Lissabon ๐ฅฐ - Tag 1 & 2
August 7, 2025 in Portugal โ
โ๏ธ 27 ยฐC
Es geht wieder mal in einen wundervollen Urlaub!! ๐ฅฐ๐
Diesmal haben
Linda, Tamer und ich etwas ganz spezielles vor....
Zuerst ging es für Tamer und mich nach Lissabon.
Meine Anfahrt war allerdings auch speziell.... auf ihre ganz eigene Art und Weise.
Kennt ihr das, wenn man sich als Kind besonders gefreut hat und ganz aufgeregt war, wenn man um 4:00 morgens für die Urlaubsreise aufstehen musste? ๐
Naja, bei mir war das ganze leider ein wenig umgekehrt...
Den Tag vor der Abreise hing ich leider noch 3 Stunden länger bis nach Mitternacht in der Notaufnahme fest. Die vorherigen Tage sah es leider nicht viel anders aus...
Daher habe ich bis 04:00 morgens gebraucht, um zu essen, meinen Rucksack zu packen und alles Weitere in Ordnung zu bringen. ๐คช๐ซฃ
Nach einem 1,5 stündigen Power-Nap ging es dann los zum Flughafen Basel.
Alles lief wie am Schnürchen, ich hatte ca. alle halbe Stunde einen Kaffee und war mehr als nur pünktlich am Flughafen. ๐
Meinen Handgepäck-Rucksack konnte ich sogar aufgeben, um ihn nicht in der 50 min Umstiegszeit in Amsterdam mitschleppen zu müssen.
Beide Flieger hoben pünktlich ab, ich war gar nicht mehr ganz so müde und neben mir war auf beiden Flügen der Nachbarsitz frei, also hatte ich ganz viel Platz! Es gab sogar gratis Essen und Getränke, auf beiden Flügen!
In Lissabon angekommen liefen dann alle zum Gepäckband und um mich herum wurde es allmählich immer leerer und leerer. Von meinem blauen Rucksack keine Spur! Mit den letzten 3 vom Kaffee wiederbelebten Hirnzellen ging ich zu der "Lost and Found"-Frau am Flughafen und erkundigte mich bei ihr nach meinem Rucksack.
Scheinbar habe ich den Flieger nach Lissabon bekommen, mein Rucksack jedoch nicht. Er würde sich immer noch mit all meinen Sachen in Amsterdam befinden. Die Frau versicherte mir jedoch, dass sie ihn morgen direkt an unser Hostel in Lissabon zustellen würden.
Ungläubig füllte ich ca. 1 h noch etliche Formulare aus und musste ein bisschen schmunzeln, als ich den Namen unseres Hostels eintragen sollte... Der lautete nämlich "We hate the fucking Tourists". Ich schrieb daher extra noch in Klammern "(no joke)" dahinter. Ob das wohl alles so klappt...?
In diesem Zustand traf ich Tamer am Flughafen, der mich mit dem Folgenden Satz aufbauen wollte "Freu dich doch erst mal, dass du hier bist!! ๐"
Nun ja....
Ich freute mich erst, als wir bei unserem Hostel ankamen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das das coolste Hostel war, in dem ich bisher gewesen bin!
Unfassbar sympathisches Personal, hübsche Zimmer, stilvolle Rooftop-Terasse mit Regendusche und Bar und natürlich sehr aufgeschlossenen und freundlichen Mitreisenden.
Wir kamen pünktlich zur Happy Hour an und so wurden sich erstmal köstliche Drinks (Ja auch Sangria) zur Nervenberuhigung und zur Urlaubseinstimmung geholt.
Mit dem ersten Schritt auf die Terasse stolperte wir auch direkt in ein Gespräch mit 6 anderen Leuten über Polyamorie und brasilianischen Karneval. ๐
Es war sehr interessant und die Gesprächsthemen unserer internationalen Runde kann man schwer zusammenfassen.... Jedenfalls haben wir uns sehr gut amüsiert.
Als die Sonne anfing unterzugehen packten wir unseren übrig gebliebenen Sangria in Tamers Wasserflasche ein und begaben uns mit Theresa (zugegeben nicht international) zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Die vielen Treppenstufen verlangten und die letzte Energie ab, aber letztendlich haben wir es geschafft und wurden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.
Dazu noch schöne Musik und unser Sangria, herrlich!
Anschließend sind wir noch gemeinsam in ein sehr feines veganes Tapas-Restaurant essen gegangen. Die Hälfte der Zutaten und Aromen war uns neu und wirklich ein fantastisches Geschmackserlebnis! Dazu gab es grünen Sangria mit Vinho Verde, auch super! Theresa fügte sich so leicht in unsere kleine Runde ein, als würden wir uns bereits ewig kennen...
Es war einfach ein schöner und witziger Abend!
Mit einem klitzekleinen Kätzchen wachten wir auf und gingen sogleich nach einem Kaffee auf unserer Terasse auf Entdeckungstour durch Lissabon.
Tamer und ich fanden coole Ecken mit Streetart, süße verwinkelte Gassen, wunderschöne Ausblicke, ganz viele gelbe Strassenbahnen und natürlich guten Kaffee und leckeres Essen zwischendurch.
In der ältesten durchgehend betriebenen Buchhandlung der Welt mussten wir uns noch einen Wein gönnen. ๐
Besonders cool fand ich die "LX Factory". Das ist ein Ort mit ganz viel Kunst, spannendem Essen und vielen kleinen, besonderen Shops. Die Atmosphäre dort war echt einzigartig!
Abends gab es in unserem Hostel noch einen Tapasabend mit anschließendem Fado-Live-Konzert. Das konnten Tamer und ich uns natürlich nicht entgehen lassen und hatten besonders mit Jeremy aus Canada und 2 Mädels aus Ägypten einen schönen Abend.
Fado-Musik ist schwer zu beschreiben....
Das Wort bedeutet "Schicksal" und die Lieder klingen traurig-schön, wehmütig und gefühlvoll. Es war toll, es hier gehört zu haben... Manche Lieder haben mich wirklich sehr berührt. ๐
Anschließend ging es wieder zurück ins Hostel, denn Linda hat es auch endlich zu uns geschafft!!! ๐๐ฅฐโค๏ธ
(Und ratet mal wer es auch ins Hostel geschafft hat?! Ja, mein Rucksack! ๐ฅณ)Read more
Cascais ๐ - Tag 3
August 9, 2025 in Portugal โ
โ๏ธ 24 ยฐC
Nachdem wir nun vollzählig waren, mussten wir Lissabon schon verlassen! ๐
Der Plan war eigentlich eine Tour nach Sintra zu machen und dort ganz tolle Burgen und Landschaften zu bewundern.
Aufgrund der Hitze und damit verbundenen Waldbrand-Gefahr, war jedoch das gesamte Gebiet gesperrt...
Daher legten wir kurzerhand einen Zwischenstopp in Cascais ein. Eine fantastisches Städchen!
Hier hüllte uns bereits nach den ersten Schritten ein großartiges Urlaubsgefühl ein und wir konnten nicht anders als lächelnd durch die Straßen zu laufen.
Fast an jeder Ecke gab es die Möglichkeit in das herrlich klare und türkisfarbene Meerwasser einzutauchen.
Nach einem unvorstellbar leckeren Frühstück ließen Tamer und ich es uns nicht zweimal sagen und liefen direkt ins Meer. Es war zwar (überhaupt!) nicht warm, aber dafür sehr erfrischend! ๐
Dann ging es weiter durch die Stadt und auch hier sahen wir tolle Ausblicke über die Klippenlandschaft und sackten nebenbei auch direkt den ersten Sonnenbrand (ja, trotz regelmäßigem eincremen ๐) ein. Trotzdem hatte es sich wirklich gelohnt und wir waren sehr froh hier einen Halt gemacht zu haben. ๐
Am frühen Abend holte uns dann ein netter Uber-Fahrer ab und es ging für uns weiter zu unserem Ziel: Ericeira! ๐ฅณ๐Read more
Ericeira - Tag 4 - 6
August 10, 2025 in Portugal โ
โ๏ธ 24 ยฐC
Hier sind wir nun im wunderschönen Ondina-Guesthouse direkt bei Ericeira angekommen, unserem neuen Zuhause für die nächsten 10 Tage.
Es scheint wirklich das Paradies auf Erden zu sein! ๐๐
Zuerst wurden wir unglaublich herzlich von Ricardo empfangen. Es stellte sich heraus, dass er und seine Geschwister in diesem Haus großgeworden sind und sie es nun schon seit einigen Jahren liebevoll für Gäste betreiben.
Wir fühlten uns hier sofort wohl, unser Zimmer war herrlich groß und wir hatten sogar einen direkten Zugang zu einer großen Terasse mit Blick aufs Meer.
Unser Tag startete morgens mit einer einstündigen Yoga-Einheit.
Die anderen Gäste haben uns schon ganz begeistert von unserer Lehrerin Julia berichtet. Yoga ist ihre Leidenschaft und sie ist schon vor einiger Zeit nach Ericeira ausgewandert, um hier zu unterrichten und auszubilden.
Trotz Tamers und meiner Sorge zu wenig Erfahrung mit der Yoga-Praxis zu haben, muss ich wirklich zugeben, dass jede Stunde mit Julia ein Erlebnis war. Während der Stunde kann man die ganze Zeit durch die offene Hausfront über die Klippen hinaus aufs Meer blicken und die Wellen rauschen hören. Zudem war auch Julias kleine Hündin Nandi immer mit dabei, die sich perfekt in die ganze Szenerie einfügte. ๐
Schon während des ersten Unterrichts standen wir bereits in der Krähenposition und im Kopfstand. Jeder Unterricht machte unglaublich Spaß und das Level war zudem stets für jeden individuell anpassbar. Aber auch der mentale Aspekt kam nicht zu kurz und man fühlte sich nach den tendenziell eher entspannenden, einstündigen Einheiten am Abend glücklich, ausgeruht und einfach wie perfekt ausgeschlafen. โบ๏ธ
Zwischen den morgendlichen und abendlichen Yoga-Einheiten bekamen wir ein Frühstück, was uns jeden Tag mit seiner Vielfältigkeit beeindruckte. Alles war bunt, gesund, jeden Tag anders und immer frisch zubereitet. Es war das reine Geschmackserlebnis!! Die beiden Köchinnen wurden von allen täglich mit Komplimenten überhäuft. ๐ฅฐ
Dazu gab es auch noch fantastischen Kaffee aus einer Siebträgermaschine.... Was will man mehr?! ๐๐
Nach den morgendlichen ca. 5 Kaffees ging es für uns zu dem eigentlichen Herzstück des Urlaubs über - dem Surfen!!!
Wir und einige andere wurden täglich von den Surflehrern am Hostel eingesammelt und zu den geeignetsten Stränden gefahren.
Der erste Tag gestaltete sich für Linda und mich recht schwierig, wobei sich Tamer hingegen als wahres Naturtalent entpuppte!
Die Wellen waren ziemlich stark und die Bedingungen für Anfänger nicht optimal, dennoch gaben wir unser Bestes.
Nachdem wir uns (in Teamarbeit!) in die Neoprenanzüge gequetscht haben und nach gefühlten 1000 Trockenübungen auf dem Sand, versuchten wir anschliessend unser Glück im Wasser.
Ich schaffte es in den 2 Stunden nur ca. 1,5 x auf dem Brett zu stehen und habe bei den zahlreichen Versuchen bestimmt 1,5 L Meerwasser geschluckt. ๐
Die Stunde sah heute so aus, dass uns die Trainer korrekt mit dem Brett ausrichteten und uns dann im richtigen Moment das Signal zum aufstehen gaben. Theoretisch mussten wir einfach nur rasch aufstehen....
Naja, es kann ja nur besser werden. ๐คทโ๏ธ
Und es wurde tatsächlich besser!
Der zweite Tag war für Linda und mich großartig, wir standen beide über 10 x und konnten sogar einige Male bis ganz zum Strand fahren! Dazu war es sonnig und nicht mehr so neblig wie am Vortag.
Tamer hatte jedoch leider ein anderes Brett bekommen, welches ein wenig kleiner war. Mit diesem hatte es (seiner Ansicht nach!) nicht so gut funktioniert (wir fanden aber, dass er es wieder super gemacht hatte).
Heute bestand die Herausforderung darin, selber die richtige Welle abzupassen, sich dann aufs Brett zu schmeißen, aufzustehen und soweit wie möglich zu fahren. Klingt viel schwieriger, klappte aber viel besser als der eine Teilschritt am ersten Tag. ๐
Vermutlich waren die Wellen ebenfalls ein bisschen vorteilhafter.
Wir lernten bereits ein wenig die Wellen zu lesen und gute "weiße" Wellen von den schlechteren zu unterscheiden.
Der dritte Surftag für mich allerdings schon wieder ein kleiner Downer.
Zuerst lief es ganz gut und ich erwischte sogar 4 Wellen direkt hintereinander. Nach einigen Tipps und Korrekturen durch den Trainer war mein gesamtes "Können" jedoch auf einmal wie weggefegt...
Ich konzentrierte mich so sehr auf Details, dass ich nichts Gutes mehr hinbekam und das Gefühl hatte, wieder bei Null zu starten. ๐ So richtig kann ich mir diese Entwicklung nicht erklären, auch wenn ein Teil des Problems heute die "messy waves" waren.
Linda (mit ihrer pinken Kriegsbemalung) und Tamer (diesmal wieder mit dem richtigen Brett) haben sich heute aber trotz messy waves großartig geschlagen!
Hoffen wir mal, dass es für mich morgen auch wieder bergauf geht. :)
Nach den Surfsessions waren wir meist bis zur abendlichen Yogastunde noch ein wenig am Strand, tranken im Hostel Kaffee oder gönnten uns eine Sportmassage. (Ich sag ja, es ist das Paradies ๐๐)
Nach dem Yoga gab es dann auch schon Abendessen in gemütlicher Runde, welches mindestens genauso großartig war wie das Frühstück.
Jeden Tag erwartete uns ein neues, besonderes 3-Gänge-Menü, was in uns jedes Mal den Wunsch weckte, die Köchinnen nach allen Rezepten zu fragen. ๐
Dazu kamen noch schöne und spannende Unterhaltungen mit den anderen und hier und da auch mal ein Gläschen Wein... ๐
(Bei dieser Gelegenheit wurden auch einige Memes geboren (u.A. auch die Wölfe von Cascais ๐), wobei ich einige einfach nicht für mich behalten konnte....)
Abends konnte man dann körperlich erschöpft, aber mental völlig ausgeglichen und zufrieden mit dem Meeresrauschen im Hintergrund ins Bett fallen. ๐๐ดRead more
Fortsetzung Ericeira - Tag 7 - 11
August 13, 2025 in Portugal โ
โ
21 ยฐC
Es ist unglaublich, wie gut uns die Zeit hier in Ericeira tut.
Jeden Tag fühlen wir uns ein bisschen entspannter und glücklicher. Neben fortwährender Dankbarkeit haben wir das Gefühl, einfach am richtigen Ort zu sein. Dieser Aufenthalt scheint wirklich genau das zu sein, was wir alle gebraucht haben....
Rückblickend erscheinen mir die vergangenen Tage wie ein schöner Traum. Schon jetzt spüre ich ein wenig Wehmut, wenn ich daran denke, dass ich bald wieder im Flieger nach Hause sitzen werde und die nächsten sechs Nachtschichten vor mir liegen. Aber nirgendwo lässt sich dieser Stress so gut vergessen oder verarbeiten wie hier...
Die Yoga-Stunden machten mir so viel Spaß und ich merkte schon wie ich mich abends nach dem Yoga bereits auf die nächste Session am Morgen freute.
Es ist der Wahnsinn, welche Fortschritte in so kurzer Zeit möglich waren. Ich hätte nie gedacht, dass für mich als Yoga-Anfänger bereits einige fortgeschrittene Posen schon machbar sind! Das ist dann natürlich zu all den direkten positiven Effekten auf Körper und Geist eine unglaublich tolle Motivation!
Am Mittwochmorgen hatten wir eine unvergleichliche Yoga-Stunde....
Alle zusammen sind wir in einer stillen Geh-Meditation zu dem Klippenvorsprung über dem Meer gelaufen. Es ist gar nicht so leicht beim Gehen nicht mit den Gedanken abzuschweifen, sondern wirklich nur die "Beobachter-Perspektive" einzunehmen...
Dort angekommen begannen wir mit einer wunderschönen Einheit in den frühen Morgensonne.... โ๏ธ
Nach dem weniger erfolgreichen Dienstag beim Surfen, war es am Mittwoch bereits wieder um einiges besser. Wir übten weiterhin das eigenständige "Wellenlesen", paddeln, aufspringen und fahren.
Es war zwar immer noch ziemlich schwierig, aber wir erwischten diesmal mehr Wellen und hatten wieder viel mehr Spaß!
Heute war sogar ein profesioneller "Surf-Fotograf" da, welcher uns mit einer extrem merkwürdig konstruierten Kamera unermüdlich fotografiert hatte. Selbstverständlich habe ich jedes Mal wenn er die Linse auf mich richtete, abwechslungsreiche Sturzvariationen abgeliefert. Aber ein paar akzeptable Fotos waren glücklicherweise dann doch noch dabei. ๐
Am Mittwochabend habe ich Tamer und Linda mein Lieblingskartenspiel (Durak) beigebracht (natürlich mit Schummeln) und es war einfach nur extrem witzig. Dazu haben wir irgendwie ständig Wein von anderen Hostelgästen geschenkt bekommen, was der Stimmung keinen Abbruch getan hatte. ๐ฅฐ
Dazu haben wir 2 unglaublich sympathische Berliner kennengelernt und uns wunderbar unterhalten. โบ๏ธ
Am Donnerstag hatten wir unseren Rest-day und starteten ganz gemütlich mit Yoga in den Morgen.
Über den Tag hat Linda gearbeitet, Tamer und ich waren kurz am Strand und ich habe anschliessend noch eine kleine Wanderung in den Ort (wir wohnen ja ein wenig außerhalb von Ericeira selbst) unternommen.
Es war wie erwartet absolut wunderschön und ich habe einige unfassbare Ausblicke genossen und mir im Ort einen Kaffee und eine neue Sonnenbrille geholt. (Meine alte Brille wurde mir am Mittwoch von einer fiesen Welle geklaut ๐
).
Abends hatte Julia, unsere Yogalehrerin, ein interessantes indisches Akkordion-ähnliches Instrument mitgebracht, was für eine sehr besondere, meditative Atmosphäre sorgte.
Nach dem vorzüglichen Abendessen konnten wir uns noch einen perfekten Sonnenuntergang über dem Meer anschauen....
Allein das Schreiben darüber über all die schönen Erlebnisse macht mich schon wieder so glücklich! โบ๏ธ
Am Freitag waren wir drei allerdings wieder ein wenig frustriert nach der Surfsession. Es ist ein tägliches Auf und Ab mit dem Surfen. Es ist ziemlich schwer zu akzeptieren, dass sich die Wellenverhältnisse wirklich(!) jeden Tag ändern und man sich als Anfänger einfach nicht gut daran anpassen kann. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung auf dem Meer. ๐
Vielleicht haben wir nach dem Rest-day auch einfach ein paar Skills vergessen. ๐
Dafür war der restliche Tag umso schöner: Nach dem Abendessen hat sich eine super nette Runde auf der Terasse gebildet. Dabei waren alle Menschen so interessant und es wurden viele, viele Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht.
Nachdem mehrere Weinflaschen daran glauben mussten (unter anderem eine 1,5 l Magnumflasche Rotwein, die unser Masseur Tomas beigesteuert hatte ๐), wurden für jeden einzelnen in der Runde Taro-Karten von Eden (aus Australien) gelegt. ๐
Es war so eine coole Stimmung! Eigentlich glauben wir alle drei nicht an Taro-Karten, aber was uns da vorhergesagt wurde, hat exakt nur zu der jeweiligen Person gepasst, und zwar wirklich nur zu der einen... Extrem gruselig und faszinierend zugleich ๐ซฃ๐คฏ
An diesem Abend kamen wir auch auf die glorreiche Idee uns nach 5h Schlaf zum Morgenschwimmen am Meer zu verabreden. Noch vor der Yoga-Einheit.
Ich sags euch... Was manchmal extrem unangenehm nach ziemlich maßlosem Weinkonsum an einem verhältnismäßig kalten und grauen Morgen klingt, kann manchmal einfach wundervoll werden:
Aufgrund der kühleren Lufttemperatur schien uns das Meer auf einmal gar nicht mehr so kalt zu sein und man konnte sich problemlos darin aufhalten.
Tomas hat sich spontan noch angeschlossen und uns noch auf einen "After swim Coffee" in seinem Haus direkt am Meer eingeladen. ๐
Es war wirklich großartig. Das Freiheitsgefühl war einfach nur berauschend....
Das Surfen war am Samstag auch ein absolutes Highlight! Wir drei hatten alle unseren bisher besten Surftag! ๐
Heute hatten wir endlich wieder meinen Lieblingstrainer Marcel (ich habe alle Hoffnungen in ihn gesetzt ๐) und er hat Linda und mir die entscheidenden Tipps gegeben. Witzigerweise hatten Linda und ich immer dieselben Fehler (beide haben wir zuerst die Knie aufgesetzt, zu früh aufgestanden, zu kurz gepaddelt usw.)
Allerdings waren wir ziemlich stolz auf eine Welle die wir beide genommen und wie in einem (vermutlich schlechten) Film nebeneinander fast händchenhaltend bis zum Strand gefahren sind. ๐
Tamer hingegen hatte bereits ein ganz neues Level erreicht und sah einfach schon super profimäßig aus.
(Nur sein Fahrversuch gemeinsam mit Linda war nicht so profimäßig ๐คฃ, das Foto nach dem Crash ist hier dabei).
Nach dieser Surfsession wurden wir alle offiziell bereit für "grüne Wellen" erklärt. Das sind im Gegensatz zu den "weißen Wellen" höhere, ungebrochene Wellen, die sich etwas weiter weg vom Strand befinden. Hierbei muss man auf die Welle aufspringen, wenn man am höchsten Punkt ist und zwar bevor sie bricht. Bisher haben wir uns nur die weißen, gebrochenen Wellen vorgenommen, welche aber auch nicht ohne waren. ๐
Nach dem Surfen ging es noch ein letztes Mal gemeinsam an den Strand, da Linda am nächsten Tag bereits abreisen musste.
Es wurden einige "Spaß-Getränke" geordert (Definition gemäß Linda: ein alkoholfreies Getränk mit möglichst vielen fancy Zutaten in einem möglichst hübschen Glas ๐๐ผโ๏ธ, Definition von Tamer und mir: ein möglichst großes Glas eines alkoholischen Getränks ๐), im Meer gebadet und wieder ganz viel Durak gespielt. ๐
Am Abend haben wir wieder eine schöne entspannte Yogastunde und ein leckeres Abendessen gehabt und natürlich ein paar Runden Durak gezockt. ๐
Der Sonntag startete wieder um 7:00 mit einer Badeaktion im Meer. Ich konnte jedoch leider nur Alma (aus Schweden) dafür begeistern.
Dabei war das Wetter im Vergleich zum letzten Mal wirklich herrlich: die Sonne blitzte bereits hervor, es gab keinen Wind und die Wellen waren auch ganz klein. Das Schwimmen war eigentlich richtig gut!
Eine Sache haben wir jedoch nicht bedacht: die Riesen-Algen.
Es fühlte sich an, als müsste man sich unter Wasser durch einen Dschungel kämpfen und teilweise wurden wir richtig festgehalten. ๐ซฃ
Wir schafften es jedoch uns zu befreien und mussten hinterher beim Umziehen erschrocken feststellen, dass wir unter unseren ๐ einen feschen "Algen-Bikini" aus kleinen Algenstückchen trugen. ๐
Das nächste Mal müssen wir es einfach so machen wie Justine (natürlich aus Paris) und einfach nackt baden gehen... ๐
Beim Yoga heute schaffte Linda ihre erste Krähe, Tamer einen 2-sekündigen freien Kopfstand und ich sogar eine seitliche Krähe! ๐คฉ Wir sind schon ein bisschen stolz auf unsere neuen Skills....
Mir fällt auch immer wieder auf, wie gut das Surfen mit dem Yoga harmoniert.
Die Balance, die Positionen beim Paddeln oder Aufstehen, die richtige Atmung; alles überschneidet sich und unterstützt das jeweils andere!
Die Fortschritte sind einfach richtig spürbar! โบ๏ธ
Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, lief auch dieser (unser vorletzter) Surftag ziemlich gut.
Heute waren die Wellen ziemlich gross und messy, die Strömung stark und noch vor ein paar Tagen wäre ich bei diesen Bedingungen bestimmt verzweifelt.
Heute fühlte ich mich aber so sicher beim Aufstehen, wie noch nie zuvor. Als hätte endlich etwas in mir "Klick" gemacht. ๐
Natürlich ist das alles noch sehr weit weg von perfekt und ich habe wieder viele hilfreiche Hinweise bekommen, aber allein das ist auch schon ein Erfolg!
In den ersten Tagen war der beste Rat unseres Coaches immer nur "Try to have fun", weil ich sowieso nichts von seinen Tipps umsetzen konnte. ๐
An die grünen Wellen habe ich mich heute noch nicht herabgetraut, aber morgen versuche ich auf jeden Fall mein Glück.
Tamer hat sich jedoch (unter der vollständigen Erschöpfung seiner Kraftreserven) mehrmals durch die Strömung gekämpft und tatsächlich eine schöne grüne Welle erwischt! ๐คฉ
Allerdings waren seine Arme danach so schwer, dass selbst das Brett zurück zu tragen für ihn ein Akt des Grauens war. ๐
Nach dieser Einheit verabschiedeten wir Linda (natürlich nicht ohne vorher noch einmal Kuchen gegessen zu haben). Tamer arbeitete an Entwürfen für neue Skulpturen und ich probierte einen Küstenwanderweg aus, welcher einfach nur absolut hinreißend war.
Die ganze Zeit wechselte die Landschaft, mal war man unten am Strand, mal hoch oben und schaute auf die Klippen herab, mal musste man über Felsen klettern oder durch verwucherte Wäldchen laufen. Ich war absolut hin und weg und bin ein wenig traurig, dass ich diesen Weg erst heute entdeckt habe....
Abends war Ricardos ganze Familie im Hostel zu Besuch und da wir aktuell nur sehr wenige Gäste sind, wurde uns (und seiner Familie) eine besonders leckere Spezialität serviert: Der Creamy Codfish. Die Portugiesen sagen immer, es gibt 100 Zubereitungsarten von Kabeljau, das wichtigste ist aber der Wein, den man dazu trinken muss. ๐ Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und tranken weiter Vinho Verde zum köstlich überbackenen Codfish.
Abends kamen wir noch in ein längeres Gespräch mit Linda, einer sehr interessanten, älteren Dame aus Südafrika. Sie kam vor einigen Tagen erst vom portugiesischen Caminho zurück, daher war es für mich ziemlich spannend ihren Erfahrungen zu lauschen.
Später erzählte sie uns, im Laufe ihres Lebens mit vielen harten Entscheidungen konfrontiert gewesen zu sein und einige schwere Rückschläge erlitten zu haben. Daher habe sie vor 9 Jahren mit Yoga begonnen. Sie teilte mit uns, was es für sie bedeutet und dass Yoga ihr Leben gerettet habe....
Morgen beginnt dann leider auch schon unser letzter Tag an diesem wundervollen Ort....Read more
Ende - Tag 12 & 13
August 18, 2025 in Portugal โ
๐ฌ 22 ยฐC
Ich finde den Satz: "Alles Gute hat ein Ende" wirklich schlimm.
Das klingt so unglaublich deprimierend. Als würde danach nie wieder etwas Tolles passieren.
Genauso spüre ich immer einen inneren Widerstand, wenn jemand sagt, dass man aufhören sollte, wenn es am besten ist. ๐
(Ich koste lieber etwas so lange aus wie es nur geht. ๐
Dann fällt es mir leichter zu akzeptieren, dass etwas vorbei ist.)
In unserem Fall haben wir jedoch wirklich aufgehört, wenn es am besten war:
Wir waren endlich gut erholt, entspannt und hatten sogar echte Fortschritte beim Surfen und beim Yoga gemacht.
Wir haben tolle Leute aus der ganzen Welt kennengelernt und viele inspirierende Gespräche geführt. (Vielleicht wird ja unser nächstes Ziel Südafrika?! ๐)
Und nicht zu vergessen: Wir haben das vermutlich köstlichste und vielfältigste Essen genossen, was wir uns hätten vorstellen können.
Uns war gar nicht klar gewesen, dass das hier so ein ganzheitliches "Retreat" werden würde, wir dachten einfach nur an einen netten Urlaub gemeinsam mit ein bisschen surfen und Yoga. ๐
Doch es war einfach so unerwartet viel mehr! Als hätte uns dieser Urlaub einfach alles gegeben, was jeder von uns gerade gerade gebraucht hatte.
Und dann noch diese Landschaften....
Ich war ja schon bei meinem ersten Camino unglaublich fasziniert von der Küstenlandschaft Spaniens und Portugal steht dem in absolut nichts nach....
Steile Klippen, wunderschöne Meeresbuchten mit kristallklarem türkisem Wasser, wüstenähnliche, höhergelegene Sandlandschaften, hübsch bewachsene Hänge und natürlich die Sonnenuntergänge.... ๐คฉ Atemberaubend!!!
Ich habe mich schon mehrmals dabei erwischt, durch meinem Kalender zu scrollen und zu überlegen, wann man wieder her kommen könnte. ๐
Da wir jetzt auch so lange da waren, fühlten wir uns fast schon ein bisschen in die Familie und die Tagesabläufe dort integriert. ๐ Die Familie ist einfach so warmherzig und liebevoll, dass das automatisch auf die Gäste abfärbt...
Aber was wäre das für ein Blogeintrag, wenn uns nicht auch noch ein paar Fails zum Ende hin passiert wären. Ich meine, das rundet den Bericht doch erst richtig ab oder? ๐
Tamer und ich hatten noch einen letzten Wander- und Surftag ohne Linda und damit auch die letzte Chance grüne Wellen auszuprobieren.
Wer hätte gedacht, dass das Meer uns heute wieder mit seiner Wellendynamik überrascht? ๐
Das erste Mal mussten wir länger im Wasser treiben und auf die Wellen warten.... Dabei blickten wir wie die anderen Surfer aufs offene Meer hinaus und taten selbstverständlich so, als wüssten wir genau was wir tun und welche Wellen wir brauchen. ๐
Das klappte bei mir mal besser, mal schlechter.
Mit Hilfe eines Trainers schaffte ich es jedoch auch noch ein paar gute, grüne Wellen zu erwischen. ๐
(Ich muss aber leider zugeben, dass ich gar keinen richtigen Unterschied zu den weißen Wellen gemerkt habe.... ๐
Das ging einfach alles viel zu schnell!)
Tamer wurde sogar weiter raus ins Meer mit einem anderen Coach mitgenommen und versuchte dort sein Glück mit den grünen Wellen. Nach ein paar wilden Stürzen ins Meer, wurden ihm jedoch beide Kontaktlinsen herausgeschleudert und er musste dann quasi blind weiter surfen... ๐ซฃ
Nach einem gemütlichen letzten Abend mit köstlichem frischem Codfish (Kabeljau) & Wein ging es dann am nächsten Morgen nach einem letzten Meerbad, einer privaten Yoga-Stunde (wir waren die letzten Gäste ๐
) und dem Frühstück für uns wieder nach Lissabon zum Flughafen.
Wir verabschiedeten uns, da Tamer noch eine Nacht in Lissabon bleiben wollte und ich begab mich zum Check-In.
Ich musste wieder meinen Handgepäck-Rucksack aufgeben, da der Flug voll ausgebucht war und der Platz in den Gepäckfächern scheinbar nicht ausreichte.
Ich berichtete der Frau am Schalter von dem Rucksackverlust auf dem Hinweg und wies sie auf meine Umstiegszeit von 50 min in Amsterdam (genau wie auf dem Hinweg) hin. ๐
Sie war unbesorgt, befestigte einen "Priority"-Sticker an meinem Rucksack und meinte, dass das diesmal ganz bestimmt klappen würde...
Durch die lange Check-in-Schlange war ich allmählich auch in Eile und musste mich langsam zum Gate bewegen.
Ich holte mir noch eine Cola kurz vor dem Security Checkpoint und erblickte beim bezahlen entgeistert Tamers Bankkarte in meinem Portemonnaie. ๐
Ich hatte sie mal bei einer Wanderung in mein kleines Portemonnaie eingepackt, damit er sein großes nicht mitnehmen musste.
Ich konnte seine Karte schlecht in die Schweiz mitnehmen, da das seine einzige Karte zum Bezahlen war....
Als ich Tamer nach mehreren Versuchen telefonisch erreichte, war er gerade bei seinem Hostel angekommen (halbe Stunde zu Fuss entfernt). Er rannte los und schaffte den Weg zurück zum Glück in 15 min. ๐
Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Gate als es hieß, dass sich mein Flug etwas verspäten würde...
Kein Problem dachte ich, eine halbe Stunde reicht ja bestimmt auch zum Umsteigen. Und mein Rucksack hat ja den Priority-Sticker, wird schon!
Angekommen in Amsterdam (genau zu dem Zeitpunkt als das Gate für 15 min öffnete), musste ich feststellen dass ich zu Gate B22 musste. Leider befand ich mich jedoch bei Gate D89 und nirgends war ein Hinweis auf Gate A, B oder C.
Aus den Augenwinkeln sah ich, wie einige Mitpassagiere zu rennen begannen.
Wie eine Schafherde rannten auf einmal fast alle los. Und wir rannten und rannten Ewigkeiten!
Nach 10 min des Rennens kamen wir endlich zu den Gates mit C und ich sah das erste Schild zu B. Nur waren wir wieder erst bei C90. ๐คช Ich legte noch einen Zahn zu und erreichte auf die Minute des Gate-Schlusses das verdammte Gate B22.
Völlig verschwitzt und atemlos ging es die letzte Stunde nach Basel.
Das, was mich angetrieben hat in diesen Flieger zu steigen, war ja die Hoffnung, dass mein Rucksack es auch dahin geschafft hatte...
Das erste was ich in Basel sah, als ich aus dem Flugzeug stieg, war eine Frau mit meinem Namen auf einem großen Schild.
Ich ging ein wenig resigniert zu ihr und erfuhr, wie ich es mir schon gedacht hatte, dass mein Rucksack noch eine Nacht länger in Amsterdam logieren wird. ๐
Es überraschte mich nicht nicht wirklich, ich habe eigentlich kaum damit gerechnet, dass er es schaffen würde. Ich kenne aber glaub ich niemanden, der sein Gepäck sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug verloren hatte... ๐
Diesmal schaffte ich es das Formular in wenigen Minuten auszufüllen (Erfahrung ๐) und machte mich auf den Weg nach Hause.
Nach einigem Hin und Her auf Französisch kam mein Rucksack glücklicherweise dann doch noch am nächsten Tag bei mir an. ๐๐
So das wars jetzt erst einmal, besser spät als nie oder? ๐๐
Danke fürs mitverfolgen! โค๏ธ๐ฅฐRead more










































































































TravelerNach einem schwierigen Anfang geht alles wunderbar. Noch viel Spaร weiterhin. ๐
Traveler
Das nenne ich ein Ausblick๐๐๐
Traveler
Sieht eher nach Aperol aus