Die Stände von Dingle
October 6, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 12 °C
Den heutigen Tag begannen wir mit einem üppigen Frühstück aus Joghurt, Obst, Brot und Käse (und nem Muffin). Das Ho(s)tel hatte auch noch mehr auf der Karte stehen, aber das genügte uns. Recht schnell, aber ohne Hast, brachen wir zu einem Spaziergang auf, der sich über den Vormittag ziehen sollte (da es bereits gegen halb elf war, hat das aber nichts zu bedeuten). Wir liefen zum Teil am Wasser entlang, zum Teil neben Häuser oder einer Whiskeybrennerei. Auf dem Weg kamen wir an allerhand Bänken vorbei und natürlich mussten wir diese nutzen, deshalb setzten wir uns immer wieder mal hin und genossen die Landschaft. Zurück gen Hotel machten wir einen kleinen Umweg, der allerdings ohne (!) Sackgasse endete und liefen dann, nach einem kleinen Nickerchen (jaja, das Alter setzt uns ganz schön zu...;)), kurzerhand wieder los, um Essen zu kaufen.
Da das Food Festival immer noch in vollem Gange war, nutzten wir die Gelegenheit und kauften uns an einem Stand Burger, sowie einige Kartoffel Wedges und setzten uns damit an den Hafen. Die Sonne strahlte uns ins Gesicht und der Wind sauste uns im die Ohren.
Aber natürlich waren unsere Mägen (also der Lab-, Blätter- und Netzmagen...) noch nicht zufrieden mit der Ausbeute, weshalb wir uns erneut in das Getümmel stürzten. Das tolle an Dingle (und Irland generell) ist, dass, obwohl es Food Festival heißt, beinahe noch mehr Musiker Vorort waren und sich an allen möglichen Orten aufstellten, um zu singen oder zu spielen (ab und zu auch zu tanzen). Und so blieben wir an einem Wagen stehen, der eben für genau solche Künstler gestellt worden war. Wie gebannt lauschten wir den Klängen der Musik und wenn alles geklappt hat, haben wir sogar eine kleine Kostprobe für euch bereitgestellt. Aber zurück zu unseren Mägen (das klingt einfach als hätten wir ein halbes Dutzend...), die waren überhaupt nicht so angetan wie wir von den beiden Musikern auf der Bühne und, obgleich der Hunger eher dem Appetit gewichen war, schienen sie darauf bedacht zu sein noch einen Happen zu sich zu nehmen.
Gestern hatten wir ja bereits von dem meisterhaften Crêpemacher erzählt und von dessen Hingabe zur Perfektion. Heute wollten wir das ganze erneut begutachten (immerhin hätte es ja auch nur ein Zufall sein können...erst wenn etwas mehrfach unter den gleichen Umständen etc.etc. gleich ist, ist es wissenschaftlich geprüft).
Wir beschlossen also, aus rein wissenschaftlichen und journalistische Gründen (immerhin wollen wir euch ja keine Grütze vermitteln), nochmal den Crêpstand aufzusuchen und das ganze Spektakel für euch festzuhalten (natürlich mit Einverständnis des Crêpemannes).
So könnt ihr euch ein ganz eigenes subjektives Bild machen...
Nachdem der Crêpe wieder viel zu schnell die Bekanntschaft mit all unseren Mägen gemacht hatte, setzten wir zum Heimweg an. Das Wetter hatte sich indes verschlechtert und die ersten Tropfen drohten uns auf unsere Häupter zu fallen. Zuvor wurde aber noch schnell eingekauft, unter anderem Wasser (endlich wieder mal chlorfreies Wasser!).
Am Nachmittag ging dann jeder seiner eigenen Tätigkeit nach, das hieß zumeist Filme schauen oder Hörbuch hören (unschwer erkennbar, dass ich letzteres getan habe...irgendwie hat jener Schreibstil womöglich etwas auf diesen Beitrag abgefärbt...) und das zog sich auch bis in die späten Abendstunden durch. Eigentlich hatten wir noch etwas raus gewollt, um in Dingle umherzulaufen, aber der Regen prasselte so unbarmherzig auf die Erde, dass wir diesen Gedanken trotzend verwerfen mussten und uns mit Film und Hörbuch zufrieden geben mussten. Nikola war schon am Nachmittag abgereist und so teilten wir uns unser Zimmer nur noch mit einem jungen Pärchen.
Recht früh (wir sind halt alt...) ging es dann auch schon schlafen...Read more









Traveler
Jaaa
(Tanti) Ich finde diese bunten Häuser einfach klasse