• Von Klaipeda nach Kiel

    September 24, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir haben auf der Fähre gut geschlafen – und morgens strahlte uns bereits die Sonne entgegen. Den Tag an Bord verbrachten wir entspannt mit Essen, Karten spielen und Sonnenbaden, bevor wir pünktlich um 17:30 Uhr in Kiel anlegten.

    Ganz so einfach war das Verlassen des Schiffes allerdings nicht. Zunächst mussten wir warten, bis unsere Fahrräder nicht mehr von einem LKW blockiert wurden. Danach hieß es erneut Geduld haben: Erst als der Shuttlebus für die Fußgänger bereitstand – gleichzeitig unser Begleitschutz – durften wir hinter ihm her vom Hafengelände radeln.

    Das waren allerdings nur die kleinen Verzögerungen des Tages.
    Das größere Problem zeigte sich auf dem Parkplatz: Michaels Auto sprang nicht mehr an – Batterie leer. Natürlich hatte niemand von uns ein Starthilfekabel dabei, und der ADAC kündigte eine Wartezeit von rund zwei Stunden an.

    Also setzte sich Michael wieder aufs Rad und klapperte zwei Tankstellen und sogar einen Aldi ab – ohne Erfolg. Kein Starthilfekabel weit und breit.

    Gerade als Petra und Wolfgang sich verabschiedet hatten und Michael und Dagmar sich langsam mit ihrem Warteschicksal arrangierten, parkte eine ältere Dame direkt neben uns. Und tatsächlich: Sie hatte ein Starthilfekabel dabei.

    Juhu!

    Die Starthilfe durch den Delfino dauerte keine Minute – und gegen 19 Uhr konnten schließlich alle losfahren. Michael und Dagmar erreichten Köln trotz vorsichtiger Fahrt und aller Pausen bei laufendem Motor schließlich gegen 0:45 Uhr wohlbehalten.

    Damit endet nun leider unser spannender, abwechslungsreicher und manchmal auch abenteuerlicher Fahrradurlaub zu viert durch Litauen.

    Oder vielleicht doch noch nicht ganz.
    Angesichts des sintflutartigen Regens zuhause in Trier beschlossen wir kurzerhand, noch ein wenig an der sonnigen Ostsee zu bleiben – Ziel geändert: Boltenhagen.
    Allerdings diesmal nicht im Delfino. Dafür sind die Nächte inzwischen einfach zu kalt geworden.
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