• Weg zurück

    22. december 2019, Tyskland ⋅ 🌧 7 °C

    Vor diesem Tag graute es mir schon lange, genauso wie er mich erfreute: mein Tag der Abreise. Und zwar nicht aus Dublin zurück zu Julie und den anderen (obwohl mich das dennoch sehr gereizt hätte), nein, diesmal ging es zurück nach Deutschland- zurück nach Hemsbach. Mag für den ein oder anderen jetzt überraschend kommen (war so ja auch geplant), ist aber schon lange geplant. Ich würde mit meinen Eltern zurückfliegen, um an Weihnachten meine Familie zu überraschen (was übrigens exzellent geklappt hat). Nach unserem Frühstück in einem Café und dem Öffnen der drei letzten Türchen (ich weiß, das macht man nicht, aber um euch zu beruhigen...es war in allen drei Schokolade drin) rollten wir also los zum Bus, der uns zum Flughafen fuhr. Die nächsten Stunden verbrachten wir am Flughafen und schauten Videos (meistens von Foil, Arms & Hog), bis ich meine Tasche abgeben konnte und wir ins Flugzeug konnten. Der gesamte Weg - die gesamte Zeit war merkwürdig für mich. Irland jetzt nach so langer Zeit verlassen zu müssen, fühlte sich einfach komisch und schwer an (natürlich regnete es an diesem Tag nicht). Der Flieger startete und die Sonne schien ihre letzten Strahlen für den Tag. Und dann waren wir weg. Auf den Weg zurück nach Deutschland. Ca. zwei Stunden später waren wir auch schon sicher in Frankfurt gelandet (dort regnete es natürlich...) und schon kurz darauf rollte mein Koffer durch die Gänge. Generell schien das alles so unglaublich schnell zu gehen. Weniger schnell war die Umgewöhnung meinerseits. Denn von einer auf die andere Stunde sprachen die Menschen wieder durchgehend deutsch und fuhren auf der falschen Seite (woran ich inzwischen festhalte. Linksverkehr sieht für mich um einiges sinnvoller aus...). Aber auch das war bald schon wieder Alltag.
    Wir fuhren also heim und überlegten uns wie Flocke wohl reagieren würde ("bestimmt gar nicht so freudig, wie wir alle hoffen"). Dabei beschlossen wir ein nicht valides Experiment zu starten mit der Fragestellung "Wie reagiert Flocke?" und den Hypothesen "Flocke wird sich nicht großartig freuen bzw. Sie hat sich mit der Situation Helena-ist-nicht-da abgefunden" und "Flocke freut sich schon etwas".
    Die Durchführung lautet wie folgt:
    Zunächst würden Mama und Papa mit ihrem Gepäck reinkommen und Flocke begrüßen.
    Etwas später würde Papa meine Tasche ins Wohnzimmer tragen und die Reaktion abwarten.
    Dann, als letztes, würde ich aus dem Auto steigen und ins Haus laufen. Während des gesamten Experiments würde Mama filmen.
    Franzi begrüßte ich bereits vor der Tür und dann sah ich endlich das Flöckchen wieder.
    Und nach einer Gesichtsdusche von ihr saß ich dann letztendlich kuschelnd auf ihrer Decke. (Hypothese 3: Flocke freut sich wirklich sehr!“ wurde damit verifiziert)
    Danach gab es endlich richtiges Brot mit Butter und Hühnersuppe und dann ging es auch schon bald schlafen, denn in zwei Tagen ist Heilig Abend und dafür musste noch einiges vorbereitet werden. Um ehrlich zu sein, kann ich es kaum erwarten, meine Familie und Freunde wiederzusehen. Gleichzeitig würde ich aber auch sofort wieder nach Irland fliegen. Aber erstmal wird das wohl nichts. Auch wenn ich ganz genau weiß, ich finde meinen Weg zurück...
    Læs mere