• Tag 10 - Pura Vida

    25 luglio, Costa Rica ⋅ 🌧 23 °C

    Heute Morgen hatten wir den perfekten Reiseplan, doch dann verloren wir uns, wie so oft, in Gesprächen, und verpassten unser Boot.
    Wie so oft auf dieser Reise leitete uns das jedoch zu einem glücklichen Moment, den wir sonst wohl nicht erlebt hätten. Ein zweites Boot hielt an, der Captain nahm uns mit und als er im Wasser ein Spitzkrokodil entdeckte, konnten wir es kurz in seiner ruhigen Eleganz genauer beobachten.

    In La Pavona setzten wir unseren Weg fort, stiegen von einem Bus in Cariari in den nächsten, geleitet von dem Vertrauen, dass wir unseren Weg schon finden werden. Selbst als ich in Guápiles die falschen Tickets kaufte, fühlte es sich irgendwie nicht wie ein Fehler für uns an, und so saßen wir wenig später wieder in einem sehr einfachen Linienbus, umgeben von Einheimischen, und von spanischen Klängen, die wie Musik in den Ohren klangen. Wir fuhren an einfachen Häusern mit Wellblechdächern vorbei, an Autos, die bei uns längst keine Zulassung mehr bekommen würden, und an Menschen, die mit wenig ein glückliches Leben führen.

    In San José angekommen, saßen wir abends in einem kleinen einheimischen Lokal, und genoßen eine leckere Mahlzeit, die von einer Oma zubereitet wurden, und während der Opa uns einen Filterkaffee machte, fühlte es sich an, als hätten wir heute viel gelernt. Über das Land, über uns selbst, über das Leben.

    „Pura Vida“ hört man hier überall, es bedeutet so viel wie „Genieß das Leben, so wie es ist“ und vielleicht beginnen wir gerade erst das so richtig zu verstehen. Dass es nicht darum geht, dass alles im Leben stets perfekt sein muss. Sondern darum, dankbar zu sein für das, was wir haben, und im Einklang zu leben, mit der Natur, mit anderen und mit uns selbst. Dass wir uns unsere Lebensfreude im Herzen bewahren unabhängig von den Umständen im Leben, und dass wir die vielen glücklichen Momente erkennen und schätzen 🩵
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