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  • Day5

    Vorlesung MGU, Moskau

    February 13, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -8 °C

    Sasha, einer meiner beiden Gastgeber der ersten Drei Tage in Moskau ist Dozent an der Uni, die in Russland die meisten jungen Menschen anstreben zu besuchen. Finanzmanagement im 4. Semester doziert er - ein Fach das auch ich im Bachelorstudium beegt habe. Die Studenten sind 19-20 Jahre als, Sasha ist 25. So wie ich.
    Jedenfalls habe ich so die tollte Möglichkeit, mir einmal eine echte Vorlesung der Moscow State Universty anzugucken. Zwar nicht im eindrucksvollen Hauptgebäude, aber im gleichen Komplex nicht weit enfernt. Eine kleine Gruppe, ich sitze in der letzen Reihe und fühle mich an die Vorlesungen in St. Petersburg erinnert. Sasha ist sehr souverän und die Studenten sind aufmerksam und arbeiten mit, in einer respektvollen Atmosphäre, in der die Autoritäten klar verteilt sind. Auffällig ist, dass einige Studierende jede der Skrift Folien vom Bildschirm abfotografieren (siehe Bild). Ein Handout oder Vorlesungsskript scheint es hier nicht zu geben. Nachher werde ich Sasha mal danach fragen.
    Ein weiterer eindrucksvoller Punkt auf meiner Reise - einfach mal zu sehen wie die beste Uni in Russland so ist und dass es eigentlich so wie in Deutschland auch ist.
    Nachtrag: Im Abschluss an die Vorlesung waren wir noch in Sasha's Büro, dass er mit einigen anderen Dozenten teilt und in dem man sich gerne mit Vor- und Vatersnamen anspricht (z. B. "Anna Sergejovna"). Sofort bestand die bis dahin einzige anwesende Kollegin, eine nette Dame im Alter um 60, darauf, dass ich noch einen Tee trinke. Als wir vom Vorhaben berichteten in das Hauptgebäude gehen zu wollen, wurde sofort begonnen zu diskutierenden und mein Spaß wurde zur Anfertigung eines Passierscheins mit Stempel und Unterschrift eingesammelt. Zwar für einen andren Korpus (Campus), aber wer weiß. Von Sasha als "Kollege-Freund aus Deutschland" vorgestellt unterhielt ich mich noch kurz über meine Spezialisierung, Neoliberalismus und die Nonprofit Idee - mit einer jüngeren Kollegin, dessen russisch ich sehr gut verstand. Dieses Wärme und Herzlichkeit ist ganz bemerkenswert und wirklich schön zu erleben. Wenn man sich nur ein bisschen auf die Kultur hier einlässt und ein paar eigene Kulturelle Gewohnheiten abschüttelt oder deren vermeintliche Missachtung toleriert, kann man bald in diese faszinierende Welt eintauchen.
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