• Kurische Nehrung

    10 de setembro de 2025, Lituânia ⋅ 🌬 21 °C

    Juhu – der erste „richtige“ Fahrradtag stand an!

    Von Klaipėda ging es morgens zunächst mit der Fahrrad- und Fußgängerfähre in nur fünf Minuten hinüber auf die Kurische Nehrung. Dort begann ein neu angelegter, weit entfernt vom Straßenverkehr verlaufender Radweg, der sich über 56 Kilometer bis nach Nida zieht.

    Die Kurische Nehrung ist ein schmaler, faszinierender Landstreifen zwischen Ostsee und Haff. Auf rund 98 Kilometern Länge erstreckt sie sich von Klaipėda im Norden bis nach Malinovka im Süden, mal nur wenige hundert Meter, mal mehrere Kilometer breit. Einer Legende nach wurde die Nehrung von der Riesin Neringa erschaffen – und tatsächlich wirkt diese Landschaft an vielen Stellen fast unwirklich.

    Geprägt wird die Region von ausgedehnten Kiefern- und Birkenwäldern, dem Haff und vor allem den beeindruckenden Dünen, die teilweise bis zu 61 Meter hoch aufragen. Nachdem jahrhundertelanger Holzschlag, Überweidung und Schiffbau die Landschaft stark verändert hatten, begann man im 19. Jahrhundert mit aufwendigen Schutzmaßnahmen zur Sicherung der Dünen. Bis heute gilt dieses Dünenmanagement als vorbildlich und prägt das Landschaftsbild nachhaltig.

    Die außergewöhnliche Natur und die geschützte Lage machen die Kurische Nehrung heute zu einem echten Naturparadies – nicht ohne Grund gehört sie seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe.

    Unser Tagesziel war Nida, der Hauptort der Nehrung. Nach einem großartigen ersten Radtag ließen wir den Abend entspannt ausklingen – natürlich bei leckerem litauischem Essen.
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