• Tag 3 (Marais-Viertel)

    August 5 in France ⋅ ☁️ 27 °C

    Der (oder das) Marais (deutsch: Sumpf) ist ein Stadtteil von Paris an der Rive Droite.
    Begrenzt wird das Viertel von der Rue Réaumur und der Rue de Bretagne im Norden, dem Boulevard Beaumarchais im Osten, der Seine im Süden und der Rue Beaubourg sowie der Rue du Renard im Westen. Die hier befindliche Sumpflandschaft wurde im 13. Jahrhundert von Angehörigen des Templerordens trockengelegt. Damals befand sich der Marais in einer Randlage außerhalb, heute liegt er im Herzen der Stadt östlich der innerstädtischen Geschäfts- und Regierungsviertel. Da die großen Verkehrsachsen am Marais vorbei und nicht hindurchführen, hat er einen altertümlichen, stellenweise mittelalterlich anmutenden und von der Architektur des 19. Jahrhunderts, die in den meisten Vierteln von Paris überwiegt, unberührtes Aussehen bewahrt. Dies bildet seinen besonderen Reiz und machte das Marais-Viertel, zuvor weitgehend unbeachtet, seit den staatlichen Sanierungsmaßnahmen der 1960er und 1970er Jahre zu einem der „angesagten“ Viertel der französischen Hauptstadt – sowohl für viele Pariser als auch für viele Besucher der Stadt. Noch in der Nachkriegszeit sahen Planungen den Abriss der heruntergekommenen Bausubstanz vor, der schließlich verworfen wurde. So ist der Marais eines der in architektonischer Hinsicht besonders ursprünglich wirkenden Viertel der Stadt. Schon ihre Modernisierung durch Georges-Eugène Haussmann im 19. Jahrhundert hatte er weitgehend unberührt überstanden, sodass noch heute die ältesten und prachtvollsten Hôtels particuliers, d. h. Stadtpaläste des Adels, neben windschiefen Handwerkerhäusern und hohe schmale Mietshäuser neben den Ordensniederlassungen der Tempelritter zu besichtigen sind.Read more