• Plünderung und MFK

    November 14, 2019 in Ireland ⋅ 🌙 5 °C

    Der Tag begann eigentlich recht entspannt gegen 10 Uhr, sollte aber um einiges unangenehmer werden. Und zwar durch...
    Regen. Einer unserer größten Widersacher in Irland. Was heißt hier Widersacher? Er ist eben da und wir auch und ab und zu kann man sich eben nicht ausstehen und muss ins Warme rennen (Wahnsinn wie viel "und" man in einen kurzen Satz kloppen kann!).
    Der Regen traf uns jedenfalls in den frühen Mittagsstunden und zwar heftig! Natürlich waren wir darauf vorbereitet (also 2 von 4 Leuten hatten wasserdichte Kleidung an. Tipp: wir waren es nicht...), aber dennoch ist man immer wieder erschüttert, wie schnell und viel es plötzlich regnen kann. Hinzu kommt der eiserne Wind, der einen beinahe wegfegt. Gut, dass Marine und Nina die meisten Pferde von der Weide geholt hatten und wir in der Scheune Schutz finden konnten. Wo wir gerade bei Fegen waren, eine unserer Hauptbeschäftigungen (neben Ausmisten, Füttern und Striegeln) ist Fegen, was unter anderem zu wahrlich seriösen Erschöpfungen führen kann, die einen auf der Stelle ruhen lassen wollen! Und auch an diesem Tag war das keine Ausnahme. Wir sind nun zwar Ausmistprofis und Fegemeister (nach eineinhalb Wochen...), aber erschöpft sind wir dennoch schnell.
    Besonders dann, wenn man ausmistet und dann noch alleine!
    Nach der Mittagspause sollten nämlich zwei von drei (Nina war wieder bei den Hunden) zwei Pferde zur Sandarena führen und sich dort etwas austoben lassen, während der Letzte zurückblieb und die Ställe ausmistete. Und da Marine die meiste Erfahrung mit Pferden hat, war ich es (und später auch Tons), die in der Zwischenzeit die Mistgabel schwenkte (im Kopf hat es sich cooler angehört!).
    Danach zeigte uns Marine, wie man das Futter der Pferde herstellte. Dazu mussten wir in einem Container Trockenfutter in unseren Eimer füllen und diesen dann mit Wasser vermengen. Da der Behälter mit Trockenfutter leer war, musste er nachgefüllt werden. Wir öffneten also eine neue Tüte Trockenfutter und Marine schüttete den Inhalt in den großen Behälter- achtete dabei aber nicht darauf, den Messbecher vorm Umschütten rauszuholen. So kam es, dass ich mit zwei Taschenlampen/Handys über Marine gelehnt stand, während diese in Pferdefutter nach dem Becher kramte.
    Nach der typischen Prozedur (MFK= Misten, Füttern, Kehren) retteten wir uns ins warme Haus und aßen dort Kartoffelbrei (mal wieder...) mit Fleisch und Karotten.
    Leider sättigt das unsere Mägen nicht ansatzweise. Deshalb wurde sich nochmals in die Küche geschlichen, sobald weder Mike noch Amelia in Sicht waren, und die Schoko- und Chipsvorräte minimiert. Das kam einer kleinen Plünderung gleich!
    Dabei schauten wir uns Essensfleyer von Restaurants aus der Gegend an und schwärmten von Pizza und Burger.
    Nach dem Snack blieben wir noch eine Weile im Wohnzimmer vor bzw. neben der Heizung sitzen und beobachteten jede Bewegung Sherlocks (seitdem er mir ans Bein gepinkelt hat, lass ich ihn nicht mehr aus den Augen. Besonders dann nicht mehr, wenn er sich auf meinen Schoß setzt!). Dieser schlief dann auch schließlich auf meiner Hose (und somit auch mir) ein, was auch unser Zeichen war, uns schleunigst in die Betten zu begeben...
    Read more