• Abflug in den Frühling

    12. januar, Marokko ⋅ ☀️ 20 °C

    Unsere Reise beginnt früh morgens, viel zu früh. Mit ganz kleinen Augen packen wir die letzten Details zusammen, bringen Fibi nach Hilzingen und düsen nach Stuttgart. >2h später, dank Stau, verpassen wir haarscharf unseren Bus, weswegen uns Uschi zum Flughafen fahren muss. Nur damit wir dort nochmal 2,5h warten - unser Flieger hat leider Verspätung.

    Am Gate treffen wir auf Romans Tante Gabi, die den gleichen Flug nach Marrakesch nimmt. Was für ein Zufall! Und nach ereignislosen, weiteren 4 Stunden senkt sich unser Flieger und wir betreten Afrika. (Jans erstes Mal) Sofort begrüßen uns sonnengetränkte, warme Luft, blauer Himmel und riesige Palmen und Kakteen.

    Ein Taxi bringt uns in die quirlige, unübersichtliche Medina von Marrakesh. Unser Riad liegt in einer heruntergekommenen Seitenstraße, von außen wirklich alles andere als einladend. Aber hinter einer schlichten, breiten Holztür verbirgt sich ein kleines Paradies. Riad = Licht, ist ein typisches, marokkanisches Haus, gebaut um einen Innenhof mit kleinem Garten und typischerweise Brunnen, in unserem Fall ein kleiner Pool. Die Zimmer und alle Fenster sind gen Innenhof gerichtet, auf dem Dach unseres Riads thront eine romantische Dachterrasse mit Blick über die Stadt. Einfach schön!

    Wir halten uns nicht lang auf, denn wir wollen die letzten Sonnenstunden des Tages für ein paar Besorgungen nutzen. Wir brauchen Geld - klar - eine Sim-Karte, Wasser und Abendessen. Dabei bemerken wir, dass wir tatsächlich mitten im Zentrum von Marrakesh gelandet sind. Um unser Riad herum herrscht lautes, aufgeregtes Treiben. Unser Weg führt uns auf den riesigen Platz namens Jemaa el-Fnaa - ein Overload für die Sinne: Neben bunten Markt- und Essensständen werden Haare geflochten, Dienstleistungen in alle Richtungen geboten, Schlangen beschworen und Affen, Pfauen, ja sogar Meerschweinchen für Fotos gequält. Kaum auszuhalten, wie die Tiere hier ausgebeutet und behandelt werden. Schnell weiter!

    Wir sind mit allem erfolgreich, essen unsere erste Tajine, Schmorgericht, und Gemüse mit Couscous und lassen uns weiter in die Souks, Marktviertel, der Altstadt ziehen. Mittlerweile ist es stockdunkel aber trotzdem ist einfach so viel los. Irgendwann ist es uns genug und wir ziehen uns ins Riad zurück. Gute Nacht Marrakesh, wir sind gespannt dich morgen bei Tag weiter zu erkunden.
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