• Jüdisches Viertel Teil 1: Geschichte

    August 15, 2025 in Hungary ☀️ 35 °C

    Heute machten wir einen Abstecher in die Geschichte und Welt des Judentums.
    Wir lernten, dass es drei Richtungen gibt: Die Neologen, "klassische" und Orthodoxen. Jede hat auch eine eigene Synagoge im jüdischen Viertel. Die größte, mit 3000 Sitzplätzen in Europa gehört den Neologen. Für den Gottesdienst wird jedoch gerade im Winter die angrenzende Heldensynagoge genutzt. Die größte Synagoge steht übrigens in New York. Zur Synagoge gehört noch das jüdische Museum, dass mit vielen Gegenständen der Alltag der Juden näherbringt. Im Innenhof befinden sich Massengräber aus der Zeit des Ghettos im 2. Weltkrieg. Diese werden normalerweise nicht in der Nähe der Synagoge bestattet, da Leichen als unrein gelten. Da sie jedoch nicht aus dem Ghetto auf den Friedhof bringen konnte, wurde dieser Garten zur letzten Ruhestätte umgewandelt. Von vielen Toten, die an Hunger oder Krankheit starben, ist die Identität nicht bekannt. Hinter der Synagoge gibt es den Gedenkbaum. Auf den Blättern sind Namen von Juden, die den Nazis zum Opfer fielen graviert. Man spricht von rund 600'000 Opfern, 3/4 aller Juden in Ungarn. Blätter gibt es nur von denen, deren Nachkommen ein Blatt gravieren ließen.
    Ein weiteres Gedenkmahl wurde am Ufer der Donau, in der Nähe des Parlaments, errichtet: Die gusseisernen Schuhe, die an die Juden erinnern, die am Ufer der Donau erschossen und in den Fluss gestoßen wurden.
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