Fahrt nach Ri Yubu
17. november 2025, Sydsudan ⋅ ☀️ 31 °C
CM - Mir ist jetzt kein Land bekannt, in dem man sich zweimal bei der Immigration registrieren muss, aber im Südsudan ist das Pflicht. Also sind Franz und ich als Sozius mit Ben und Andrew auf dem Motorrad nach Source Yubu gefahren - bei google maps Ri Yubu. Wie schon mal erwähnt, erlaubt ein kleines Motorrad, am besten geländegängig, ein schnelleres Fortkommen als mit dem Auto. Wieder erwarten fahren wir sogar mit Helm. Von Ave Maria geht es die Dorfstraße hinunter und dann Richtung Westen. Wir passieren bald ein großes Lager an IDP's - internally displaced person, also Binnenflüchtlinge. Ich gehe in diesem Artikel noch nicht auf die Tragödie ein. Follower die dem Förderverein Neue Wege e.V. verbunden sind, kennen aber die Geschichten, die sich hier schon zweimal abgespielt hatten und sich vielleicht demnächst wiederholen können (foerderverein-neuewege.de)
Unsere Fahrer nehmen wirklich Rücksicht auf die ältere Herrschaft, die sie auf dem Rücksitz haben, und fahren sehr gemäßigt die Umfahrungen, durch kleine Bachläufe und über Stock und Stein. Im Bach baden Kinder und Frauen waschen Wäsche. Wir passieren kleine Dörfer mit netten Rund- oder Eckhütten und den typischen Schilfdächern. Nach vielleicht 15 Minuten werden die Häuser mehr also müssen wir in Source Yubu sein. Ein Ortsschild findet man nicht, höchsten als Beschriftung auf offiziellen Gebäuden.
Wir durchfahren das Dorf und kommen dann an die Zollstation bzw. das Immigrationsbüro. Wir geben Ben unsere Pässe und warten vor dem Büro. Soldaten passieren den Weg, als mehr möchte ich ihn nicht bezeichnen. Aber der Weg ist wirklich die einzige Straße, die vom Südsudan in die Zentralafrikanische Republik führt. Dabei ist die gemeinsame Grenze tatsächlich 1055km lang!! Wenn wir hier noch 1,5km weiterfahren, dann wären wir in der Zentralafrikanischen Republik.
Ben regelt das formelle mit dem Grenzbeamten, der sich sicher freut, zwei Weisse registrieren zu können. Diese haben Geld, also kostet der notwendige Stempel nochmals umgerechnet 29€ zur schon üppigen Visagebühr. Danach werden wir ein paar Meter weiter zur Polizeistation geschickt wo wir uns nochmals lokal für den Bezirk anmelden sollten. Zuerst will der Beamte nochmals zusammen ca. 29€ abdrücken. Hier streiken wir aber. Er geht noch um 25% herunter aber Ben meint, wenn die Gebühr gerechtfertigt ist, dann soll er in die Pfarrei kommen und dort den Betrag kassieren und wir fahren weiter. Vermutlich ist damit die Angelegenheit erledigt. Am Markt, der heute recht verwaist aussieht, muss Ben noch Gebäck einkaufen. Da nur Sonntag und Donnerstag großer Markt ist, muss er etwas suchen, bis er noch eine Verkäuferin findet, die das gewünschte Schmalzgebäck hat.
Dann geht es den gleichen Weg wieder zurück.Læs mere









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