• Willkommen in Kapstadt

    March 4 in South Africa ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir haben uns auf das Schlimmste eingestellt! Nicht wegen Südafrika, auch nicht wegen Kapstadt… aber 11 Stunden Flug mit einem anderthalb Jährigen… puh…
    Und dann, am Ende waren 11 Stunden einfach rum und es war deutlich einfacher als gedacht. Klar, wir haben nicht wahnsinnig viel geschlafen (Momo schon auf Evis Arm 😅), aber wir haben’s echt gut hinbekommen. Pit hat gute Sitzplätze ohne Vordermann gebucht, wir haben ein Babybettchen ergattert und Momo hat verstanden: wenn‘s in den Schlafanzug geht und es eine Flasche gibt, dann ist jetzt Schlafenszeit. 😴
    Somit starten wir ein bisschen angedätscht, aber erleichtert unseren ersten Tag in Kapstadt. Das Mietauto wird downtown im Parkhaus abgestellt und wir marschieren los. Als erstes geht’s zum Frühstück und die warme Luft und die vibrierende Stadt um einen rum, lassen den deutschen Winter schnell vergessen.
    Wir erkunden danach das Hafenviertel und die Waterfront. Immer am Wasser entlang bestaunen wir die wirklich beeindruckenden Apartmentanlagen mit eigenem Bootsanleger (alles schön, aber auch alles künstlich aus dem Boden gestampft und deswegen fast schon zu sehr Kulisse als wie echter „Lebensraum“) und gelangen dann in das lebhafte Gebiet zwischen Hafen und Küste. Hier reiht sich ein Touristen-Spot neben den nächsten: Geschäfte, Gastronomie, Kunsthandwerk, Museen, Aquarium etc etc. Alles immer sehr stylisch und qualitativ hochwertig. Beim ersten Aperol Spritz in der Sonne bekommen wir schon eine Idee davon, dass es sich in Kapstadt wirklich gut leben lässt.
    So bummeln wir durch die Waterfront, gehen das Nötigste einkaufen und beziehen am Nachmittag endlich unser Apartment. Es ist toll gelegen, schön eingerichtet und sauber. Die Aussicht aber ist einfach nur der Wahnsinn: von unserer Wohnung im 28. Stock sehen wir vom Signal Hill, über Hafen und WM Stadion bis weit in die Bucht der Stadt, im Hintergrund immer der unendliche Horizont des Meers. Wow! Da bleibt uns erst mal der Mund offen stehen! 🤩
    Am nächsten Tag geht’s halbwegs ausgeschlafen auf weitere Erkundungstour durch die Stadt. Nach einem leckeren Frühstück schauen wir uns die Kunstgalerien rund um das Stadtcenter an. Bei diesem riesen Angebot fragt man sich schon, wie jeder einzelne Künstler hier überleben kann. Wir sind bei Leibe keine kunstversierten Menschen, aber erfreuen uns natürlich an schönen Dingen. Und an Kunst kommt man in Kapstadt eigentlich auch gar nicht vorbei. Sie ist schlichtweg überall, was der Stadt ein wunderbares Flair verleiht.
    Wir haben einen Tipp für eine schöne Galerie, nur wenige Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt, bekommen und betreten die Ausstellung völlig unbedarft. Direkt sticht uns ein Bild einer jungen Afrikanerin ins Auge und ab diesem Moment hat es sich bei uns im Gehirn festgesetzt. Barbara, die quirlige Vertrieblerin der Galerie, merkt mit geschultem Blick sofort, dass wir uns eventuell verliebt haben könnten. Sie erzählt uns mehr zur Künstlerin und umschmeichelt uns ein bisschen… gehört ja irgendwie dazu. Wir gehen nach einem netten Gespräch erst mal weiter, merken aber schnell, wie uns das Gemälde nicht so recht loslässt. 🥰
    Zur „Ablenkung“ spazieren wir erst mal durch Bo Kaap, dem bunten Viertel der muslimisch geprägten Afro-Indonesisch/malayischen Minderheit. Die schönsten Fotospots teilt man sich hier mit vielen Influencern, aber so ist das wohl heutzutage (hahahaha ich fühle mich uuuunendlich alt bei diesem Satz 😂).
    Auf dem Rückweg zur Wohnung gehts nochmal zu „unserem“ Bild und es wird immer klarer: das kaufen wir für unser Haus! Wieder erwartet uns Barbara und lädt uns ein, später zu einer Veranstaltung zu kommen und die Künstlerin persönlich kennen zu lernen. Und so kommt’s, dass wir ein drittes Mal an diesem Tag in der Galerie stehen, jetzt mit Jaret Loggenberg plaudern und am Ende das Gemälde kaufen. 🥰
    Wer uns kennt, der weiß: auf sowas muss gebührend angestoßen werden. 😉 So trifft es sich hervorragend, dass noch am selben Abend auf dem Cape Point Vineyard Estate ein legendärer Nachtmarkt stattfindet. Wir fahren in der Abendsonne ca eine halbe Stunde über den atemberaubenden Chapman‘s Peak Drive dorthin, suchen uns ein schönes Plätzchen auf dem Rasen und picknicken mit Wein und Snacks der vielen Essensstände im Sonnenuntergang. Ein Traum! Witzigerweise treffen wir dort auch ein Paar mit kleinem Baby wieder, das im Flug nach Kapstadt neben uns saß. So verbringen wir bei gutem Wein, gutem Essen und netten Gesprächen ein paar schöne Stunden. ☺️
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