Der verschwundene Sherlock
November 8, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 8 °C
Heute sollten wir schon früh anfangen. Das bedeutete also für uns, um 7 Uhr aufstehen und Sherlock im Bad einsperren, sodass wir Alfi ohne Probleme einschließen konnten. Aber so einfach wollte man es uns nicht machten. Alfi einzusperren war in wenigen Minuten erledigt, aber Bernie und Busco waren ebenfalls im Käfig.
Wir entschieden uns dazu, sie dort zu lassen, weil Alfi sonst vermutlich wieder entkommen wäre. Jetzt mussten wir nur noch Sherlock zurück in den Käfig setzen und dann könnten wir mit der Arbeit beginnen.
Aber wie ich oben schon gesagt hab, so einfach wollte man es uns nicht machen (oder war es Toni, die gelangweilt von der Einfachheit dieses Plans war?).
Antonia ließ Sherlock frei. Frei im Sinne von wirklich frei...also so richtig. Bevor irgendjemand wirklich realisierte, was gerade passiert war, sprang Sherlock auch schon von der einen Seite zur anderen.
Da hatten wir nun das Chaos. Mit allen möglichen Techniken versuchten wir den kleinen Hund zu fangen, doch keine Chance. Er verschwand mit Bonnie, der Mutter der Welpen, in Wald - genau das, was wir fürchteten. Amelia hatte uns erzählt, dass sie ihn nicht mehr finden würde, würde er frei herum rennen, und das war unser größter Alptraum!
Allerdings war es bereits 8 Uhr, um 8.30 Uhr sollten wir regulär mit der Arbeit beginnen und zu dritt den Waldweg entlang zu rennen, hätte ihn vermutlich nicht gerade in unsere Arme rennen lassen.
Ich entschied mich alleine zu gehen, während die anderen beiden mit ausmisten begannen.
Wie eine Irre stapfte ich den Waldweg ab, neben mir Watson und Heidi, von denen ich mir die größte Hilfe erhoffte. Wenn Bonnie weiterhin bei dem kleinen Hund war, hatten wir vielleicht eine Chance ihn wiederzufinden. Immerhin kannte Bonnie sich im Wald aus und war zudem nicht nur einiges größer, sondern auch heller als Sherlock. Es war gegen 8.20 Uhr und ich hoffte inständig, dass ich Sherlock bis 8.30 Uhr finden würde, sodass Amelia ihn gar nicht erst vermissen würde. Doch ich fand ihn nicht. Als ich den Weg zur Hälfte abgelaufen war, hörte ich Bonnie Bellen. Sie war also in der Nähe!
Schnellstmöglich versuchte ich die Richtung ausfindig zu machen, aus dem das Bellen kam. Watson und Heidi rannten vor und...fanden Bonnie auf einem nahegelegenen Feld. Und zu unserem Glück:
mit Sherlock!
Ihr könnt mir glauben, die Erleichterung stand mir nicht nur ins Gesicht geschrieben, ich war quasi die Erleichterung in Person, nur musste ich ihn ja noch irgendwie nach Hause bringen. Zu meinem Glück übernahm Watson diese Aufgabe und eskortierte Sherlock zurück zur Scheune, wo Marine ihn dann aufsammelte (wollte eigentlich aufgabelte schreiben, aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie gerade den Stall mit einer Mistgabel ausmisteten, hätte das vielleicht zu Missverständnissen führen können). Kurz bevor Sherlock und Watson in die Scheune rannten, rief mich Amelia an, um zu fragen wo Sherlock war, den ich gerade dadurch wieder aus den Augen verloren hatte. Allerdings war der Empfang so schlecht, dass ich sie nicht hörte und so nicht antworten konnte (war vielleicht besser so).
Mit hochrotem Kopf und außer Atem kam ich bei den Ställen an und half beim Ausmisten. Danach fütterten wir die Pferde, striegelten sie,...
und dann saßen wir endlich auf einem Pferd- also beide je auf einem, Tons auf Sparkles und ich auch Starsky.
Und dann ritten wir los (allen voran Amelia auf Miss Murphy und als Schlusslicht Marine auf Snowflake) den Weg, den ich schon am Morgen abgelaufen war.
Nach einer guten Dreiviertelstunde waren wir wieder da und striegelten und misteten erneut, bevor wir dann eine Pause machen und aus auf eine Bank setzte, um die Sonne zu genießen. Dabei schauten uns die Welpen aus ihrem Gehege zu. Nach und nach wurden sie aber immer aufgeregter bis Nala, die Kleinste, begann sich durch das Gitter zu schlängeln und das in einer Höhe von ca. 50 cm. Also rannten wir zu ihr und ich hielt sie, sodass sie sich nicht verletzen konnte. Marine holte Amelia und gemeinsam mit Tons schlossen wir die Kleinen wieder ein.
Einige Zeit später bot uns Amelia an, uns mit nach unten zu nehmen. Also liefen wir keine Stunde später durch die Straßen Wicklows bzw. über einen Golfplatz, wobei Tons fiel, was sehr lustig für die restlichen Beteiligten war, und fanden uns gegen fünf in einem Pub wieder, wo Marine ihr erstes wahres Guinness kostete und uns eine Runde ausgab. Zwei Guinness oder Baileys später fuhren wir zurück und aßen zu Abend (Kartoffelbrei mit Gemüse und Hühnchen). Danach schauten wir noch einige Videos und schliefen dann erschöpft ein...Read more











Traveler
Cool... :)