• Grenzgänger

    21. juni, Nordmakedonien ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Tag begann vielversprechend: Morgens um 6:30 Uhr wurden wir von einer jungen Dame geweckt – mit zwei Bechern Kaffee in der Hand. Während einer von uns noch dachte „Toller Service hier!", stellte sich schnell heraus, dass der Kaffee leider gar nicht für uns gedacht war. Die junge Frau hatte sich schlicht in der Tür geirrt, war sichtlich peinlich berührt und entschuldigte sich sofort. 😂
    Unser eigenes Frühstück bestand dann aus einem warmen Glas Milch – das hielt die Bedienung offenbar für angemessen – und einem zerdrückten, in Plastik verpackten Schokocroissant. Zumindest konsequent lieblos serviert.

    Für eine echte Offroad-Etappe waren uns die Temperaturen von bis zu 38 °C dann doch zu viel, deshalb folgten wir heute lieber dem Straßenteil der ACT-Route – der allerdings über teils sehr abenteuerliche Straßen führte. Von der Gegend um Rrëshen schlängelte sich unser Weg über Burrel und Bulqizë durch das albanische Bergland, ehe wir bei Debar nach Nordmazedonien einreisten und schließlich über Struga am Ufer des Ohridsees entlang bis nach Pogradec fuhren.

    In Pogradec konnte Dimis Airbagweste erneut repariert werden, denn die Reparatur aus Slowenien hatte leider nicht gehalten. Im zweiten Laden klappte es prompt (der erste hatte gerade Mittagspause) – diesmal für sage und schreibe 3 € statt 80 €.

    Zum eigentlichen „Grenzgänger"-Tag wurde der heutige aber erst durch Andreas' Navi: Es wollte uns partout dem schönsten Weg nach Pogradec führen – und der verlief quer durch Nordmazedonien. Auch unser geplantes Ziel für den anstehenden Pausentag, Ohrid am Ohridsee, lag wieder in Nordmazedonien. So kam es, dass wir an diesem einen Tag sage und schreibe sechs Grenzübergänge passierten – und das ganz ohne Probleme oder längere Wartezeiten.

    Nach einer selbst zubereiteten, leckeren Portion Nudeln mit Schinken, Pesto und Parmesan hatten wir beide nur noch eines im Sinn: ausruhen.

    Unseren Pausentag starteten wir ganz entspannt in einem sehr gemütlichen Apartment mit eigenem Frühstück. Im Laufe des Vormittags kamen ein weiterer Gast sowie unsere Gastgeber vorbei, die wir kurzerhand zu einem frisch gekauften Kaffee einluden. Auf unserer Terrasse ergaben sich daraus ein paar wirklich nette Gespräche – genau die Art von Begegnung, die so eine Reise ausmacht.

    Nachdem auch die Wäsche gewaschen war, durfte natürlich eine Runde Schwimmen im Ohridsee nicht fehlen, gefolgt von einem leckeren Snack an der Strandbar. Bis uns schließlich ein aufziehendes Gewitter zurück ins Apartment trieb, wo wir bei gemütlichem Ausklang unseren Plan für die nächsten Tage schmiedeten.
    Læs mere