• Tag 11 Praha - Libochovice

    15. september 2025, Tjekkiet ⋅ 🌙 10 °C

    Nach zwei Tagen in Prag war es Zeit geworden weiter zu ziehen. Gut hat es ja gepasst , denn das Wetter war nach zwei Tagen wieder etwas trockener gemeldet. Sonderlich schwer ist mir der Abschied nicht gefallen. Die Stadt ist mir einfach eine Nummer zu groß. Wenn ich die Wahl habe, dann lieber kleine Orte mit vielen Sehenswürdigkeiten, wie Krumau. Für die nächsten Tage war allerdings mehr Landaufenthalt im Norden Böhmens geplant, mit etwas mehr Wander-Anteil.
    Für die diestägige Fahrt sollten die letzten ~60km bis zum Zusammenfluss von Moldau und Elbe absolviert werden. Dann hätte ich meine erste komplette Flusstour geschafft.
    Hinter Prag wird das Tal nochmals eng und die ausgeschriebene Radroute 7 führt mal mehr, mal weniger gut hin zur Mündung. Viele Bikepacker waren hier zu sehen.
    Ab einem bestimmten Punkt durchbricht der Fluss dann das eingeengte Tal.
    Wie in Bedřich Smetanas Komposition zur Moldau fließt sie in ihrem letzten Abschnitt sehr sanft dahin und hat viel von ihrer einstige Kraft weggegeben.
    Auf der weiten grünen Ebene, wie sie an Schleswig-Holstein erinnert, ist weit hinten auf einer Anhöhe bereits Mělník zu erkennen. Auf zwei Übergängen überquert man einmal den Moldau-Kanal, dann die Elbe und nach ~430km Flusskilometern ist es geschafft.
    Laut Internetrecherche bezeichnet man in Tschechien das Mündungsgebiet als Zusammenfluss der beiden Flüsse. Zahlreiche Artikel kann man lesen, warum es seltsam ist, dass die Moldau als längerer, wasserreicherer und historisch gesehen für Böhmen wichtigerer Fluss in die Elbe mündet und nicht anders herum. Fragestellungen wie: Warum liegt Hamburg nicht an der Moldau?

    Ein kurzer Abstecher auf den Weinberg und man hat Richtung Norden einen hervorragenden Weitblick.
    Die nordböhmischen Gebirgszüge mit imposanten Kegelbergen lassen sich schon schwach erkennen. Das ist die Richtung, da geht's hin.
    Regengeladene Wolken queren meinen restlichen Weg nach Libochovice, dass unweit der Hazmburk liegt, ein Wahrzeichen des sogenannten Tschechischen Mittelgebirges.
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