• Nass, durchnässt, wir Part 1

    October 9, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 10 °C

    Unser heutiges Frühstück glich einem wahren Festmahl; selten hatten wir so eine gute und vielseitige Auswahl gehabt. Von Joghurt, Obstsalat, Käse und Wurst über Eier, Pancakes und Müsli. Dementsprechend voll waren wir auch danach.
    Gesättigt und guter Dinge beschlossen wir in den Nationalpark Killarneys zu gehen, doch Brigid, die Hausherrin, hatte andere Pläne für uns und überredete uns stattdessen eine Bootstour beim Nationalpark zu machen. Das Wetter wäre dafür ja auch ok, danach liefe man durch den Gap of Tralala (ich hab den Namen vergessen, vielleicht fällt er mit später nochmal ein) - welcher wohl im Park selbst verliefe- und abends könne man mit dem Bus wieder ins Zentrum und von da aus mit dem Taxi zum B&B fahren.
    Allerdings müssten wir dafür sofort los, um das Boot um 10.30 Uhr noch zu bekommen, sie habe Dux schon Bescheid gesagt.
    Ohne großes Umziehen oder andere Vorbereitungen (zum Beispiel einen Schirm) wurden wir von Brigids Schwester zum Ross Castle gebracht, wo die Tour starten sollte.
    Das Boot war recht klein und außer uns lediglich ein Pärchen, drei Amerikanerinnen, Sam (der kleine Hund des Bootsmannes), sowie der Bootsmann und zwei Fahrräder an Board.
    Wir befuhren die drei Flüsse, die in einem See mündeten(auf dem waren wir logischerweise auch). Und während der Bootsmann uns einige historische Dinge erzählte und wo man am besten Fischen kann, begann es zu regnen. In Irland nichts ungewöhnliches, aber dennoch verbessert es die Lage nicht unbedingt, bedenkt man, dass wir schon durch die Wellen hin und wieder gut nass wurden.
    Nach eineinhalb Stunden kamen wir dann auch auf der anderen Seite an und wanderten los (nachdem wir Tons Hose und meine Jacke unter dem Handtrockner im Damenklo mehr oder weniger geföhnt hatten).
    Die Landschaft war ein Traum! Das Grün gepaart mit den grauen Steinen und den Seen hatte einen meditativen Effekt auf uns. Wäre da nicht der Regen gewesen, der gnadenlos auf uns einregnete und zunächst unaufhörlich schien. Doch auch dieser musste mal pausieren und so schaute hin und wieder die Sonne vorbei.
    Dreieinhalb Stunden liefen wir zwischen den grünlichen Bergen, bevor wir an dem Treffpunkt ankamen. Von dort aus wollten wir den Bus oder ein Taxi in die Stadt nehmen.
    Eine der Amerikanerinnen, hatte zuvor mit uns ausgemacht, sich mit uns ein Taxi in die Stadt zu teilen, sollte kein Bus kommen. Und so warteten wir gemeinsam, in der Hoffnung auf einen Bus, teilten Trauben und Geschichten miteinander und...
    Ein Vintage Bus hielt vor dem Restaurant. Heilfroh stiegen wir ein- glücklich kein teures Taxi bezahlen zu müssen. Und das taten wir auch nicht als der Bus uns in der Stadt absetzte.
    Stattdessen liefen wir noch 40 Minuten mit schmerzenden Gliedern, die Straße hoch zum B&B.
    Sichtlich erschöpft, klatschnass, aber doch sehr zufrieden mit uns selbst kamen wir dort an und nahmen unser Mahl ein ('oho ein Mahl...das klingt ja geradezu vorzüglich!' War's auch).
    Die Suppe wärmte uns auf und ich hatte schon lange keinen so guten Salat mehr (was vermutlich an den Avocadostücken lag). Am Essenstisch lernten wir auch Xabi kennen, einen freundlichen Spanier, und unterhielten uns ein wenig mit ihm.

    Nach dem Abendessen (ein teurer Spaß), ging es hoch auf unser Zimmer. Müde, aber glücklich ließen wir uns auf unser Bett fallen. Birgid meinte, sie würde am nächsten Tag für uns ein Ticket für die Bus Tour zum Ring of Kerry buchen und da wir das schon lange vorhatten, war unsere Vorfreude natürlich groß (wir jedoch zu erschöpft, die heute noch so ausgiebig zu zeigen).
    Dennoch blieben wir noch etwas auf und schliefen dann schließlich gegen 12 Uhr ein...

    Anmerkung: Dunloe! Es heißt Gap of Dunloe und ist quasi ein Spalt zwischen zwei Bergchen ...
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