• Philipp Palm
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Russland 2017

A 21-day adventure by Philipp Read more
  • Wohnheim Vanja, Moskau

    February 13, 2017 in Russia ⋅ ☁️ -6 °C

    Ein neuer Abschnitt, ein neuer Gastgeber und alter Freund!
    Nachdem es in den ersten 3 Tagen nicht geklappt hat, dass wir uns mit Vanja treffen (siehe geschilderte Planungsungewissheit + die Vorliebe meiner ersten Hosts Unterbauch zu bleiben), bin ich nun bei Vanja im Wohnheim im Norden Moskaus. Dort wohnt er in der Mähe der Metro Station "Prospekt Mira" - Straße der Welt - mit seinem sehr netten Mitbewohner Annik zusammen in einem kleinen gemütlichen Zimmer. Toilette+Bad im Vorraum, von dem aus noch eine Tür zu einem Dreier-Zimmer führt. Für ein Wohnheim ist man also eher im Privaten. Am Anfang eines langen Flures in der obersten, der 12., Etage des Wohnheims hängt ein Schild mit der Nummer 1205 an unserer Tür. Überall Teppiche auf Holzdielen; Nette Tapeten tragen zur warnen Atmosphäre bei. Klar, neu ist hier nichts, für Russland und Moskau ist das aber eines der besten Wohnheime sagen Vanja und Annik. Kann ich mir vorstellen, habe ich doch schon in St. Petersburg ein Wohnheim(-zimmer) der Polytechnischen Uni erlebt. Stichwort nackter Betonboden.
    Die Gemeinschaftsküche am Ende des Gangs wird meinem Gefühl nach nur genutzt um heißes Wasser für den Чай - Tee - genutzt. Denn, es gibt auch hier eine Stalovaya (Mensa), die von morgens bis um 22h mit diversen Salaten (auch das ist eine tolle Russische Kultur-Eigenschaft), warme Gerichte und weichen Brötchen aufwartet. Wie lassen sie nicht warten und gegen essen.
    Im Anschluss spielt Annik Gitarre, wir singen mit und können uns quasi Lieder wünschen - was für ein Start!

    Ah, das Wichtigste: Man kann den Fernsehturm von hier sehen! ;-)
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  • Fernsehturm Ostankino, Besucherzentrum

    February 14, 2017 in Russia ⋅ 🌬 1 °C

    Wegen starken Windes ist der Turm zurzeit gesperrt. Nicht dass er gleich umkippen würde, aber die Aufzüge funktionierten bei der Windstärke (Google: 26 m/s) nicht, so die Administratoren. Auf Nachfrage ob ich nicht die Treppe nutzen könne, gab es ein Lachen oder auch ein "das ist verboten". Es sind übrigens ca. 1.700 Stufen, also 3x die Stufen des Kölner Doms. Wär ich doch mir links gelaufen ;)
    Ein wenig in den nächsten Footprint übergehend, hier auch schon ein paar Fotos mit Ostankino Fernsehturm, die beim Spazierengehen entstanden sind. "Wohnen und Spielen im Schatten des höchsten Bauwerks Europas". Natürlich ganz normal für alle hier. Die Verkäuferin eines kleinen Späti-artigen Продуктиs zeigte sich darauf angesprochen jedenfalls wenig beeindruckt. Ich war noch in der Faszinations-Phase.
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  • Kosmos Monument, Moskau

    February 14, 2017 in Russia ⋅ 🌬 2 °C

    Nach ungefähr einer Stunde Warten im Besucherzentrum habe ich mich dann auf einen Spaziergang gemacht. Das Wetter schlug immer wieder um, letztendlich hab es aber viel Sonne und ich hab auf dem Weg zum Monument ein paar ruhige Straßen genommen, die gleich hinter der Hauptstraße liegen, wo aber der Stress abnimmt und das Leben der Leute beginnt. Das ist für mich immer mit das Schönste zu sehen und erleben. Nach dem Ausflug hinter die Fassaden der Ostankinoer Hauptstraße kehre ich dorthin zurück und orientiere mich in Richtung des Zackens, der irgendwo aus dem Boden ragt. Cool diese ganzen sowietisch- und kommunistisch anmutenden Monumente. Cool zum angucken und für das Gefühl für den Touristen. Gleichzeitig versetzt es mich gedanklich in eine Welt, in der ich nicht hätte leben wollen, glaub ich. Auch das ist ein spezielles Gefühl.
    Auf der Such nach der perfekten Perspektive bin ich nicht nur fündig geworden, sondern auch in das (früher definitiv) prestigeträchtige Hotel Kosmos gestolpert, ein riesiges Halbrund, dessen Panorama Restaurant leider nur für Bewohner nutzbar ist. Ansonsten hat die ebenfalls riesige Eingangshalle alles, was der Touri braucht, Cafés, Souvenir Shops, Restaurants, dies und das und vor allem eine krasse Disneyland Atmosphäre. Ich betrachte das ganze nur von außen und weiß dass es arrogant ist, im Kopf alles nur von außen zu betrachten und die Leute zu beurteilen, die hier ernsthaft wohnen. Trotzdem mach ich hier kurz Pause und gucke wie ich weiter zurück Richtung Vanja komme, nutze die Rampe für meinen Perspektiv-Schnappschuss und dann schnell weiter.
    Auf dem weiteren Weg kann ich sogar einem Passanten die Richtung weisen, ich bin in Moskau angekommen ;-)
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  • МЯУ КОФЕ - Meow Coffee, Prospekt Mira

    February 14, 2017 in Russia ⋅ 🌬 2 °C

    Kurz bevor ich nach meinem Spaziergang den Bus nahm, hab ich ganz zufällig ein super kleines und süßes Café gefunden: Miau Café. Ganz unscheinbar gelegen und ein Glücksfund. Aus einem Kaffe wurde ein nettes Gespräch mir einer Bewohnerin der Straße (wieder Prospekt Mira), Maria, die mir dies und das erzählte, sich wieder über Uni und Wirtschaft, und dass der Blick aus ihrem Fenster auf mein... äh den Fernsehturm natürlich nichts besonderes sei. Ihre Verabredung kam dazu, ein Junge in meinem Alter, der ebenfalls Wirtschaft studiert hat. Ist sehr schön einfach mal mit Leuten zu sprechen. Vor allem in Russland befürchte ich immer dass Leute darauf komisch reagieren könnten, aber das hat einfach gepasst.Read more

  • Европейский, москва

    February 14, 2017 in Russia ⋅ 🌬 1 °C

    Kurzer Stopp in einer Mall, um einen euen Schal für mich zu finden. Den alten habe ich nicht etwa verloren, Sasha und Jenya lieben ihr aber scheinbar so sehr, dass sie sich ihn als Geschenkt gewünscht haben :-D Shopping unter Zeitdruck und auf Schal-komm-raus ist nichts für mich. Fündig geworden bin ich trotzdem.
    Außerdem noch ein paar Bilder aus der Metrostation.
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  • Bar 19 Atmosphere, Moskau

    February 14, 2017 in Russia ⋅ 🌬 0 °C

    Mein letzter Abend, Vanya und ich warten bei Pizza und Bier auf Jenya und Sasha. Die kommen auch irgendwann, es stellt sich aber sofort hinaus, dass wir zu viert in der Zusammensezung nicht zu viel Spaß haben würden. Deswegen bleiben Vanya und ich auch nicht so lange und nutzen die Gelegenheit dafür, wozu der Abend gedacht ist. Und zu verabschieden.
    Ich komme trotzdem sehr gerne wieder!
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  • 337 m, Fernsehturm Ostankino Moskau

    February 15, 2017 in Russia ⋅ 🌬 -2 °C

    Kaum zu glauben, heute hab ich es geschafft! Ich habe so viel über den Fernsehturm gelesen, geträumt und mir ausgemalt und nun bin ich da. Für 150 Rubel - ca. 2,50€ geht's für mich Studenten erst durch Sicherheitskontrollen und Schleusen und dann aufwärts auf 337 m zur Aussichtsplattform. Das Wetter ist super, es ist sehr viel zu sehen und an einer Stelle gibt es einen Glasboden. Da der Ring mit der Besucherplattform breiter ist als der Turmkern, kann man dadurch bis auf den Boden gucken - am Anfang ein sehr komischen dann aber ganz normales Gefühl. Nachdem der Turm 2000 fast ganz ausgebrannt ist besteht wohl kein Anlass zur Sorge ;-)
    Ich Video-telefoniere mit Mama, genehmige mir im Café ein paar Meter weiter untern einen gezapften Kwas und nen Kaffee und genieße ganz entspannt die Aussicht und den Service, dass man hier automatisch weitergedreht wird und so den Perspektivwechsel inklusive bekommt.
    Nach dem ersten Eindruck gestern was das heute die Kür und sehr schön dass es geklappt hat und noch dazu so gut. Als Schnee aufkommt und die Flocken vor dem Fester in 337 m Höhe tanzen, mache ich mich auf den Rückweg. Schließlich geht's gleich mit dem Zug nach Nischni Nowgorod!
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  • Кофе Провод :) Moskau

    February 15, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -1 °C

    Mit gepacktem Koffer und Rucksack bekomme ich in einem Kaffee in der nähe des Kurskaya Vokzals (Bahnhof) einen besten Abschied aus Moskau. Das Café hatte ich am Vorabend zufällig gesehen und für den Abschied ausgesucht. Wir waren die einzigen Gäste und ich war natürlich gut aufgelegt. Obwohl zentral, doch sehr versteckt ist in so einen süßen Café sicher nicht so viel los, also fragte ich die Bedienung wie denn wohl die Stoffkatze heiße. Aus dem grauen Alltag auszubrechen stößt auch in Moskau auf freudige Gesichter, und so kamen wir auf einen lustigen Namen, den die junnge Dame gleich notierte und mitspielte. Mit lustigem Russisch hat man es als Ausländer bestimmt auch leichter mit sowas als als Einheimischer, aber solche Sachen zeigen mir immer wieder, dass eine gewisse Spielkindlichkeit im Alltag allen mehr als gut tut und man diese Eigenschaft wahren muss.Read more

  • Стриж Zugfahrt Halbzeit

    February 15, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -4 °C

    Schöne Ausblicke auf der Fahrt, insbesondere auf kleine, bunte Häuser, die eher nicht mir Russland in Verbindung gebracht werden, denke ich. Ich hatte das jedenfalls nicht so auf dem Schrim. Mit meiner online platzgenau gebuchten digitalen Fahrkarte habe ich das Gefühl sehr modern und komfortabel zu reisen. Könnte ich mir vorstellen öfter zu machen.Read more

  • Zuhause bei Katya, Nischni Nowgorod

    February 15, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -6 °C

    Mit Kristina fahre ich per online bestelltem Privattaxi zu meiner Gastgeberin Katya von dem einen Teil der Stadt über den Fluss Oka in den andere Teil. Das habe ich bis jetzt schon sehr oft erlebt, es werden unter den jungen Leuten scheinbar kaum noch klassische Taxis genutzt.
    Katya ist sehr nett, lacht viel und ist mir ab dem ersten Moment sympatisch. Sie ist vor ein paar Monaten hier eingezogen und wohnt nun mit ihrer Mitbewohnerin in der großen, hellen und sehr modernen Wohnung. Sie ist ein sehr aufgeschlossener, intelligenter und positiv forscher Mensch und kann mit ihrem Lachen jegliche Situation lösen. Ich bin schon wieder gerührt, was für einen schönen Start in Nischni Nowgorod ich erlebe. Kristina ist über zwei Freunde mit Katya verbunden Die beiden kennen sich nicht, verstehen sich aber blendend. Zu Tee, Kuchen, ein paar Mitbringseln und meinem deutschen Bier kommt auch bald Katyas Freundin Asya dazu, gefolgt von der Mitbewohnerin, Anya. Alle sind ein wening alternativ und machen das was sie wollen, ohne sich von möglichen anderne Meinungen beirren zu lassen, habe ich das Gefühl. Es ist schwierig zu beschreiben und nicht möglich zu sagen, was mit an ihnen so gefällt, aber ich erlebe es für mich und das ist das wichtigste. Man kann halt den Großteil nicht durch Schreiben rüberbringen.
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  • Wolga Seilbahn Station, Bor - Russia

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ☀️ -5 °C

    Jetzt geht das Programm richtig los. Eine weiterer meiner Wünsche für Russland hat sich erfüllt: ich bin zusammen mit Kristina mit der ca. 3.600m langen Seitbahn über die Wolga in die Nachbarstadt Bor gefahren. Die Seilbahn dient zur Entlastung der Brücken(n), die außerhalb der Stadt liegen und zum Berufsverkehr immer verstopft sind. Viele Bewohner Nischni Nowgorods fahren morgens zur Arbeit nach Bor, z. B. ins Glaswerk, oder anders herum nach Nischni.
    Die beiden höchsten Pfeiler sind mit 84m Höhe echt beeindruckend. Bestimmt noch krasser, wenn die Wolga nicht gefrohren ist.
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  • Kirche Sergij Radonezhskij, Bor

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ☀️ -5 °C

    Bor ist eine ganz schöne, übersichtliche Stadt, die durch ihre vielen kleinen, alten, bunten Holzhäuser besticht. Für Touristen scheint es nicht viele klassische Anlaufmöglichkeiten zu geben, wohl auch weil es kaum Touristen gibt. Ein Spaziergang lohnt sich aber allemale, einfach zu sehen wie es in Bor so ist, ist erkenntnisreich und macht Spaß. Sonne und viel Schnee sind schonmal ein Gute-Laune-Garant. Wir finden und besuchen eine der Kirchen und erleben sogar einen orthodoxen Gottesdienst mit.Read more

  • Stadt Bor - Russia

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ☀️ -5 °C

    Der Besuch in Bor ist ein voller Erfolg. Einen Eindruck von einer fremden Stadt, die vermeindlich nicht viel zu bietet hat, hat für ich immer viel zu bieten. Die Seilbahn ist mittags planmäßig zu Wartungsarbeiten geschlossen, also haben wir eh Zeit. Einfach ein bisschen herumstöbern, Leute beobachten, die Seele baumenln lassen und ganz neben bei ein Gefühl für die Stadt bekommen. Lecker essen, privet Lenin und weiter geht's.Read more

  • Running Free auf der Wolga, Bor - Russia

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -4 °C

    Bevor das Museum über die Geschichte von Stadt und Region öffnet, nutzen wie Sonne, Schnee und die Weiten der zugefrohrenen Wolga dazu, mal ein bisschen durchzudrehen und loszurennen. Ich jedenfalls. Das tut genau so gut wie es anstrangend ist. Sehr! Danach dann noch ne Runde im Schnee erholen und die Sonnen sowie den Moment genießen. Es gibt grade so viele Momente in denen ich erst realisieren muss, dass ich das alles wirklcih erlebe und ich tatsächlich so glücklich bin das alles zu habe.Read more

  • Museum für Stadt- und Regionalgeschichte

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -4 °C

    Das kleine aber feine Museum bietet neben dem Haus, in dem es ansässig ist, eine schöne Sammlung über die Geschichte der Region mit Originalstücken auf Zeiten vor mehreren Jahrhunderten und eine Ausstellung zum II. Weltkrieg, über die neuere Zeit und Tierexponate. Obwohl hier nur recht kurz bedacht war der Besuch und auch die Bekanntschaft mit dem äußerst freundlichen und zuvorkommenden Personal sehr lohnenswert.
    Übrigens auch einer der vielen Orte, an dem man sich gegenseitig mitunter sehr laut mit Vornamen und Vateranamen ruft. Ich find das total schön und traditionell!
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  • Zuhause bei Kristina, Nischni Nowgorod

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -6 °C

    Ich bin bei Kristinas Familie zum Essen eingeladen. Kristinas Oma und Mutter haben den Besuch wohl schon mit Spannung erwartet und haben alles sehr schön hergerichtet. Die Wohnung ist sehr warm gestaltet und mi sehr viel Textil gehalten. Teppiche an der Wand und auf dem Boden, wie es in Russland vielerorts so ist. Es gibt kurz frittierte Kartoffelstücke, selber gesammelte und eingelegte Pilze, Gurken und Fisch, bevor es Blini mit saurer Sahne und Honig gibt. Die Stimmung ist vornehm aber sehr locker und gut, ich kann das meiste gut verstehen und auch sorechen, also kein Kommunilationsprobleme. Die beiden sind natürlich sehr nett und wir haben eine gute (und leckere Zeit). Kristinas Oma zeigt mir die Aussicht vom Balkon, erzähl ein bisschen über die Gegend und betont, dass ich doch bitte noch ein paar Blinis essen soll. Würde ich auch gerne, ich bin aber voll!
    Ich freue mich sehr dass ich mal gesehen habe wie eine gute Freundin, die in aus Berlin schon lange kenne, davor gewohnt hat und wer ihre Familie ist. Kristina ist immer gut drauf und sehr motiviert und freudig bei Unternehmungen. Es ist toll so eine Begleitug zu haben, das verändert die ganze Sicht auf die Stadt und das Erlebte :-)
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  • Park Kulturij Area, Nischni Nowgorod

    February 16, 2017 in Russia ⋅ ⛅ -17 °C

    Leider musste ich Katya heute schon (in dem Stadtteil an der letzten Metro Station) verabschieden. Sie überlässt mir zwar für die letzten drei Nächte ihr Zimmer, ich hätte aber lieber noch mehr Zeit mit ihr gehabt. Wir könnten uns so gut unterhalten, Witze machen und ich hab das Gefühl, dass sie schon in nur einem Tag eine Freundin geworden ist, die ich vermissen werde.
    Ich freue mich dass sie nach Island fliegen und da tolle Eindrücke sammeln wird. Und dass sie öfter mal in Berlin ist, wo sie für ihre Organisation zur Freiwilligen-Koordination (wie in vielen anderen Ländern der Welt) Freunde und Partner besucht.
    Doswidanie, auf Wiedersehen!
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  • Platz Gorkova, Nischni Nowgorod

    February 16, 2017 in Russia ⋅ 🌙 -20 °C

    Auf dem Rückweg lerne ich dann die Tücken der Nischni Nowgoroder Metro kennen, die von einer Linie auf die andere springt. Hätte man ja mal auf deutsch durchsagen können ;-) Ich bin aber sehr entspannt und mach mir keinen Stress. Stattdessen gucke ich mir noch den Gorki Platz an, mit der großen Statue des berühmten Sohns der Stadt. Auf dem knapp 30 minütigen Heimweg spüre ich zwar die Kälte, bin dann aber doch überrascht dass es -16° sind. Da hab ich wohl gute Kleidung dabei.
    Nun gilt es noch eine Hausarbeit zu schreiben, die ich mir ein wenig aufgehoben hab. Aber pssst schon, Katyas Schreibtisch ist sehr einladend.
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  • Samowar-Museum, Gorodetz

    February 17, 2017 in Russia ⋅ 🌬 -5 °C

    Heute ging es nach Gorodez, eine kleinere Stadt ca. 50 km von Nischni entfernt. Mit Kristinas Schwester Schwester und ihrem Sohn Jaroslaw ging es mit dem
    Auto auf die eineinhalbstündige Fahrt in die Stadt, die bereits vor Nischni Nowgorod existierte, und von der von der es seinen Namen hat: "Untere neue Stadt". In Sowjetueiten allerdings hieß Nischni "Gorki", nach dem berühmten Schriftsteller und Sohn der Partnerstadt Essens. Aber ich wollte ja über Gorodez schreiben. Auf dem Plan: Samowar Museum und Eisbaden.
    Die Stadt besteht im Zentrum beinahe ausschließlich aus wunderschönen alten Holzhäusern, wie es sie auch in Nischni gibt. Hier sind sie zumeist in deutlich besseren Zustand. Menschen leben darin, ich stelle mir einen romantischen Traum vor, aber so leicht ist vielleicht gar nicht. Jedenfalls sind die Straßen wunderschön und wieder einmal lerne ich Neues über Russland. Eben nicht nur Plattenbauten und sozialistische Stadtbilder.
    Vom Samowarmuseum erwarte ich nichts, da ich zum Samowar als Gegenstand eine ähnlich Beziehung habe wie zu Türen, Stühlen oder Besteck ;-) Trotzdem, mal gucken. In dem ebenfalls sehr schönen alten Haus hat sich bereits eine Gruppe mit Führerin auf den Weg durch die 3 Räume des Museums gemacht. Die Samorwarbilderklärerin ist begeistert. Es scheint sie sieht die Ausstellungsstücke selber zum erste mal, obwohl sie natürlich zu jedem Samowar etwas erzählen kann. Für Insider: Ich fühle mich ein wenig an den Spreewald erinnert, "Der Postkahn...".
    Nun aber mal im Ernst. Ich hab hier erst gelernt dass der Samowar in Russland eine sehr lange und wichtige Geschichte hat und stark in der Kultur verwurzelt ist. Ich habe gelernt wie so ein Gerät überhaupt funktioniert und welche Varianten es gibt. Außerdem ist es interessant einfach unzählige Varianten in Design, Funktion und Zeit zu sehen. Mein Favorit war aber ein Gerät zum Zucker Greifen, das mir den Stellenwert des Tee-Trinkens in Russland nochmal verdeutlicht hat (siehe Foto). Ein "lustiger" Besuch von dem ich nichts erwartet hatte, aber einiges gelernt und auch geschmunzelt habe.
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