• Unser letzter Tag in Österreich

    July 15 in Austria ⋅ ⛅ 29 °C

    Morgen geht’s los. Also wirklich.
    Sieben Wochen. Costa Rica, Ecuador, Peru.
    Drei Länder, unendlich viele Tiere und irgendwo dazwischen wir, leicht verloren, und überzeugt davon, dass genau das richtig ist.

    Die letzten Tage waren eine Mischung aus Urlaubsübergaben, halb geschriebenen Abwesenheitsnotizen, Wohnungsputz, und Tobias der sich fragt weshalb ich so viele Medikamente einpacke, dass wir eine Apotheke eröffnen könnten. Ich nenne es Vorbereitung. Er nennt es… Drogenschmuggel.

    Unsere aktuelle Hauptaufgabe: genug Freistädter & Wein trinken, um den Geschmack von Österreich im Herzen zu konservieren.
    Man weiß ja nie, wann man das wieder braucht. Survival-Skills und so.

    Und jetzt sitzen wir hier. Tobias mit seinem Freistädter, ganz ruhig, fast so, als wäre er bereits in Costa Rica, während ich noch versuche, alles festzuhalten: die Rucksäcke (zu voll), die Gedanken (zu viele), dieses kleine gerahmte Bild (zu kitschig).

    Unsere Rucksäcke sind übrigens ein perfektes Sinnbild unserer Beziehung: seiner logisch, effizient, jedes Teil hat einen Zweck. Meiner… sagen wir mal: emotional vorbereitet auf alle Eventualitäten inklusive „was, wenn ich plötzlich ein anderes Leben anfangen will“.

    Es ist seltsam, wie sehr man glaubt, immer vorbereitet sein zu müssen, und wie wenig davon am Ende zählt. Wir packen Dinge ein, die wir vielleicht nie brauchen werden, und vergessen gleichzeitig, dass das Leben ohnehin nicht planbar ist. Aber genau dort, irgendwo zwischen Jungle und Meer, werden wir vielleicht anfangen zu verstehen, was eigentlich wirklich wichtig ist 🩵 Oder zumindest, wer die Powerbank eingepackt hat.
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