• Grenzgänger

    Jan 10–12 in Argentina ⋅ ⛅ 27 °C

    Am 10.1 haben wir dann von Pablo unserem Cousin bescheid bekommen das es bis jetzt noch gut aussieht und das die Route offen sein sollte nach Argentinien. Also haben wir uns schnell ready gemacht um die Grenze zu überqueren.

    Der Grenzübergang ging relativ schnell und unkompliziert. Als wir dann ca. 10min von der Grenze entfernt waren hat Dani auf den Papieren bemerkt das sie uns keinen Einreisestempel gegeben haben welcher dann bei der Ausreise zu Problemen geführt hätte also mussten wir wieder alles zurück um den Einreisestempel zu bekommen.

    Danach ging die Fahrt grundsätzlich ruhig weiter bis wir dann irgendwann nach 3h Fahrt bemerkten wie die Luft immer nebliger und stickiger wurde. Bald wurden wir dann von der Polizei aufgehalten und die haben uns mitgeteilt das unsere Route vor kurzem gesperrt wurde da das Feuer nun von beiden Seiten her kam und die Weiterfahrt dort zu gefährlich gewesen wäre. Wir waren an diesem Punkt nur noch 30min von unserere Familie entfernt.

    Wir haben mit Pablo telefoniert und er hatte uns dann mitgeteilt das es ihnen allnen gut gehe, sie das Feuer aber von ihrem Garten aus gut sehen konnten.

    Wir mussten eine Kriesensitzung halten um zu besprechen wie wir nun weitermachen möchten. Sollen wir hier warten und hoffen das bald wieder eine Route geöffnet wird oder sollten wir wieder den selber Weg zurück fahren um nichts zu riskieren? Wir waren uns überhaupt nicht sicher, was wir machen sollten. Denn Dani hätte eigentlich am Dienstag/Mittwoch spätestens wieder in Santiago sein müssen wegen ihrem neuen Job.

    Wir haben dann nach langem hin und her beschlossen abzuwarten. Nach ca. 3h warten bekamen wir die Info das die längere Route zu unserer Familie geöffnet wurde. Wir haben uns dann sofort auf den Weg gemacht.

    Das Abenteuer hat uns natürlich nicht im Stich gelassen und so haben wir dann durch die schlechte Strasse noch eine platten Reifen kassiert. Die Polizei am Checkpoint hat uns dann darauf aufmerksam gemacht. Wir haben dann mitten auf der Strasse den Reifen gewechselt. Zum glück hatte Andrés übung drin weil ihnen das vor ca einem Jahr auch schon passiert ist.

    Nach dem Reifenwechsel sind wir weiter zur nächsten Garage und haben den kaputten Reifen reparieren lassen damit wir wieder einen Ersatzreifen hatten.

    Wir sind dann irgendwann um 21:00 Uhr in El Bolsón bei unsere Familie angekommen.

    Es war ein sehr emotionaler Moment da ich meinen Onkel das erste mal gesehen habe und er hat sich riiiiesig gefreut mich zu sehen. Er meinte er hätte niemals gedacht das jemand von der Familie seiner Schwester ihn in Argentinien besuchen würde. Wir haben lecker Pizza gegessen und sind dann bald schlafen gegangen.

    Da wir erst so spät angekommen sind haben wir beschlossen zwei Nächte dort zu verbringen und bisschen zu entspannen nach all diesen Erlebnissen.

    Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug an den See gemacht und Pablo hat uns noch bisschen rumgeführt. An diesem Tag kam dann zum Glück noch der Regen, welcher absolut notwendig war um das Feuer zu löschen. Leider war der Regen nur sehr kurz aber er war auf jeden Fall sehr hilfreich.

    Ich muss wirklich sagen, diese Tage waren die krassesten mit dem ganzen Feuer und platten Reifen usw. diese werde ich sicherlich nie mehr vergessen. Sowie auch meinen Onkel kennen gelernt zu haben, das war seeehr schön❤️
    Read more