• Timo Heinzemann
  • Christian Lück
  • Felix_KS
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3 Bullis auf Sardinien

3 Bullis, 3 Fahrer und 14 Tage Zeit. Unser erster gemeinsamer Roadtrip soll uns nach Sardinien und (hoffentlich) wieder zurück führen. Read more
  • Trip start
    February 28, 2026

    Etappe 1: ab in die Schweiz

    February 28 in Switzerland ⋅ ☁️ 4 °C

    Während das Abendessen kocht (Gefüllte Paprika mit Reis) blicken wir auf den ersten Fahrtag zurück: Erfreulich flüssig und ohne Zwischenfälle haben wir nach knapp über 600 gefahrenen Kilometern einen kleinen Stellplatz an der Reuss erreicht. Hier werden wir entspannt die Nacht verbringen, um dann morgen Vormittag den Lago Maggiore anzusteuern.Read more

  • Klettersteig im Regen und Hafenchaos

    March 2 in Italy ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach einer kühlen, aber entspannten ersten Nacht wartete in Norditalien das erste sportliche Highlight auf uns - der Klettersteig "Dei Picassas" .
    Und getreu dem Motto : "Ich kann so viel mehr als man sich zutraut" hielt uns ein bisschen Regen auch nicht davon ab. Mit zwei Stunden mehr auf der Uhr als geplant kamen wir schließlich glücklich, aber erschöpft mit Einbruch der Dunkelheit zurück zu den Bullis.

    Nächste Herausforderung: Wir hätten uns vielleicht frühzeitig um einen Schlafplatz kümmern sollen. Vor Mitte März haben die Campingplätze hier offensichtlich geschlossen. Also wird Felix sein Dachzelt auf dem Wanderparkplatz im Wohngebiet aufgeklappt und glücklicherweise stört sich auch niemand daran.

    Angekommen in Livorno brauchen wir 4 Anläufe, um die passende Hafenzufahrt zu finden, diskutieren auf italienisch (was von uns keiner spricht), dass unsere selbst ausgedruckten Onlinetickets gültig sind, müssen unsere zwei Ersatzgasflaschen abgeben (mit dem Versprechen, sie morgen früh wieder zu bekommen) und dürfen schließlich die Sicherheitskontrolle passieren.
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  • Landung in Olbia und Gorropu-Schlucht

    March 3 in Italy ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Nacht auf dem Schiff war kurz und stickig bei stetigem Wummern des Schiffsdiesels, aber dafür gab es morgens eine warme Dusche und vernünftiges Frühstück. Nach kurzer Hafeneinfahrt in Olbia verlassen wir das Schiff und erhalten sogar unsere Gasflaschen zurück - das war einfacher als erwartet. Kurz danach kaufen wir noch Lebensmittel ein, treffen dabei auf gute Auswahl und besonders sicheren Käse. Schließlich shoppen wir noch ein wenig Klamotten und eine Speicherkarte für die Kamera.

    Nach kurzer Weiterfahrt Richtung Küste und einem Tankstopp legen wir eine Mittagspause im Pineta di Santa Lucia ein - der Pinienwald direkt am Meer lädt zum verweilen ein und so holen wir etwas Schlaf nach. Am frühen Nachmittag starten wir dann unser erstes kleines Offroad-Abenteuer und testen die nahegelegene Piste. Mit etwas gegenseitiger Hilfe klappt das auch richtig gut.

    Nachdem wir am Vorabend durch wolkige Bergpassagen und Nebel einen schönen Spot am nördlichen Ende der Gorropu-Schlucht erreicht haben, starten wir am nächsten Morgen mit leichtem Gepäck unsere Wanderung zum nördlichen Eingang der Schlucht. Angenehme Temperaturen und etwas Sonne begleiten uns. Der "Wanderweg" ist doch in weiten Teilen recht felsig und es geht stets rauf und runter. Spätestens hier wird uns klar - die Route für die Jeeps muss irgendwo anders verlaufen. Dann erreichen wir den Eingang der Schlucht mit ihren bis zu 500m hohen Wänden und sind erstmal überwältigt von den Dimensionen. Dann beginnt die Kraxelei über kleine und sehr große, aber zum Glück extrem griffige Felsen. Hier gesellt sich ein kleiner tierischer Guide zu uns und so finden wir den Weg ohne Probleme. Nach gut drei Stunden kehren wir um und finden auf dem Rückweg sogar noch die Jeep-Route am anderen Flussufer. Die sportliche Bilanz des Tages kann sich mal wieder sehen lassen und so lassen wir den Abend mit einer warmen Mahlzeit entspannt ausklingen.
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  • Nebel, Regen und Bekloppte

    March 5 in Italy ⋅ ☁️ 15 °C

    Weitestgehend ausgeschlafen planen wir beim Frühstück unsere Weiterreise. Gerne würden wir die südliche Zufahrt der Gorropu-Schlucht erkunden, denn hier kennt sich Timo bereits aus und wir freuen uns dort auf einen weiteren spannenden Offroad-Track und die geniale Weitsicht auf dem vorgelagerten Hochplateau. Nachdem wir uns von "Pepe" (unserer samtpfotigen Reiseabschnitts-Gesellschaft) verabschiedet haben, starten wir auf der nördlich der Schlucht gelegenen Panorama-Straße in luftigen Serpentinen gen Süden. Kurz vor der Passhöhe wird uns klar: Mit dem guten Wetter ist es hier erstmal vorbei. Die Wolken hängen tief, bzw. der Nebel und die Sicht wird immer schlechter. Schweren Herzens entscheiden wir uns den Abstecher nach Gorropu-Süd bzw. das Hochplateau auszulassen und versuchen unser Glück in Richtung Küste. Gegen Abend kommen wir schließlich an der Ostküste nahe Barisoni an. Hier fahren wir noch einen schönen kurzen Track abseits fester Wege zu unserem Lagerplatz für die Nacht. Dieser liegt malerisch schön an der felsigen Küste zwischen Kakteen und niedrigem Buschwerk. Bei einem kleinen Spaziergang erkunden wir noch ein Stück der südlichen Wegstrecke und stellen fest, dass wer hier fahren möchte wirklich "schweres" Gerät benötigt. Als wir zurück kommen, fallen die ersten Tropfen.

    Bei ergiebigem Dauerregen und mit Blick auf die schäumende Brandung wachen wir auf und haben zunächst keine Motivation aufzustehen - das Frühstück fällt aus. Gegen Mittag basteln wir uns dann eine schnelle warme Mahlzeit und brechen dann doch noch unsere nassen Zelte ab. Bei Felix, der mit Dachzelt campt, gilt dies natürlich im Wortsinn. Ein kleines Highlight für mich ist dann bei der Abfahrt die Tierwelt: Zunächst ein paar Kühe, von denen mindestens eine am Vorabend neugierig um die Busses geschlichen war, später ein triefend nasses Lämmchen (ich war kurz versucht mit einem Handtuch auszusteigen), mehrere Esel, Schafe sowie Hausschweine und zu guter Letzt ein weißer Herden-Schutzhund.

    Auf der Fahrt Richtung Cagliari bunkern wir dann an einem öffentlichen Brunnen Frischwasser - die Gelegenheit ist günstig. Bis kurz zuvor hatte es stark geregnet - immerhin wurden die Busse dadurch schön sauber. Wir kommen der Hauptstadt im Süden immer näher und hier zeigt sich wie schon in Norditalien: Verkehrsregeln und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr interessieren die Italiener bis auf wenige Ausnahmen nicht. Bei vorgeschriebenen 50 km/h fährt man hier locker 80, es wird völlig unnötigerweise gefährlich dicht bis auf wenige Zentimeter aufgefahren, gedrängelt, geschnitten und dergleichen mehr. Die Blechschäden an einigen Fahrzeugen sprechen hier eine deutliche Sprache. Wir sind genervt und erschöpft, kaufen im Lidl noch die nötigen Zutaten für unsere nächsten Mahlzeiten und sind froh, als wir die Stadt gen Nordwesten hinter uns lassen.

    Mit der untergehenden Sonne erreichen wir den Lago di Monte Prano, einen großen Süßwasserspeicher mit Staudamm. Timo hatte das schöne und ruhige Naherholungsgebiet entdeckt und so schlagen wir zwischen Bäumen unser gemütliches Lager auf. Hier ist Alles wieder so wie es sein sollte: Gute Gespräche, leckeres Selbstgekochtes und eine ruhige Nacht unter Sternen.
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  • Sonne, Siesta und Viecherei

    March 7 in Italy ⋅ ⛅ 17 °C

    Warmer Sonnenschein weckt uns an diesem Morgen und wir frühstücken gemütlich unter Pinien. Unser Camp scheint auf den alten Grundfesten eines durch den Bau des Stausees umgesiedelten Dorfes zu liegen - zumindest lassen die verschlungenen Pfade und Mauerreste zwischen den Picknickplätzen dies vermuten. Die erholsame Nacht hat uns für den Stress am Vortag entschädigt und so machen wir Pläne für den Tag. So entsteht die Idee einer Radtour um den nahegelegenen Stausee.

    Was als entspannte Tour geplant war, entpuppt sich ab der Hälfte als ausgewachsene Enduro-Piste: Durch zwei Furten, mehrere Sackgassen, Wackersteinwege und Traktorfurchen bahnen wir unseren Weg. Immerhin 2 von 4 Herdenschutzhunden finden uns toll und so hat der Ausflug neben Katzen, Schafen und Schmetterlingen auch noch tierisch was zu bieten. Als wir die raue Piste verlassen können, ist die restliche Tour mit leeren leicht abwärts führenden Landstraßen wieder entspannt. Das Gefluche ist vergessen und wir genießen den weiten Blick in die mediterrane Landschaft.

Nachdem wir zurück sind, ist neben kleineren Wartungsarbeiten erstmal Siesta angesagt: abgesehen vom Kochen ruhen wir uns dann einfach mal nur aus und genießen das Abendessen.
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    Trip end
    March 14, 2026