerem Baggerseen (die aber vermutlich nicht als Badeseen genutzt werden). Im Hintergrund haben wir sogar etwas Sicht auf die Gaspipeline. Diese ist in den USA sehr bekannt, da sie ein sehr teures Bauprojekt war und Gas für Alaska eines der wichtigsten Handelsgüter darstellt. Wir sind dann noch eine kurze Runde um die Baggerseen gelaufen, haben Spiele gespielt, gelesen, noch etwas kleines gegessen und sind dann auch schon wieder ins Bett gegangen.
    Read more

  • Museumstag

    September 15 in the United States ⋅ ☁️ 10 °C

    Der Wetterbericht hatte recht, heute hat es nur einmal geregnet. Von morgens bis abends. Darum gingen wir erst Mal gemütlich frühstücken im Little Owl Coffee in Fairbanks. Danach haben wir das Museum of the North besucht. Es wird alles mögliche gezeigt, Tiere, Natur, Infos über die Native People,... Im Planetarium haben wir noch einen Film über die Nordlichter geschaut. Fairbanks ist ideal um diese zu beobachten, leider waren aber letzte Nacht keine sichtbar und die nächsten Nächte werden wohl kaum klar genug, als dass man den Himmel sieht.
    Nach diesen vielen Informationen sind wir noch zum Morris Thompson Visitor Center gefahren und haben dort ebenfalls die Ausstellung angeschaut. Danach gings Richtung Chena, unterwegs haben wir noch Znacht gekocht und den Übernachtungsplatz ausgecheckt. Die Strasse ging meist dem Fluss Chena entlang, dieser schlängelt sich durch die Landschaft und es gibt alle paar Meter Ausläufer, eine richtige Flusslandschaft, wäre wohl ein ganz cooles Kanugebiet. Als Abendprogramm ging es in die Chena Hot Springs. Das sind natürliche, heisse Quellen. Nach dem wie gebädelet haben, bis wir schrumplig waren, sind wir zurück Richtung Übernachtungsplatz gefahren und was erspäht Adlerauge Sebi, da im Wald? Wir haben's schon kaum mehr erwartet, aber tatsächlich, Elche! Sofort kehrt um gemacht und wir konnten die Elchkuh mit den beiden Kälbern gut beobachten. Nach einer Weile sind sie über die Strasse getrottet und dann im Busch verschwunden. Leider war es schon sehr dämmerig und die Fotos spiegeln nicht wirklich das schöne Erlebnis wieder.
    Beim Übernachtungsplatz angekommen, haben dir noch die Werbezeitschriften für die kommenden Regionen gelesen, welche wir vom Visitor Center mitgenommen haben. Danach gab es unser Standartprogramm, lesen und lismen und bald fielen wir müde ins Bett.
    Read more

  • Schlittenhunde ohne Schlitten

    September 14 in the United States ⋅ ☁️ 9 °C

    Heute sind wir nochmal zeitig (07.45 Uhr) aufgestanden. Das Thermometer zeigte wohlige 27° an... leider sind wir aber in Amerika und es handelt sich um Fahrenheit nicht Celcius, heisst es waren Temperturen um den Gefrierpunkt. Macht nichts, Daunenjacke anziehen und weiter gehts. Immerhin war auch heute nochmal die Sonne mit kaum Wolken am Himmel. Die erste Station waren die Dog Kennels im Denali Park. Dabei handelt es sich um die Hundezwinger für die Schlittenhunde. Der Denali Park verwendet diese um im Winter entlegene Stationen mit Proviant zu versorgen und im Notfall auch Rettungen durchzuführen. Wir konnten zunächst die Hunde streicheln und mit den Rangers reden. Anschliessend gab es einen Vortrag mit einer kurzen Demonstration. Die Alaskan Huskys stellen zwar offiziell keine eigene Hunderasse dar, sind aber speziell auf die wideren Bedingungen angepasst und extrem aufgeregt und bereit wenn ihnen ein Geschirr angelegt wird. Da kann man schon neidisch werden, wenn einem der Job so gut gefällt.
    Anschliessend ging es auch schon weiter, mit einem kurzen Zwischenstopp um Abwasser abzulassen und Frischwasser aufzufüllen und kurze Zeit später, mit einem etwas längeren Zwischenstopp an einer Tankstelle, um eine dringend notwendige Dusche nachzuholen. Mittlerweile war es auch angenehm warm, zumindest in der Sonne. Es standen ein paar Stunden Fahrt Richtung Fairbanks auf dem Programm. Um die Zeit zu vertreiben, haben wir thematisch passend einen Podcast über das Nome Race angehört. In Nome, ganz im Nordwesten Alaskas gab es nämlich in den Wintermonaten 1925 einen Dyphterie Ausbruch. Aufgrund der zugefrorenen Beringstrasse, war Nome mit dem Schiff nicht mehr zu erreichen, so dass das notwendige Gegenmittel über 650 Meilen mit Schlittenhunden durch widrigste Bedingungen transportiert werden musste. Eine absolut empfehlenswerte Geschichte über eine wahnsinnige Leistung.

    Für ein verspätetes Mittagessen, sind wir in einem Diner an der Strasse eingekehrt. Hier gab es Burger und Fisch in einem sehr urchigen Loghouse. Anschliessend haben wir weiter Meilen gut gemacht. Von Fairbanks ging es dann nochmal 45 Minuten weiter nördlich, um das gute Wetter nochmal auszunutzen und eine kleine Wanderung zu machen. In der Ferne hat man dabei sogar nochmals die Alaskan Range mit dem Denali gesehen, echt imposant. Da wir noch ziemlich satt vom Mittagessen waren, gab es zum zNacht nur Cracker mit Hummus. Dann wurde wieder gelesen und gestrickt. In der Nacht war noch ein bisschen Trubel an unserem Übernachtungsplatz. Es kam ein Touribus vorbei, vermutlich um Nordlichter zu beobachten. Leider hat man aber auch diese Nacht keine gesehen.
    Read more

  • Happy Daynali (2/2)

    September 13 in the United States ⋅ ⛅ 8 °C

    Heute sind wir das erste Mal mit Wecker aufgestanden und zwar um 06.20 Uhr. Morgens schalten wir jeweils für ein paar Minuten die Heizung ein, bevor wir uns aus dem Bett wagen. Um 7.15 Uhr waren wir an der Bushaltestelle und bereit für einen ereignisreichen Tag. Es hat leicht genieselt, doch zum Glück bald aufgehört. Pünktlich um halb 8 wurden wir von einem grünen Bus abgeholt. Die grünen Busse kosten 33.50$ und man kann überall aussteigen und beim nächsten, falls er Platz hat, wieder einsteigen (Hop on / Hop off Prinzip). Mit dem ersten sind wir Richtung Mile 43 gefahren. Die ganze Strasse wäre 92 Meilen lang und der Roundtrip würde 12h dauern. Aktuell ist die Strasse aber wegen Schäden nach Mile 43 geschlossen. Unterwegs haben wir Bär und Bärenkind (Grizzly) 1 und 2 gesehen. Sie waren relativ weit weg, trotzdem spannend zuzuschauen. Dann ging die Fahrt weiter und auf der anderen Seite, noch weiter entfernt ist Bär Nr. 3 aufgetaucht. Bei Mile 43 sind wir ausgestiegen und der Strasse weiter nach hinten gefolgt. Die Sonne hat rausgeschaut und es war ganz angenehm. Nach einer halben Stunde sind wir umgekehrt, wildtiermässig haben wir abgesehen von einem gar nicht scheuen Ground Squirrel (die verdammt herzig sind und ein wenig wie Erdmännchen aussehen, wenn sie Ausschau halten, aber wohl auch ziemlich aggressiv sein können) nichts gesehen. Zurück bei der Bushaltestelle haben wir den nächsten Bus Richtung Parkeingang genommen. Und schon bald Bär 4 und Bärenkind 5 gesehen. Diese waren relativ nahe und man konnte sie bestens beobachten. Die Mamas sind sehr hell, die Jungen etwas dunkler. Beim Teklaneeka River sind wir zwei dann ausgestiegen und flussaufwärts gewandert. Obwohl wir in einer halben Stunde gerade Mal 600m weit durchs Gebüsch gekommen sind, war es schon ein spezielles Gefühl im "Bärenrevier" ausgesetzt zu sein. 2x haben wir auch relativ frische Bärenkacke gesehen und 1x Prankenabdrücke. Eindrücklich (und auch ein bissschen einschüchternd)! Zurück bei der Strasse hat uns der nächste Bus aufgeladen. Da gerade erst Mittag war, sind wir kurz vor dem Ausgang nochmals ausgestiegen und haben einen 4. Bus wieder rein in den Park genommen. Mittlerweile hatte es ziemlich zugezogen aber dass änderte sich schon bald wieder. Der Guide hat nach blauem Himmel Ausschau gehalten und dabei Bärenmama und 2 Kleine, sprich Nr. 6-8 entdeckt. Diese waren aber auch relativ weit entfernt. Auf der Weiterfahrt hat es aufgeklart und wir haben schon gar nicht mehr damit gerechnet, aber plötzlich war der Denali sichtbar. Die Gipfel hingen zwar noch in den Wolken, aber gemäss Guide dürfen wir uns zu dem 30%-Club (die den Denali sehen) zählen. Bei Mile 43 haben wir gewendet und sind die ganze Strecke zurück zum Camping gefahren. Nach einem feinen Znacht im Camper, mit Spaghetti Aglio Olio, haben wir noch einen Abendspaziergang gemacht. Die Sonne schien noch und es war ganz angenehm. Auf dem Camping haben wir noch die Schneeschuh-Hasen mit ihren grossen weissen Pfoten beobachtet und die Eichhörnchen, die fleissig am Wintervorrat anlegen, bzw. Touris mit Tannzapfen beschmeissen waren und dazu in einer Tour rumzettern. Köstlich. Die Nacht wurde richtig kalt, der Sternenhimmel war superschön aber leider keine Nordlichter in Sicht. Morgens war sogar die Frontscheibe gefroren...Read more

  • Happy Daynali (1/2)

    September 12 in the United States ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach einer weiteren milden Nacht, erwartete uns heute ein verregneter Morgen. Wie es langsam schon Routine ist, haben wir gefrühstückt und dann unsere Kabine reisefertig gemacht. Danach ging es direkt weiter Richtung Denali Nationalpark. Vor dem eigentlichen Parkeingang haben wir noch einen Zwischenstopp beim Tripple Lakes Parkplatz gemacht. Da es konstant genieselt hat und relativ kalt war, haben wir beschlossen noch etwas zu warten, da Richtung Mittag besseres Wetter angesagt war. Und so kam es dann auch.
    Gegen 11.30 Uhr kam die Sonne raus und wir taten es ihr gleich. Als erstes ging es zum Denali Visitor Center, wo wir den Parkeintritt bezahlt und die Ausstellung angeschaut haben. Anschliessend ging es beim Riley Creek Camground vorbei für den Check-in. Wir sind zwar an einem anderen Campingplatz, der Check-in wird aber zentral abgehandelt. Dann ging es auch schon weiter auf der einzigen Strasse in den Denali Park hinein. Unterwegs kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, die unglaublichen Farben, gepaart mit der unendlichen Weite sind schon extrem eindrücklich. Gleichzeitig haben wir am Strassenrand permanent Ausschau gehalten, ob wir eventuell Elche oder Bären sehen. Das hätten wir uns sparen können, da auf einmal ca. 30 Meter vor uns einfach ein Elch über die Strasse gestolpert ist. Majestätisch sind diese Tiere ja schon, aber beim Laufen sehen sie etwas unbeholfen aus. Trotzdem ging das ganze so schnell, dass wir es nicht auf einem Bild festhalten konnten, bevor der Paarhufer schon wieder im dichten Unterholz verschwunden war.
    Nun brauchten wir erst mal eine Stärkung, daher gab es an einem Aussichtspunkt unseren zMittag (mal wieder ein belegter Bagel). Ganz nach dem Motto "nach dem Essen sollst du ruh'n oder 1000 Schritte tun" haben wir von dem Aussichtspunkt aus eine kleine Rundwanderung gemacht (ca. 30 min). Dann ging es auch schon weiter zu unserem Campingplatz. Hier haben wir beschlossen noch ein Stück des Savage Alpine Trails zu machen. Die Aussicht war gigantisch, auch wenn wir leider wieder den Denali aufgrund der Wolken nicht sehen konnten. Sarah hat den Ausblick trotzdem eloquent, ca. 23 mal mit "z'krass" beschrieben. Daher wurde aus einem Stück dann doch der ganze Trail und wir waren ca. 2,5 Stunden unterwegs. Am Ende des Trails konnten wir in ein Shuttle einsteigen, welches uns wieder zum Savage Campground gebracht hat. Hier haben wir etwas gechillt, für den z'Nacht die Reste von den letzten beiden gekochten Mahlzeiten aufgewärmt und die Abendstimmung im Denali genossen. Wir freuen uns auf einen weiteren tollen Tag in diesem wunderschönen Stück Natur.
    Read more

  • (Keine) Sicht auf die Alaska Range

    September 11 in the United States ⋅ 🌧 8 °C

    Die Nacht war ziemlich mild und ruhig. Da wir keine Ganztageswanderungen machen, können wir den Tag jeweils gemütlich angehen. Ausschlafen, Frühstücken und dann geht's los. Von unserem Parkplatz fuhren wir nach Norden Richtung Denali Nationalpark. Beim View Point South haben wir angehalten und auf den klassischen Blick auf die Alaska Range gehofft. Obwohl das Wetter super war, blieben die hohen Berge inkl. Denali in den Wolken verborgen, was aber nicht ungewöhnlich ist. Wohl nur 30% der Touristen kriegen den Denali zu sehen. Nach dem wir einige Zeit die Aussicht (welche trotzdem spektakulär war) genossen haben, sind wir weiter gefahren zum View Point North. Natürlich waren auch dort die Spielverderberwolken. Beim Little Coal Creek Trailhead haben wir dann zum 3. Mal geparkt und sind Richtung K'esugi Ridge gewandert. Es war top Wetter und wir konnten sogar im T-Shirt laufen. Die Aussicht über das Tal, die Wälder und Berge war phänomenal. Leider haben wir die Bärenmama mit den 2 Jungen, von welchen uns ein entgegenkommendes Päärchen erzählt hat, nicht entdeckt. Nach ca. 2h waren wir zurück beim Big Red und die Fahrt ging weiter nach Norden. Die Umgebung verändert sich gefühlt minütlich. Von herbstgelben Bäumen, zu grünen Tannen und dann wieder knallrote Indian Summer Taiga. Es lässt sich kaum beschreiben aber am liebsten würde man alle 100m anhalten und Fotos machen.
    Etwas nach Cantwell haben wir unser Lager direkt am Nenana River aufgeschlagen. Die Flüsse hier sind einfach auch super schön. Den Rest des Tages verbrachten wir mit lesen, stricken, kochen, essen,...

    Infos zu unserem Big Red:
    Ford F250 Superduty XL
    6.8l V8 Motor
    10 Gang Automatikgetriebe
    Bisheriger Verbrauch ca. 20l auf 100km (wir vermissen unseren Camper Schlukas von Neuseeland, der seines Namens gar nicht würdig wurde im Vergleich)
    Etwas zwischen 400 und 440 PS
    In der Schweiz nur mit LKW Führerschein zu fahren.
    Der in der Schweiz bekannte Ford Raptor sieht neben diesem Monster wie ein Spielzeugauto aus.
    Sarah sieht knapp über die Motorhaube.
    Die Radkästen sind etwa gleich gross wie eine durchschnittliche 2.5 Zimmer Wohnung in Berlin oder München.
    Menschen unter 1.60m bräuchten zum Einsteigen ein Treppchen.
    Read more

  • Mooses durch das Wasser

    September 10 in the United States ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute hatten wir richtig sonniges Wetter. An unserem Übernachtungsort am Hatchers Pass gab es zunächst einen zMorgen, dann ging es auch schon weiter auf der Gravel Road. Die Schlaglöcher in der Strasse merkt man in Big Red kaum, man hört sie mehr als dass man sie fühlt. Nach einigen Kilometern ging es dann wieder auf eine befestigte Strasse Richtung Talkeetna. Hier machten wir einen Stop bei den Talkeetna Lakes, wo wir eine knapp 5km lange Rundwanderung unternahmen. Bereits beim Start hat uns eine Wanderin informiert, dass ca. 15 Minuten in die entgegengesetzte Richtung in die wir eigentlich laufen wollten, zwei Mooses (Elche) unterwegs seien. Daher haben wir prompt diese Richtung eingeschlagen. Und tatsächlich haben wir nach ein paar wenigen Kilometern eine Elchkuh und ihr Junges dabei beobachten können, wie sie in etwas Entfernung den See überquerten. Kurzer Einschub: Elche fühlen sich sehr wohl im Wasser und sind sogar ausgezeichnete Taucher. Mit verschliessbaren Nüstern können sie lange unterwasser bleiben und fressen sogar Seegras am Grund von Gewässern.

    Nach diesem tollen Erlebnis setzten wir unseren Weg fort. Das Wetter war angenehm mild und in den ruhigen Seen haben sich die herbstlichen Wälder in wunderschönen Farben gespiegelt. Nach knapp 2 Stunden waren wir wieder bei Big Red und haben dort einen Bagel mit Schinken und Käse gegessen. Anschliessend fuhren wir nach Talkeetna, von dem es hiess, es habe eine schöne und historische Innenstadt. Die "Innenstadt" entpuppte sich dann als eine einzelne Strasse mit hauptsächlich Restaurants und Touristenläden. Talkeetna liegt jedoch sehr schön am mächtigen Susitna River. Wir sind dann die Strasse entlang gelaufen, haben uns aufgrund des schönen Wetters ein Glacé gekauft (1 Scoop für 10 USD, dafür aber ungefähr so gross wie 3 Kugeln in der Schweiz) und sind damit zum Fluss. Anschliessend ging es noch zu einem Einkaufsladen, wo wir nochmal Wasser aufgestockt haben und dann weiter zu einer Tankstelle. Hier haben wir geduscht (4 USD für 10 Minuten) und getankt. Wir hsben zwar eine Dusche in Big Red, aber diese ist eher beengt und wir wollen sie eigentlich nur im Notfall verwenden. Frisch und Munter ging es dann noch ein paar Kilometer weiter zu unserem Übernachtungsplatz. Hier haben wir unsere Handtücher getrocknet QuiXX gespielt, gelesen, Thai Curry gekocht und schliesslich dann geschlafen.
    Read more

  • Hatcher Pass

    September 9 in the United States ⋅ 🌧 10 °C

    Nach einer guten Nacht jedoch mit 1-2h Schlaflosigkeit aka lesen sind wir um 8 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt. Danach gings los zum Hatcher Pass. Anfangs auf asphaltierten Strassen zur Independence Mine. Dies war von 1936 bis 1943 eine grosse Goldmine. Einige Gebäude wurden wohl saniert, vieles ist aber einfach zusammengefallen. Trotzdem war es spannend, da man auf einigen Tafeln Einblick in das Leben der Mineure und ihrer Familien gekriegt hat. Es waren recht wenige Leute unterwegs, wäre interessant zu wissen wie es im Sommer ist. Nach dem Rundgang sind wir auf einer Gravelroad weiter gefahren. Sebi und Big Red wurden somit am 2. Tag schon richtig auf die Probe gestellt. Nach dem Ghana Motto "scheiss auf Rechtsverkehr, gefahren wird wo am wenigsten Schlaglöcher sind" haben wir uns auf den Pass hochgekämpft. Sarah wie immer bei solchen Sachen ein bisschen am Krise schieben, Sebi souverän wie ein 50-jähriges Trucker Babe und Big Red bzw. die Schwimmnudel zwischen dem Dach des Autos und der Unterseite der Living Box hat gequitscht als obs kein Morgen gäbe. Auf dem Pass angekommen (3886 Feet, 1184 m ü. M.) haben wir einen kurzen Spaziergang gemacht und dann was zu Mittag gegessen. Beim Öffnen des Campers mussten wir leider feststellen, dass der Kühlschrankverschluss die holprige Strasse nicht so toll fand und darum sind wir nun Besitzer von 2 halben anstatt einer ganzen Gemüseschublade. Shit happens. Die ganzen spektakulären Aussichten haben uns das Problemchen schnell vergessen lassen. Es ist einfach unglaublich schön überall. Die Berge verfärben sich durch das Fireweed (schmalblättriges Weidenröschen) jetzt im Herbst mega rot, was zum gelb und grün einfach spektakulär aussieht. Beim Craigie Creek haben wir dann einen Spaziergang talhoch gemacht. Abgesehen von 3 ATV (sowas wie Quads aber mit Dach) ist uns kein Mensch begegnet. Auch hier waren die Aussichten einfach spektakulär. Danach sind wir weiter Richtung Willow gefahren, wo wir uns am Strassenrand direkt am Fluss einen Übernachtungsplatz ausgesucht haben. Wildcampen ist in Alaska an den meisten Orten erlaubt, darum greifen wir gerne darauf zurück. Da sich nun sogar die Sonne zeigte (und es gefühlt knapp 20°C hat) haben wir uns für ein ultra kurzes Bad im Fluss entschieden. Hoppla Schorsch, war das kalt. Danach haben wir in Ruhe gelesen und bald gabs Znacht. Als Abendprogramm wurde QuiXX gespielt, bis Sarah endlich auch Mal gewonnen hat und danach noch gelesen oder gelismet (das nur durch Sarah) bis bald auch schon Nachtruhe war. Die Nacht war sternenklar aber leider keine Nordlichter in Sicht. Wir hoffen, das Wetter bleibt noch so schön und warm, ist aber wohl eher unüblich für diese Jahreszeit.Read more

  • Überlandfregatte "Big Red"

    September 8 in the United States ⋅ ☁️ 13 °C

    Um ein paar Stunden Schlaf nachzuholen ging es gestern zeitig in die Haia. Da wir jedoch noch nicht im richtigen Rhythmus waren, waren wir um 03.00 Uhr aber hellwach. Nach ein paar Seiten lesen konnten wir jedoch nochmal ordentlich schlafen. Um 08.30 Uhr sind wir dann aufgestanden und haben uns aufgemacht, um Frühstück und Bärenspray (typisch alaskaische Kombination) an einem Drive in, wobei wir aber noch zu Fuss unterwegs waren, abzuholen. Das Bärenspray hatte Sarah bereits zuvor online ausgeliehen und wir hoffen, dass dieses nicht zum Einsatz kommt. Das Frühstück bestand aus Bagels und Cinnamon Rolls, wobei vor allem letzteres dem Prinzip "everything's bigger in USA" alle Ehre machen (eine Cinnamon Roll hat knapp 1/2 kg). Nachdem wir gefrühstückt hatten (2 Bagel & 1/4 Cinnamon Roll) haben wir noch etwas gechillt, anschliessend ausgecheckt, unsere grossen Backpacks im Motel gelassen und sind Richtung Downtown aufgebrochen. Hier konnte Sarah dann in einem Wollgeschäft Material für ihr nächstes Strickprojekt besorgen. Dannach sind wir auch schon weiter zur Mietwagenfirma. Hier haben wir unser Gefährt für die kommenden Wochen abgeholt. Was nach lokalem Verständnis als Automobil durchgeht, zählt im europäischen Raum vermutlich bereits zur Fregattenklasse 126. Aufgrund der knalligen Farbe haben wir das gute Stück "Big Red" getauft. Nach einer kurzen Einführung konnten wir auch schon losdüsen. Zunächst haben wir unsere Backpacks wieder aufgegabelt, dannach haben wir eine ausgedehnte Einkaufstour im Walmart gemacht. Anschliessend ging es auch schon weiter Richtung Norden, heraus aus Anchorage und ab in die Natur. Nach einer ca. 1.5 stündigen Fahrt haben wir unser Lager am Matanuska River aufgeschlagen. Hier haben wir uns erst mal richtig eingerichtet, dann ein bisschen Spiele gespielt und uns dann auch schon Bettfertig gemacht. Die kommenden Tage soll das Wetter etwas besser werden und wir freuen uns auf die tolle Natur.Read more

  • Let's go!

    September 7 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem grossartigen Theaterbesuch der Freilichtbühne Rüthi und einer kurzen Nacht hiess es Montags um 6 Uhr Tagwach. Nach einem kleinen Zmorga ging es mit Bus und Zug nach Zürich. Alles klappte problemlos, der Flieger nach Frankfurt hob eine 3/4h zu spät ab, aber das war uns egal, weil wir sowieso viel Umsteigezeit hatten. In Frankfurt wurde für unseren Flug am Gate noch viel Werbung für Economy plus und Business Class Upgrades gemacht und das Gate war auch zur Boardingzeit nicht wirklich voll. So kam es, dass unser Flug mit 2, 4, 2 Sitzen pro Reihe wenn überhaupt zu einem 3tel belegt war. Nach dem Premium Economy Menu, welches wohl übrig war durch die schlechte Auslastung, habe ich, Sarah, mir dann einen eigenen 2er geschnappt. Somit liess es sich nicht schlecht dösen/schlafen. Wir sind über Grönland geflogen, davor sah man aber schon ganz viele Eisschollen im Meer. Mega eindrücklich das einmal zu sehen. Leider wars beim Landeanflug zu bedeckt, sonst hätten wir die beste Aussicht auf den Denali (höchster Berg Nordamerikas) gehabt. Nach der Landung wollten wir mit dem Public Bus zum Hotel, das war dann aber nicht möglich, weil man hier beim Feiertag (Labor Day) den ÖV einfach Mal komplett einstellt. Darum haben wir ein Uber genommen. Beim Motel 6 angekommen haben wir uns nach dem Zimmerbezug auf zum "Alaska Burger and Brew" gemacht, wo wir einen feinen Burger gegessen haben. Nach dem Znacht hiess es auch schon bald ab ins Bett. Das Wetter ist bescheiden, wir sind aber optimistisch, dass sich das noch verbessert die nächsten Tage und freuen uns mega auf alles was kommt.Read more

    Trip start
    September 7, 2026