• 15. Tag - Mattighofen - Hocheck 26,5 km

    August 16, 2025 in Austria ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute früh wurden wir von der Familie Feichtenschlager mit einem 5 Sterne Frühstück überrascht. Frühstückseier, frische Brötchen und Butter! Was ein Luxus! Nach einem herzlichen Abschied ging es dann für uns in den Wald. Uns stand ein ganzer Fahrtag durch den Wald bevor.
    Wir hatten ein wenig Bedenken, denn der Reitstall, bei dem wir Quartier machen wollten hatte uns abgesagt weil niemand zuhause war.
    Auf unserer Strecke gab es zwei etwas größere Aufstiege, bei denen alle Passagiere laufen mussten um die Pferde zu entlasten. Bei einem kurzen "Verschnaufs-Halt" für die Pferde hat Tabea einige Pfifferlinge im Moos versteckt gefunden.
    Den ersten Anstieg erreichten wir vor der Mittagspause.
    Kurz darauf fanden wir den "Prügelweg", der uns ein guter Platz für die Mittagsrast zu sein schien. Die Pferde fanden das wohl weniger, denn das viele Grün, das hier wuchs schmeckte wohl nicht sonderlich gut.
    Während der Leberwurstsemmel kam ein Jägersmann vorbei, der unsere Kutsche bewunderte. Ihn interviewten wir direkt, ob er uns mit der Übernachtung helfen kann. Er bemühte sich sehr, kontaktierte seinen Sohn und notierte unsere Nummer, damit er uns Bescheid geben kann.
    In Hocheck angekommen kam auch schon der Anruf, dass der Sohn leider außer einer Wanne Gras nicht helfen kann. Da das leider nicht wirklich hilfreich war, lehnten wir dankend ab und versuchten unser Glück an der Jägerhütte im Wald. Dort war ein Platz mit genügend Futter für die Pferde und wir fingen an, uns einzurichten.
    Während wir gerade unser Abendessen kochten, kam ein Jäger daher gefahren und verwies uns des Platzes. In einer Stunde würden hier 10 Jägersleute kommen und auf Jagd gehen. Dann würde auch scharf geschossen. Wir müssten unbedingt hier weg.
    Also haben wir in Windeseile unsere Habseligkeiten zusammengepackt und die Pferde angespannt. Innerhalb von 15 Minuten waren wir auf dem Rückweg.
    Auf dem vom Jäger angewiesen Pakplatz (O-Ton: "Da steht genügend Gras für die Pferde!" - leider nicht...)
    spannten wir wieder aus und machten ein Stück Wald für die Pferde ein. Außerdem mussten wir Anni rekrutieren, damit sie Heu für die Pferde vorbei bringt, damit die nicht hungern mussten.
    Wir schlugen unser Lager auf und konnten unseren Kochvorgang weiter durchführen. Kürbis-Kartoffelsuppe mit Croutons und Pfifferlingen. Soll nochmal einer sagen, auf Wanderschaft könne man nicht gut essen!
    An unserem Lagerplatz hielt ein Wohnmobil und der Fahrer Werner und seine Kinder Tamara und Armin verweilten auf ein Schwätzchen.
    Die Kinder verstanden sich auf Anhieb so gut, dass Werner beschloss, die Nacht mit uns auf dem Platz zu verbringen.
    Während die Kinder wilde Verfolgungsjagden mit der Taschenlampe veranstalteten, saßen die Erwachsenen gemütlich auf dem Camping-Stühlen und unterhielten sich bei einem Gläschen Wein.
    Als Anni mit dem Heu eintraf, war auch der Abend für die Pferde gerettet und wir alle werden diesen Abend als sehr gelungen in Erinnerung behalten.
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