Los geht die erste Fernreise zu dritt
3. marts, Tyskland ⋅ ☀️ 8 °C
Wir sind startklar! Die Koffer sind abgegeben, der Flieger steht bereit und morgen sind wir in Südafrika!
Wir sind gespannt, was die erste Fernreise mit Momo so bringt. Auf alle Fälle viele neue Eindrücke, spannende Erlebnisse und bestimmt so einige Ups und Downs. 😅
Auf nach Kapstadt!Læs mere
Willkommen in Kapstadt
4. marts, Sydafrika ⋅ ☀️ 18 °C
Wir haben uns auf das Schlimmste eingestellt! Nicht wegen Südafrika, auch nicht wegen Kapstadt… aber 11 Stunden Flug mit einem anderthalb Jährigen… puh…
Und dann, am Ende waren 11 Stunden einfach rum und es war deutlich einfacher als gedacht. Klar, wir haben nicht wahnsinnig viel geschlafen (Momo schon auf Evis Arm 😅), aber wir haben’s echt gut hinbekommen. Pit hat gute Sitzplätze ohne Vordermann gebucht, wir haben ein Babybettchen ergattert und Momo hat verstanden: wenn‘s in den Schlafanzug geht und es eine Flasche gibt, dann ist jetzt Schlafenszeit. 😴
Somit starten wir ein bisschen angedätscht, aber erleichtert unseren ersten Tag in Kapstadt. Das Mietauto wird downtown im Parkhaus abgestellt und wir marschieren los. Als erstes geht’s zum Frühstück und die warme Luft und die vibrierende Stadt um einen rum, lassen den deutschen Winter schnell vergessen.
Wir erkunden danach das Hafenviertel und die Waterfront. Immer am Wasser entlang bestaunen wir die wirklich beeindruckenden Apartmentanlagen mit eigenem Bootsanleger (alles schön, aber auch alles künstlich aus dem Boden gestampft und deswegen fast schon zu sehr Kulisse als wie echter „Lebensraum“) und gelangen dann in das lebhafte Gebiet zwischen Hafen und Küste. Hier reiht sich ein Touristen-Spot neben den nächsten: Geschäfte, Gastronomie, Kunsthandwerk, Museen, Aquarium etc etc. Alles immer sehr stylisch und qualitativ hochwertig. Beim ersten Aperol Spritz in der Sonne bekommen wir schon eine Idee davon, dass es sich in Kapstadt wirklich gut leben lässt.
So bummeln wir durch die Waterfront, gehen das Nötigste einkaufen und beziehen am Nachmittag endlich unser Apartment. Es ist toll gelegen, schön eingerichtet und sauber. Die Aussicht aber ist einfach nur der Wahnsinn: von unserer Wohnung im 28. Stock sehen wir vom Signal Hill, über Hafen und WM Stadion bis weit in die Bucht der Stadt, im Hintergrund immer der unendliche Horizont des Meers. Wow! Da bleibt uns erst mal der Mund offen stehen! 🤩
Am nächsten Tag geht’s halbwegs ausgeschlafen auf weitere Erkundungstour durch die Stadt. Nach einem leckeren Frühstück schauen wir uns die Kunstgalerien rund um das Stadtcenter an. Bei diesem riesen Angebot fragt man sich schon, wie jeder einzelne Künstler hier überleben kann. Wir sind bei Leibe keine kunstversierten Menschen, aber erfreuen uns natürlich an schönen Dingen. Und an Kunst kommt man in Kapstadt eigentlich auch gar nicht vorbei. Sie ist schlichtweg überall, was der Stadt ein wunderbares Flair verleiht.
Wir haben einen Tipp für eine schöne Galerie, nur wenige Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt, bekommen und betreten die Ausstellung völlig unbedarft. Direkt sticht uns ein Bild einer jungen Afrikanerin ins Auge und ab diesem Moment hat es sich bei uns im Gehirn festgesetzt. Barbara, die quirlige Vertrieblerin der Galerie, merkt mit geschultem Blick sofort, dass wir uns eventuell verliebt haben könnten. Sie erzählt uns mehr zur Künstlerin und umschmeichelt uns ein bisschen… gehört ja irgendwie dazu. Wir gehen nach einem netten Gespräch erst mal weiter, merken aber schnell, wie uns das Gemälde nicht so recht loslässt. 🥰
Zur „Ablenkung“ spazieren wir erst mal durch Bo Kaap, dem bunten Viertel der muslimisch geprägten Afro-Indonesisch/malayischen Minderheit. Die schönsten Fotospots teilt man sich hier mit vielen Influencern, aber so ist das wohl heutzutage (hahahaha ich fühle mich uuuunendlich alt bei diesem Satz 😂).
Auf dem Rückweg zur Wohnung gehts nochmal zu „unserem“ Bild und es wird immer klarer: das kaufen wir für unser Haus! Wieder erwartet uns Barbara und lädt uns ein, später zu einer Veranstaltung zu kommen und die Künstlerin persönlich kennen zu lernen. Und so kommt’s, dass wir ein drittes Mal an diesem Tag in der Galerie stehen, jetzt mit Jaret Loggenberg plaudern und am Ende das Gemälde kaufen. 🥰
Wer uns kennt, der weiß: auf sowas muss gebührend angestoßen werden. 😉 So trifft es sich hervorragend, dass noch am selben Abend auf dem Cape Point Vineyard Estate ein legendärer Nachtmarkt stattfindet. Wir fahren in der Abendsonne ca eine halbe Stunde über den atemberaubenden Chapman‘s Peak Drive dorthin, suchen uns ein schönes Plätzchen auf dem Rasen und picknicken mit Wein und Snacks der vielen Essensstände im Sonnenuntergang. Ein Traum! Witzigerweise treffen wir dort auch ein Paar mit kleinem Baby wieder, das im Flug nach Kapstadt neben uns saß. So verbringen wir bei gutem Wein, gutem Essen und netten Gesprächen ein paar schöne Stunden. ☺️Læs mere
Sturm in Kapstadt und raus aufs Land
6. marts, Sydafrika ⋅ ☁️ 20 °C
Für unseren dritten Tag in Kapstadt ist leider nicht ganz so gutes Wetter angesagt. Deswegen stehen heut ein paar Indoor-Aktivitäten auf dem Plan. 👍 Am Vormittag besuchen wir das Aquarium und schauen uns mit Momo die großen Becken mit Fischen, Quallen, Meeresschildkröten und Haien an. Sagen wir mal so: es interessiert den kleinen Mann so mittel. 😅 Er läuft viel lieber durch die Gänge, turnt an Geländern rum und steigt Treppen rauf und runter. Aber soll uns recht sein: da wird man ja bekanntlich müde. Und so drückts Momo auch gehörig die Augen zu und wir machen alle zusammen einen ausgedehnten Mittagsschlaf in unserem Apartment. 😴
Danach gehen wir zurück zu „The Watershed“, einer riesen Halle voller cooler lokaler Produkte von Mode, über Bilder, bis hin zu Spielzeug. An einem Ende des Marktes befindet sich auch ein Indoor-Spielplatz mit einem Bereich für die ganz Kleinen. Mit Momo hopsen wir ins Bällebad, turnen durch einen Holzparcour und sitzen in kleinen Spielhäuschen. Somit ist auch die Müdigkeit für abends gesichert. 😬
Bevor dieser Tag allerdings in Ruhe ausklingt, wird’s nochmal turbulent. Auf dem Weg zurück in unsere Wohnung geraten wir in einen heftigen Wolkenbruch und obwohl wir anfangs an einem Unterstand hoffen, dass alles schnell vorbei geht, will es nicht zu regnen aufhören. Ganz im Gegenteil: es gesellt sich auch noch ein kräftiger Wind dazu. So bleibt uns nichts anderes übrig, als Momo im Kinderwagen mit Pits Regenjacke abzudecken, mit einem Schirm zu schützen und los zu laufen. Genervt, durchnässt und mit schreiendem Momo schaffen wir die letzten paar 100 Meter zurück ins Apartment. So ein Mist! 🙄
Am darauffolgenden Tag sind Gott sei Dank die Regenwolken verflogen und nur noch ein kräftiger Wind erinnert an den Sturm vom Vorabend. Heute schauen wir uns ein bisschen das Umland Kapstadts an. Als erstes stoppen wir im Stadtteil Seapoint zum Frühstücken. Hier ist alles ein bisschen weniger authentisch, finden wir. Viele Expats und Touristen, die scheinbar ihre „Bubble“ eher ungern verlassen wollen.
Danach fahren wir in die Hout Bay, eine schöne Bucht mit gleichnamigen Ort südlich der City.
Auch hier reiht sich wieder eine Galerie an die nächste und als „Neu-Kunstmäzene“ (haha, schön wärs 😂) lassen wir uns das natürlich nicht entgehen. 😉 Bei einem kleinen Mittagessen an der Küste planen wir den weiteren Tag. Der Wind heute ist wirklich kein Spaß und obwohl wir ursprünglich an den Boulders Beach wollten um die dortigen Pinguine zu besuchen, entscheiden wir uns um.
Wo ist der Wind weniger stark? Wo kann Momo rumwuseln, während es sich Mama und Papa gut gehen lassen? Genau! Auf einem Weingut 😬 Unser Ziel an diesem Nachmittag ist also die Winery Dimersdal, eine Empfehlung einer lieben Kollegin von Evi. Unter schattigen Bäumen lassen wir uns eine Auswahl an Käse und die Weine schmecken. So kann man es aushalten! ❤️Læs mere
Kurzer Zwischenstopp in Swellendam
8. marts, Sydafrika ⋅ ☀️ 27 °C
Heute gehts raus aus Kapstadt und weiter zu Station Nummer 2. Auf unserem Weg nach Osten machen wir nur für eine Nacht kurz Halt in Swellendam. Wir müssen in diesem riesigen Land schließlich ein paar Kilometer machen. 😅
Nachdem wir uns morgens erfolgreich aus Kapstadt ausgefädelt haben (wegen eines Radrennens sind wichtige Ausfallstraßen und das halbe Zentrum gesperrt), gönnen wir uns in Paarl ein gutes Frühstück (wer mal in der Nähe ist: Sadie Coffee! 👍) und sind dann gerüstet für die Strecke nach Swellendam, immer auf der N2 durch die Weinberge und Felder hinter Kapstadt.
Momo macht bis 30 Minuten vor Schluss gut mit, aber dann hat er schlichtweg keine Lust mehr auf den Autositz. Dazu kommt, dass er leider ein bisschen kränkelt und somit die Stimmung leicht kippt. So werden wir zu einem kleinen Mittagsstop in einem Restaurant kurz vor Ankunft „gezwungen“ - gibt schlimmeres. 😉
Kurze Zeit später beziehen wir dann ein kleines süßes Cottage der „Hermitage Huises“ am Ortsrand von Swellendam. In dem gut 120 Jahre alten, historischen Farmhaus fühlen wir uns direkt wohl. Vor dem Häuschen stehen große alte Bäume, es gibt einen Teich und die Aussicht auf die naheliegenden Berge ist wirklich fantastisch. Wie das ganze Areal sind wir Teil einer aktiven Farm und somit umgeben von Pferden, Eseln, Gänsen und Enten und zwei Hängebauchschweinen. Alle Tiere darf man streicheln und füttern und selbst Momo spendiert den Schweinen mal mehr als die üblichen 30 Sekunden Aufmerksamkeit. 😂
Im Salzwasserpool erfrischt sich Pit nach der Fahrt und der Plan, abends essen zu gehen, wird kurzerhand über Bord geworfen als wir sehen, dass alles für ein erstes landestypisches Braai (also Grillen - Sorry für die Vereinfachung, liebe Südafrikaner 😅) vorhanden ist. Pit besorgt im Supermarkt noch schnell Fleisch und Würstl und macht Feuer wie ein Profi. Dem leckeren Geruch kann nun auch der Hund der Farm nicht so ganz widerstehen. Er legt sich geduldig neben uns ins Gras und wartet drauf bis er etwas abbekommt. So idyllisch haben wir schon lange nicht mehr zu Abend gegessen! ☺️Læs mere
Einmal vom Himmel fallen in Mossel Bay
9. marts, Sydafrika ⋅ ☀️ 24 °C
Was ist ein typischer Zwischenstopp um sich eine vierstündige Fahrt etwas leichter zu machen? Genau: Fallschirmspringen 😂!
Von der ruhigen Idylle unseres Farmhäuschens (beim Frühstück haben sogar in paar Enten zur Tür reingeschaut) geht’s auf ins Abenteuer.
Pit hat sich entschieden, den ersten Fallschirmsprung 2026 in Südafrika zu machen. Da trifft sich’s ja hervorragend, dass wir heut an Mossel Bay vorbeifahren.
Bei Skydive Mosselbay gibt es die Möglichkeit, Equipment auszuleihen und als Lizenzspringer mitzufliegen und zu springen, und das für eine Bruchteil von Tandemsprungkosten.
Hier läuft alles ein wenig rustikaler ab, als man es von den großen Sprungplätzen mit ihren schicken Turboprops kennt. Hier regiert die Cessna 182 – klein, gemütlich und mit Charakter. Der erste Versuch endete allerdings direkt nach dem Start: Maschine defekt, Platzrunde, Landung. Aber hey, wir haben ja alle einen Fallschirm auf dem Rücken, was soll da schon schiefgehen? „African Experience“ eben.
Beim zweiten Flieger klappt es dann. Da ich als Erster springen soll, steige ich als Letzter ein und sichere mir den Logenplatz direkt an der ausgebauten Tür. Gurte? Fehlanzeige. Stattdessen halte ich mich mit einer Hand am Pilotensitz fest, während wir uns langsam in die Höhe schrauben. Im Vergleich zu den gewohnten Maschinen dauert der Aufstieg eine gefühlte Ewigkeit, was mir jedoch Zeit gibt, den phänomenalen Ausblick auf das tiefblaue Meer und die Berge zu genießen.
Oben in 3000m angekommen (in der Heimat gehts auf 4000m), wird es kurz hektisch. Erst kurz den Flugplatz spotten, dann gehts los. Die Theorie aus dem Briefing – entspannt an die Tragfläche hängen und irgendwann loslassen – kollidierte hart mit der Realität. Sobald ich einen Fuß auf das Leitwerk setze und nach der Strebe der Tragfläche greife, peitscht mir der Propellerwind so massiv um die Ohren, dass an „Festhalten“ kaum zu denken ist. Ein kurzer Moment des Widerstands gegen die Naturgewalten, dann heisst es: Abflug.
Nach einem kurzen Moment der Orientierung folgen 40 Sekunden purer Freifall-Genuss mit bester Aussicht. Bei 1200 Metern ziehe ich den Hilfsschirm, der brav den Hauptschirm aus dem Rigg befördert. Ein kurzer Ruck und der Schirm steht sauber über mir. Zeit für die übliche Checkliste: Höhencheck, Orientierung, Steuer- und Bremsprobe, alles im grünen Bereich.
Die Landung erforderte dann wieder volle Konzentration. Der Wind ist deutlich aufgefrischt. Um den Flugverkehr nicht zu stören, baue ich die Höhe nordöstlich des Platzes ab und fädelte mich präzise in die Landeeinteilung ein: Gegenanflug bei 300 Metern, Queranflug bei 200 und schließlich der Endanflug bei 100 Metern. Punktladung und glücklich dass der erste Sprung 2026 so gut geklappt hat. Es war der 48te Sprung seit dem ersten Sprung letztes Jahr. Jetzt kann die Saison starten.Læs mere
Knysna - das „K“ steht für „krank“ 😅
10. marts, Sydafrika ⋅ ☀️ 30 °C
Wir freuen uns sehr auf unseren nächsten Stop: das kleine Städtchen Knysna liegt wunderschön zwischen sanften Hügeln in einer Lagune (der Knysna River mündet hier mehr als bilderbuchmäßig in den Ozean), Bootsausflüge stehen an der Tagesordnung, genauso wie kleine Wanderungen und leckeres Essen. Außerdem haben wir ein wunderschönes Airbnb direkt am Wasser und bleiben dort 4 Nächte - neben Kapstadt unser längster Aufenthalt. 👍
So und dann kommt alles anders: wir sind alle krank! 🤧 Momo hat schon seit ein paar Tagen mit einer Erkältung zu kämpfen und nun zerbröselt es uns alle drei richtig. Fieber, Rotznase, Husten… Am schlimmsten erwischt es Pit, er muss sogar zum Arzt und lässt sich eine Tüte voller Medikamente verschreiben. So ein Mist! Wir verbringen die meiste Zeit in unserer Wohnung und schlafen oder gammeln auf der Couch rum. 🙁
Somit bleibt uns nur der letzte Tag hier, an dem wir alle wieder soweit hergestellt sind, dass wir zumindest die Stadt erkunden können. Los geht’s morgens mit einem Spaziergang über Thesen Island. Die Insel liegt etwas vorgelagert in der Lagune und ist mit Kanälen für die Boote der Anwohner durchschnitten. Alles sehr idyllisch aber auch alles ein bisschen künstlich. Nach einem gemeinsamen Mittagsschlaf bummeln wir noch durch die Geschäfte am Hafen und gönnen uns dann ein leckeres Abendessen in einem Restaurant dort. Zumindest ein versöhnlicher Abschluss unseres Aufenthalts hier.Læs mere
Plettenberg Bay
13. marts, Sydafrika ⋅ ☀️ 29 °C
Wieder gesund geht’s weiter nach Plettenberg Bay. Noch bevor wir dort ankommen, nehmen wir zwei Highlights mit: Monkeyland und Birds of Eden. Zwei zusammengehörige, wirklich sehr schön und naturnah gemachte Tierparks, eben einmal für Affen und einmal für Vögel. Während sich Momo an den ersten Affen noch sichtlich erfreut, nimmt danach leider die schlechte Stimmung überhand. Der kleine Mann ist einfach noch nicht ganz fit, außerdem ist es heiß und auch eigentlich Mittagsschlafenszeit. Naja, wir können uns über Momos Laune eh nicht beschweren, da sei ihm ein Durchhänger gegönnt. 😘
Zurück im Ort beziehen wir unser Airbnb. Leider hat es auf den Fotos deutlich freundlicher ausgesehen und auch die Hitze im Obergeschoss konnten wir natürlich nicht erahnen. Wir überlegen tatsächlich in der ersten Nacht, ob wir nicht in ein Hotel umziehen sollen, entscheiden uns aber wegen der Kosten und des ganzen Aufwands dagegen. Aber wir versuchen, die nächsten beiden Tage einfach so wenig wie möglich in der Wohnung zu sein. Ärgerlich, denn die Lage ist gut, wir können sogar aufs Meer schauen und einen Garten haben wir auch dabei. 🙄
Am ersten Abend entdecken wir aber gleich noch ein Highlight von Plettenberg, den „Market Off Main“, einen großen „Genussmarkt“ unweit unserer Unterkunft. Man muss sich das so vorstellen, dass auf einer zentralen Fläche Tische und Stühle stehen und man sich frei seinen Platz sucht, gerne auch zusammen mit anderen an einer großen Tafel. Essen gibt es vielfältiges von Südostasien über Indien bis Italienisch - zu allem gibt es hier einen kleinen Stand. Und alles was wir probiert haben, schmeckt richtig guuut! 🤤 Mit Momo ist es natürlich auch super praktisch, denn er kann rumwuseln und freut sich vor allem über die überdimensionalen Schachfiguren. Er denkt es sind Salz und Pfeffer. 😂
Am nächsten Morgen dann gleich das nächste kleine Juwel: etwas außerhalb des Ortes gibt es das „Old Nick Village“. Es ist wie ein kleines Dorf, in dem es in jedem Häuschen ein anderes Kunsthandwerk zu bestaunen gibt. Von der Goldschmiedin, über eine Töpferei, bis hin zu handgemachter Schokolade ist alles dabei. Dazu gibt’s ein nettes Kaffee, einen wirklich tollen Spielplatz und eine Weberei. Hier kann man zusehen, wie auf den Webstühlen wunderschöne Stoffe entstehen. Die nächsten Souvenirs in Form von Kissenbezügen für unsere Couch sind gesichert. 😉
Rund um Plettenberg gibts auch viele Weingüter und die wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen (klar 😬). Wir besuchen zwei davon am heutigen Tag und naja… von der Lage und der Architektur her sind sie überragend und ein Weingut beherbergt sogar eine Pfauenfamilie, die von Momo mit lautem „gak gak“ durch die Gegend gescheucht wird. Der Wein allerdings lässt etwas zu wünschen übrig. Wirklich schade, aber es hat wohl seinen Grund, warum diese Gegend von Südafrika nicht als DIE Weinregion bekannt ist. Dann lieber wieder ab in den Market Off Maine und zum leckeren Abendessen ein guter alter Aperol Spritz. 😉
Tags drauf steht dann Natur auf dem Programm: wir besuchen die Robberg Nature Reserve südlich von Plettenberg Bay. Dieses kleine Landschaftsschutzgebiet umfasst eine Landzunge mit schroffen Steilküsten und abgelegene Stränden. Wanderwege führen quer über die Halbinsel und wir drehen mit Momo eine kleine Runde. Die Natur und die Küste sind wunderschön, nur zieht leider nach einer guten Stunde schlechtes Wetter auf und der Nebel und die Wolken nehmen uns jegliche Sicht. Aber gut, gegen das Wetter können wir nichts machen und wir haben ja wenigstens eine Stunde Sonne gehabt. 👍
Da sich ein paar Kilometer weiter die Wolken wieder verzogen haben, gehen wir mit Momo an den Strand. Es ist das erste Mal für ihn, dass er das Ganze bewusster miterlebt und er bleibt noch ein bisschen skeptisch was den Sand angeht. Mit spitzen Fingern freundet er sich nur langsam nach und nach mit ihm an. Also das Beach Life müssen wir noch ein bisschen üben. 😅 Beim Abendessen in einem Fischrestaurant zeigt sich dann aber: wir sind das mit dem Meer einfach falsch angegangen. Momo liebt nämlich anscheinend Seafood. Na also, geht also doch! 😆Læs mere
Im Freifall in die Natur - Tsitsikamma
16. marts, Sydafrika ⋅ ⛅ 25 °C
Als nächste Station unserer Reise steht Natur auf dem Programm! Wir waren bisher immer in größeren, wenn auch sehr beschaulichen, Orten und freuen uns jetzt auf zwei Nächte Abgeschiedenheit im Tsitsikamma Nationalpark. 🏞️
Damit es nicht zu beschaulich zugeht, stoppen wir auf dem Weg dorthin an der Bloukrans Bridge und Pit macht einen Bungeesprung. Das ist so ganz nebenbei die höchste Bungee-Brücke der Welt, was aber den alten Adrenalinjunkie kalt lässt. 😉 Ganz routiniert stürzt sich Pit in die Tiefe und nach dem Sprung zeigt seine Pulsuhr, dass der Herzschlag nie über 100 ging. Haha beim Zusehen auf dem Bildschirm im nahegelegenen Café sieht man da ganz andere Nervenbündel beim Absprung. 😂
Als wir kurze Zeit später in unserer Hütte ankommen, fühlen wir uns sofort wohl: alles ist schön eingerichtet und sauber, wir sind wirklich mitten im Nirgendwo und blicken auf Berge und einen Wald. Außerdem hat die Hütte das wahrscheinlich schönste Klo mit Dusche unter freien Himmel, das wir jemals gesehen haben. Die Gastgeberin Caroline wohnt mit ihrer Familie nicht weit entfernt und begrüßt uns unfassbar lieb und herzlich.
Wir spielen mit Momo, trinken ein bisschen Wein und Pit grillt auf der offenen Feuerstelle. Momo gefällt es sichtlich, herumzutollen und im Gras und auf der Terrasse herumzuwuseln. Es ist einfach, aber einfach schön und bringt einen total runter. 😌 Eigentlich reißen uns nur zwei Dinge ganz kurz aus der Entspannung: als Pit einen Spielzeugflieger aufs Dach der Hütte schießt und ihn etwas abenteuerlich wieder runter holt und als wir merken, dass nachts Fledermäuse die Mücken in der Hütte futtern. Ja, wir sind echt mitten in der Natur. 😅
Am kommenden Morgen packen wir Momo in seine Trage auf Pits Schultern und gehen den Küstenweg in der Mündung des Stormsrivier-Flusses. Es ist ein gut befestigter, kurzer Weg zu einer Hängebrücke, die die letzten Meter des Flusses überspannt, bevor er im Meer verschwindet. Keine große Wanderung, auch das Wetter ist heut nicht optimal, aber landschaftlich ist es trotzdem wunderschön, die Strecke klappt mühelos mit dem Junior und es ist auch nicht zu heiß. 👍
Bevor wir zu unserer Hütte zurückkehren, gönnen wir uns im Örtchen Stormsrivier noch ein landestypisches Mittagessen und genießen danach wieder die Abgeschiedenheit unserer Unterkunft. Leider beginnt es nachmittags immer mal wieder zu regnen. Pit schafft es aber trotzdem, unser Abendessen auf offenem Feuer zu grillen. 🔥
Auch in dieser Nacht schaut die Natur wieder in der Hütte vorbei. Wir sind gerade am Einschlafen als es in unserem Zimmer raschelt. Irgendwas ist bei der Tüte, in der Evis Schuhe eingepackt waren. Pit macht das Licht an und es kuckt uns eine große Kröte an. Uuuaahhh!!!! Pit fängt sie mit einem Kochtopf ein und hat sichtlich Mühe, den Deckel gegen die Kraft des Tieres drauf zu halten. Trotzdem gelingt es, unseren Gast außerhalb der Hütte auszusetzen. Hätten wir mal lieber nicht die Tür während des Regens aufgelassen. 😅
Unser Fazit dieses Stops: Ruhe, Natur, Einfachheit - immer noch das beste Rezept für Entspannung! EinenKröte brauchen wir trotzdem nicht jede Nacht im Zimmer. 😉Læs mere















































































