• Das Haus am Arsch der Welt

    October 8, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    "Ich glaub, ich mach heute gar nichts mehr", das sagte Antonia heute Abend zu mir, als wir nach langen Mühen und Eskapden im B&B ankamen. Dabei schmiss sie sich müde auf's riesige Bett. Ich konnte sie verstehen, wirklich!

    Heute Morgen hieß es wieder packen, immerhin würden wir gegen 1 Uhr auchecken. Also wurde schnell alles zusammengesucht und dann frühstücken gegangen. Kurz darauf waren wir auch schon wieder draußen und streunten in der Gegend rum, bevor wir uns dann auf den Weg zur Bus Station machten. Auf der Busfahrt zurück nach Tralee ließ sich ein Magenknurren nicht vermeiden, glücklicherweise hatten wir an der Haltestelle dort aber recht viel Zeit, um uns allerhand zu futtern zu holen. Dabei opferte ich meine Hand für Tons Milchkaffee, dessen Schaum sich (Dank des Winds) über meine gesamten Handfläche verteilte. Der gute Kaffee! T_T
    Nach einer Verspätung von 30 Minuten und weiteren 40 Minuten Fahrt kamen wir dann endlich an unserem Ziel an (oder zumindest fast!). Eine kleine Stadt namens Killarney.
    Wie auch zuvor schon wurden wir mit heftigem Regen und Wind begrüßt, die uns unbarmherzig ins Gesicht klatschten (anders kann man es nicht beschreiben).
    Und da wir geizig sind, begannen wir den einstündigen Marsch zu unserem B&B, denn dieses lag außerhalb Killarneys, auf dem Land (bzw. im Wald, erinnert stark an Balzenbach mit breiteren, besseren Straßen) und es gab keinerlei Verbindung mit Bus oder Bahn, die wir hätten nehmen können. Und so schleppten wir uns und unser Gepäck die steile Straße hoch, während wir triefendnass vom Regen waren (und der nahm kein Ende). Wir hatten noch eine gute halbe Stunde vor uns, als ein Mann sich unserer erbarmte und uns von der Straße holte (das klingt etwas missverständlich, aber es stimmt ja eigentlich). Nile fuhr uns die letzten Kilometer zum B&B, was am Arsch der Welt liegt. Komplett durchnässt und verschwitzt wurden wir empfangen und auf unser Zimmer gebracht, das am Ende des Ganges neben dem Tee-, Kaffee- und Keksservice lag (direkt an der Futterquelle).

    Es war also kein Wunder, dass Antonia so reagierte als wir endlich alleine waren. Bevor wir aber schlafen gingen, schauten wir noch Sherlock Holmes zuende und Wicki und die starken Männer. Fix und Foxi schliefen wir gegen 11 Uhr ein...
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