• Ein letztes Stück Offroad & Heimreise

    July 12 in Hungary ⋅ ⛅ 27 °C

    Ein kleines Stück Offroad wollten wir uns in Rumänien noch gönnen, bevor es endgültig über die Autobahn auf den Rückweg gehen sollte. Der Track machte allerdings eine große Schleife – und ausgerechnet dafür gab es eine Abkürzung, die in unsere Fahrtrichtung führte. Genau die wollten wir nehmen.
    Der Untergrund entpuppte sich als sehr grob, steil und von tiefen Auswaschungen durchzogen. Das war ziemlich schwierig zu fahren, auch weil die ideale Linie oft kaum zu erkennen war. Das Ergebnis unserer „Abkürzung": Wir ließen beide unsere Motorräder je zweimal unbeabsichtigt umfallen – und waren nach viermal Aufheben ziemlich k. o.

    Der restliche ACT-Track, der uns wieder über ein wunderschönes Panorama und hinunter ins nächste Städtchen Sebeș führte, war dann stellenweise anspruchsvoll, aber gut zu fahren. Weil wir jedoch noch „Strecke machen" wollten, beließen wir es dabei und fuhren anschließend auf der Straße weiter – über Arad und den Grenzübergang bei Nădlac – bis nach Ungarn. Dort hatten wir eine Unterkunft direkt neben den Bahngleisen, die aber erstaunlicherweise trotzdem ruhig war. Die Motorräder durften wir freundlicherweise in einem ehemaligen Stall unterbringen, der zu Garage und Abstellfläche umfunktioniert worden war.

    Tag 30 – 500 Kilometer Autobahn und eine Hütte an der Donau
    Heute standen 500 Kilometer Autobahn auf dem Programm – mit unseren Reiseenduros wahrlich kein Vergnügen. Über Budapest, Győr und Wien schoben wir Kilometer um Kilometer ab.
    Am Abend bewies Dimi dann wieder einmal sein gutes Gespür für außergewöhnliche Übernachtungen: Er hatte uns eine kleine Holzhütte auf einem Campingplatz gebucht – direkt an der Donau, unweit von Linz. Für mich hieß das natürlich: noch eine Runde schwimmen und erfrischen. Danach gönnten wir uns in der kleinen Ortschaft noch eine sehr leckere Pizza.

    Nur an die Preise für Übernachtung, Essen und Benzin müssen wir uns erst wieder gewöhnen – die Heimat kündigt sich langsam an.
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