Ende - Tag 12 & 13
August 18, 2025 in Portugal ⋅ 🌬 22 °C
Ich finde den Satz: "Alles Gute hat ein Ende" wirklich schlimm.
Das klingt so unglaublich deprimierend. Als würde danach nie wieder etwas Tolles passieren.
Genauso spüre ich immer einen inneren Widerstand, wenn jemand sagt, dass man aufhören sollte, wenn es am besten ist. 😄
(Ich koste lieber etwas so lange aus wie es nur geht. 😅 Dann fällt es mir leichter zu akzeptieren, dass etwas vorbei ist.)
In unserem Fall haben wir jedoch wirklich aufgehört, wenn es am besten war:
Wir waren endlich gut erholt, entspannt und hatten sogar echte Fortschritte beim Surfen und beim Yoga gemacht.
Wir haben tolle Leute aus der ganzen Welt kennengelernt und viele inspirierende Gespräche geführt. (Vielleicht wird ja unser nächstes Ziel Südafrika?! 😄)
Und nicht zu vergessen: Wir haben das vermutlich köstlichste und vielfältigste Essen genossen, was wir uns hätten vorstellen können.
Uns war gar nicht klar gewesen, dass das hier so ein ganzheitliches "Retreat" werden würde, wir dachten einfach nur an einen netten Urlaub gemeinsam mit ein bisschen surfen und Yoga. 😊
Doch es war einfach so unerwartet viel mehr! Als hätte uns dieser Urlaub einfach alles gegeben, was jeder von uns gerade gerade gebraucht hatte.
Und dann noch diese Landschaften....
Ich war ja schon bei meinem ersten Camino unglaublich fasziniert von der Küstenlandschaft Spaniens und Portugal steht dem in absolut nichts nach....
Steile Klippen, wunderschöne Meeresbuchten mit kristallklarem türkisem Wasser, wüstenähnliche, höhergelegene Sandlandschaften, hübsch bewachsene Hänge und natürlich die Sonnenuntergänge.... 🤩 Atemberaubend!!!
Ich habe mich schon mehrmals dabei erwischt, durch meinem Kalender zu scrollen und zu überlegen, wann man wieder her kommen könnte. 😄
Da wir jetzt auch so lange da waren, fühlten wir uns fast schon ein bisschen in die Familie und die Tagesabläufe dort integriert. 😂 Die Familie ist einfach so warmherzig und liebevoll, dass das automatisch auf die Gäste abfärbt...
Aber was wäre das für ein Blogeintrag, wenn uns nicht auch noch ein paar Fails zum Ende hin passiert wären. Ich meine, das rundet den Bericht doch erst richtig ab oder? 😉
Tamer und ich hatten noch einen letzten Wander- und Surftag ohne Linda und damit auch die letzte Chance grüne Wellen auszuprobieren.
Wer hätte gedacht, dass das Meer uns heute wieder mit seiner Wellendynamik überrascht? 😅
Das erste Mal mussten wir länger im Wasser treiben und auf die Wellen warten.... Dabei blickten wir wie die anderen Surfer aufs offene Meer hinaus und taten selbstverständlich so, als wüssten wir genau was wir tun und welche Wellen wir brauchen. 😝
Das klappte bei mir mal besser, mal schlechter.
Mit Hilfe eines Trainers schaffte ich es jedoch auch noch ein paar gute, grüne Wellen zu erwischen. 😄
(Ich muss aber leider zugeben, dass ich gar keinen richtigen Unterschied zu den weißen Wellen gemerkt habe.... 😅 Das ging einfach alles viel zu schnell!)
Tamer wurde sogar weiter raus ins Meer mit einem anderen Coach mitgenommen und versuchte dort sein Glück mit den grünen Wellen. Nach ein paar wilden Stürzen ins Meer, wurden ihm jedoch beide Kontaktlinsen herausgeschleudert und er musste dann quasi blind weiter surfen... 🫣
Nach einem gemütlichen letzten Abend mit köstlichem frischem Codfish (Kabeljau) & Wein ging es dann am nächsten Morgen nach einem letzten Meerbad, einer privaten Yoga-Stunde (wir waren die letzten Gäste 😅) und dem Frühstück für uns wieder nach Lissabon zum Flughafen.
Wir verabschiedeten uns, da Tamer noch eine Nacht in Lissabon bleiben wollte und ich begab mich zum Check-In.
Ich musste wieder meinen Handgepäck-Rucksack aufgeben, da der Flug voll ausgebucht war und der Platz in den Gepäckfächern scheinbar nicht ausreichte.
Ich berichtete der Frau am Schalter von dem Rucksackverlust auf dem Hinweg und wies sie auf meine Umstiegszeit von 50 min in Amsterdam (genau wie auf dem Hinweg) hin. 😅 Sie war unbesorgt, befestigte einen "Priority"-Sticker an meinem Rucksack und meinte, dass das diesmal ganz bestimmt klappen würde...
Durch die lange Check-in-Schlange war ich allmählich auch in Eile und musste mich langsam zum Gate bewegen.
Ich holte mir noch eine Cola kurz vor dem Security Checkpoint und erblickte beim bezahlen entgeistert Tamers Bankkarte in meinem Portemonnaie. 🙈
Ich hatte sie mal bei einer Wanderung in mein kleines Portemonnaie eingepackt, damit er sein großes nicht mitnehmen musste.
Ich konnte seine Karte schlecht in die Schweiz mitnehmen, da das seine einzige Karte zum Bezahlen war....
Als ich Tamer nach mehreren Versuchen telefonisch erreichte, war er gerade bei seinem Hostel angekommen (halbe Stunde zu Fuss entfernt). Er rannte los und schaffte den Weg zurück zum Glück in 15 min. 😅
Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Gate als es hieß, dass sich mein Flug etwas verspäten würde...
Kein Problem dachte ich, eine halbe Stunde reicht ja bestimmt auch zum Umsteigen. Und mein Rucksack hat ja den Priority-Sticker, wird schon!
Angekommen in Amsterdam (genau zu dem Zeitpunkt als das Gate für 15 min öffnete), musste ich feststellen dass ich zu Gate B22 musste. Leider befand ich mich jedoch bei Gate D89 und nirgends war ein Hinweis auf Gate A, B oder C.
Aus den Augenwinkeln sah ich, wie einige Mitpassagiere zu rennen begannen.
Wie eine Schafherde rannten auf einmal fast alle los. Und wir rannten und rannten Ewigkeiten!
Nach 10 min des Rennens kamen wir endlich zu den Gates mit C und ich sah das erste Schild zu B. Nur waren wir wieder erst bei C90. 🤪 Ich legte noch einen Zahn zu und erreichte auf die Minute des Gate-Schlusses das verdammte Gate B22.
Völlig verschwitzt und atemlos ging es die letzte Stunde nach Basel.
Das, was mich angetrieben hat in diesen Flieger zu steigen, war ja die Hoffnung, dass mein Rucksack es auch dahin geschafft hatte...
Das erste was ich in Basel sah, als ich aus dem Flugzeug stieg, war eine Frau mit meinem Namen auf einem großen Schild.
Ich ging ein wenig resigniert zu ihr und erfuhr, wie ich es mir schon gedacht hatte, dass mein Rucksack noch eine Nacht länger in Amsterdam logieren wird. 😅
Es überraschte mich nicht nicht wirklich, ich habe eigentlich kaum damit gerechnet, dass er es schaffen würde. Ich kenne aber glaub ich niemanden, der sein Gepäck sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug verloren hatte... 😂
Diesmal schaffte ich es das Formular in wenigen Minuten auszufüllen (Erfahrung 😂) und machte mich auf den Weg nach Hause.
Nach einigem Hin und Her auf Französisch kam mein Rucksack glücklicherweise dann doch noch am nächsten Tag bei mir an. 😄👌
So das wars jetzt erst einmal, besser spät als nie oder? 🙈😄
Danke fürs mitverfolgen! ❤️🥰Read more











Traveler
Was für ein tolles Bild
Traveler
🤩
Traveler
👍