Zeit für ein Abenteuer

Willkommen auf meiner Reise durch die Welt.
Living in: Vreden, Deutschland
  • Day2

    Welcome to Tokyo, Shibuya

    January 7 in Japan ⋅ ☀️ 9 °C

    Nachdem es in Peking bei meinem zwischenstopp um die - 5 Grad waren, wurde ich in Tokio mit strahlend blauem Himmel und angenehmen 10 Grad begrüßt. Obwohl ich vorher so viel schlechtes gelesen habe über Air China, hat alles super geklappt mit dem Gepäck und auch das Essen im Flieger war okay. Und die Business Class sah einfach aus wie ein asiatisches Spa! Als ich eingestiegen bin, liefen die Stewardessen schon mit Tabletts in der Hand rum und es lief so eine Hotel-Lobby-Entspannungs-Musik.
    Nachdem ich mein Visumstempel bekommen habe, konnte ich direkt meinen Rucksack vom Band holen und war bereit für Tokio. Nur noch eben Geld abholen. Naja, nur blöd, dass ich meinen Kreditkarten-PIN nicht mehr wusste. 😂 Ich hab mir schon voll die Gedanken gemacht, was ich denn mache, wenn das nicht klappt. Dann hätte ich für die ganzen 2 Wochen nur ein bisschen mehr als 200€ zur Verfügung. Erstmal habe ich also ein bisschen Bargeld umgetauscht und nochmal meine Verbindung zum Hotel gecheckt. Dabei ist mir eingefallen, dass der PIN, den ich eingegeben hatte, von meiner australischen Karte war und nach kurzem Überlegen ist mir dann die richtige PIN-Nummer eingefallen und ich habe gleich noch ein bisschen mehr abgeholt. Glück gehabt! Dann ging es zum Bus. Den habe ich zum Glück schnell gefundena und in der nächsten Bahnstation habe ich mir direkt eine Suica-Karte gekauft, um die Bahn nutzen zu können. Meine Bahn war irgendwie sehr leer, aber es war ja auch keine Rush Hour. Meine ersten Eindrücke von Japan: Ich habe mich noch nirgendwo vorher so fremd gefühlt. Selbst im Bus vom Flughafen aus habe ich keinen einzigen Nicht-Japaner entdeckt, außer mir. Aber die Japaner selber scheint das nicht wirklich zu interessieren, kaum jemand hat mich überhaupt angeguckt. Im Hotel angekommen konnte ich erstmal nicht einchecken weil es keine Rezeption gab. Mir wurde vorher wohl ein PIN geschickt, aber ich wusste nicht, wie ich den eingeben konnte, da wir nur ein silbernes verspiegeltes Panel an der Tür hatten. Also habe ich im Treppenhaus auf den Typi gewartet, der eh noch eine Unterschrift brauchte. Das bestand komplett aus Teppich und bevor man überhaupt hochgehen durfte, musste man die Schuhe ausziehen. Echt witzig.😅 Man muss übrigens nur die Hand auf dieses Silber-Panel legen, dann erscheint ein Zahlenblock. Aber woher soll man sowas wissen? 😅 Da stand noch ein Kartensymbol drauf, also dachte ich, ich brauche eine Karte dafür. Jetzt konnte ich endlich duschen und mich ein bisschen fertig machen, denn Anna kam schon kurze Zeit später von der Arbeit. 😊 Nachdem wir ein bisschen gequatscht hatten, sind wir direkt mal zur Shibuya Kreuzung gefahren. An dieser Kreuzung überqueren bei einer Ampelphase bis zu 1500 Fußgänger gleichzeitig die Straße und bis zu 1 Mio Menschen am Tag! Verrückt. Als ich da war, kam mir das aber gar nicht so ultra voll vor, was aber vielleicht auch an der Tageszeit lag. Aber ansonsten war Shibuya einfach nur krass. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Überall Leuchtreklamen mit japanischen Zeichen, blinkende Lichterketten, Lautsprecher auf der Straße mit schriller Musik. Mädels, die bei 3 Grad mit so kurzen Röcken rumliefen, dass ich schon beim zuschauen gefroren habe. Und zwischendurch immer wieder diese Mangazeichnungen auf den Reklamen. Ich musste erstmal alles ein bisschen auf mich wirken lassen. Es war wirklich so, wie man sich Japan vorstellt. Bunt, laut und verrückt.
    Neben der Shibuya Kreuzung kann man hier auch die Hachikō Statue betrachten. Hachikō war ein Hund, der sein Herrchen jeden Tag nach der Arbeit von dieser Bahnstation abgeholt hat. Selbst nach dem Tod des Herrchens kam er jeden Tag für weitere 10 Jahre (!) zur Station und wartete jeden Tag auf sein verstorbenes Herrchen, bis er selber gestorben war. Die Statue hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt, aber die Geschichte ist doch schön! Jetzt ist Hachikō ein beliebter Treffpunkt.
    Gegenüber von Hachikō gibt einen riesigen Starbucks, von dessen 2. Etage man einen super Blick auf die Shibuya Kreuzung hat. Natürlich sind wir dann auch nochmal hoch, um uns den Trubel anzuschauen. Aber wir hatten beide Hunger, deshalb sind wir weiter ins Shibuya Viertel rein, um ein Restaurant zu suchen. Ein Laden nach dem anderen ist dort aneinandergereiht, alle ziemlich klein. Es passen teilweise vielleicht 5 Personen rein, mehr nicht. Dafür gibt es Bars, Clubs und Restaurants übereinander gestapelt auf bis zu 8 Etagen. Wir sind dann in ein für Japan typisches Restaurant gegangen, bei dem man am Eingang an einem Automaten bestellt und bezahlt und mit dem 'Ticket' dann zur Theke geht. Das Essen ist ca. nach 2 min fertig und man isst auch direkt an dieser Theke. Es gab eine Miso Suppe und Reis mit gebratenem Rindfleisch bzw Speck. Wer hätte es gedacht, aber Speck ist anscheinend ziemlich beliebt in der japanischen Küche. Naja, gemütlich essen kann man das nicht unbedingt nennen, aber dafür ist es gut und günstig! Gerade mal 380 Yen hat es gekostet, ca. 3,20€. Naja, die Miso Suppe hat mir mal so gar nicht geschmeckt, aber durch die riesen Portion Reis bin ich durchaus satt geworden.
    Unser nächstes Ziel war dann eine 200 Yen Bar. 200 Yen sind umgerechnet 1,70€. Jedes Getränk in dieser Bar kostet also 1,70€. Hinzu kommt allerdings eine Table Charge von 400 Yen pro Person, quasi eine Tischmiete. Trotzdem noch ein günstiger Abend! Und so hatten wir gemütlich Zeit, zu quatschen und uns auf den neusten Stand zu bringen. Das blöde ist nur, dass man in den Bars rauchen darf. Auf der Straße ist das nämlich ausdrücklich verboten! Später sind wir noch in den Supermarkt, um ein bisschen was fürs Frühstück einzukaufen. Viele hier haben 24/7 auf. Dabei ist mir aufgefallen, das Obst und Gemüse sooooo unglaublich teuer sind hier!!! Wir haben eine kleine Galia Melone gefunden, die ganze 20€ kosten sollte!!! Wir haben uns dann also für Haferflocken mit Milch und eine tüte Rosinen entschieden. 😂 Dann gings zurück ins Hotel, da Anna ja auch am nächsten Tag arbeiten musste. Das ist übrigens ganz im Süden von Tokio, an der Grenze zu Kawasaki, wo Anna arbeitet. So passt es von der Lage her für uns beide. Die Bahn auf der Rückfahrt war dann super ultra krass voll... Und das krasse ist, die meisten Japaner schlafen in diesem Getümmel einfach im Stehen.
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  • Day1

    Läuft bei mir... Nicht!

    January 6 in Germany ⋅ ⛅ 4 °C

    Schon gestern fing meine Aufregung wegen der Japanreise an. Da ich noch mit Noelle frühstücken wollte und deshalb nicht zum Lauftreff gehen konnte, bin ich um 7 einfach selber ein Ründchen laufen gegangen. Diesmal habe ich mein Handy mitgenommen, was ich eigentlich nie mache, warum dieses mal unbedingt weiß ich auch nicht. Mein Handy war ja schon vorher ziemlich angeschlagen, mit den 300 Rissen und komischen gelben Flecken auf dem Bildschirm. Das komische Fisselwetter hat ihm dann wohl den Rest gegeben, denn als ich wieder zuhause war ging gar nix mehr. Der Bildschirm hat total geflackert und ich konnte nichts mehr drücken. Super geil! Ist ja nicht so, dass es einen besseren Zeitpunkt dafür geben könnte.😖 Nach dem entspannten Frühstück bin ich also direkt mal nach Ahaus, um mir ein neues Handy zu kaufen. Nicht, dass ich jemals ein teures Handy kaufen würde, aber hätte mir das Geld lieber für die Reise noch gespart. Aber was solls! Besser so als am Tag der Abreise.

    Fail Nummer 2 kam dann direkt nach dem Mittagessen bei Mama und Papa. Habe dann versucht, mich online für meine Flüge einzuchecken. Da ich eine etwas blöde Route gebucht habe (Düsseldorf - München - Peking - Tokio) musste ich mich also für 3 Flüge einchecken. Der erste Flug ist mit Lufthansa, und ich habe direkt eine Mail bekommen, als ich mich einchecken konnte. Alles kein Problem. Dort wurde auch direkt die ganze Route angezeigt und auch für den zweiten Flug mit Air China konnte ich mich über Lufthansa einchecken. Nur der dritte Flug (auch Air China) ging nicht. Selbst auf der eigenen Homepage nicht. Also hab ich mir schon voll die Gedanken gemacht, warum das nicht geht, alle Leute verrückt gemacht, aber letztendlich hatte ich keine andere Möglichkeit, als am Flughafen am Schalter nachzufragen...

    So, und jetzt der dritte Schock: In München wurden über 100 Flüge abgesagt wegen Schneechaos. Yes! Bei der Nachricht hätte ich echt heulen können vor Verzweiflung. Natürlich habe ich direkt mal nachgeschaut, aber meine Flüge sollten eigentlich nach Plan verlaufen. Ich bin gespannt!

    Heute Morgen haben Mama und Papa mich zum Glück zum Flughafen gefahren, dann musste ich mir darum schonmal keine Gedanken mehr machen. 😊 Am Flughafen in Düsseldorf konnte ich mich dann aber leider immer noch nicht für den dritten Flug einchecken. Also muss ich in München wohl nochmal nachfragen. Ich hoffe es geht alles gut! Mein Gepäck wurde aber direkt bis zum Flughafen im Tokio gebucht. Wenigstens darum muss ich mir keine Gedanken machen! Hauptsache ich komme auch dort an. 😂
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  • Day377

    Ich hasse Fahrrad fahren!

    March 25, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach zwei Nächten in Fremantle sind wir gestern dann umgezogen nach Northbridge, um ein bisschen näher in der City zu sein. Ich weiß gar nicht, warum mein Backpack so unglaublich schwer ist! Dann haben wir den Tag in der Stadt verbracht, ein bisschen shoppen, einkaufen und sowas. Wir haben noch Haarfarbe gekauft und wollten unsere Haare in sonem Rosegold färben. Zurück am Hostel haben wir das auch direkt ausprobiert. Ein richtiges Ergebnis kann man allerdings nicht sehen, bei keinem von uns.😕 Dann gings nochmal zu Damon, um uns von Matt zu verabschieden. Was sich aber für uns kaum gelohnt hat. Die Fahrt dahin war im Endeffekt länger, als die Zeit, die wir bei den Jungs waren. Sind dann noch mit zum Flughafen gefahren, haben Matt nach Thailand verabschiedet und sind dann mit Joel zurück zum Hostel gefahren.

    Heute hatten wir dann endlich die Rottnest Island Tour gebucht. Da wir aber erstmal wieder nach Fremantle mussten, mussten wir heute richtig früh aufstehen. Und dann hätten wir auch noch fast unsere Bahn verpasst! Aber ist alles nochmal gut gegangen. Auf der Fähre hat Kristina dann schon auf uns gewartet. Sie hatte sich entschieden, noch ein drittes mal nach Rottnest Island zu fahren. Für uns aber auch gut, da wir einen Tourguide hatten. Auf 'Rotto', wie die Australier sagen würden, haben wir direkt unser Fahrrad bekommen. Auf der Insel darf man auch kein Auto fahren. Erst habe ich mich richtig gefreut, mal wieder Fahrrad zu fahren! Mit unseren schicken roten Fietsen und dem Helm gings dann los auf Inselerkundung und Quokkasuche. Kristina hat ungefähr bei jedem Quokka angehalten, was sie gesehen hatte, nur um das perfekte Foto zu bekommen. Laura und ich waren da ein bisschen entspannter. Die kleinen Tierchen sind aber echt super süß. Und sogar kleiner als ich gedacht habe. Außer denen gibt es auf Rottnest auch nicht wirklich viel. Es ist nur super hügelig und irgendwann richtig anstrengend mit dem Fahrrad. Ich weiß wieder, warum ich Fahrrad fahren hasse! Uns wurde dabei so warm, dass wir ohne Jacke gefahren sind, obwohl es eigentlich gar nicht sooo warm war. Schnorcheln wollten wir uns aber auch nicht entgehen lassen, da das und Fahrrad fahren eigentlich so die einzigen möglichen Aktivitäten auf der Insel sind. Und es gab ein Schiffswrack unter Wasser, ziemlich direkt am Strand. Das Wasser war aber aaaaaarschkalt... Hab echt ne Weile gebraucht, bis ich drin war. Und das Meer war ziemlich unruhig und die Sicht ziemlich beschissen. Konnte also kaum was sehen, und dazu kam, dass ich mit Kristinas Maske kaum atmen konnte. Sie hat sone Maske, die ganz übers Gesicht geht, die die ganzen Chinesen immer haben. Ich hatte allerdings schon an Land Probleme damit, unter Wasser gings also gar nicht. Hab kaum Luft bekommen und immer Wasser rein bekommen. Hatte dann kurz mit Lauras Schwimmbrille getauscht, durch die man aber auch nicht wirklich was sehen konnte. Aber was solls! Ist schon cool, an diesen ganzen Buchten und Stränden entlang zu fahren. Ansonsten besteht die Insel nur aus grünlich grauem Gebüsch. Ein Highlight war dann noch der Leuchtturm, von wo aus man eine tolle Sicht auf die Insel hatte. Da konnten wir dann all die Hügel sehen, die wir noch hoch mussten. Als wir die Insel einmal umrundet hatten, haben wir uns in dem einzigen Cafe neben dem einzigen Supermarkt noch Bananenbrot und Brownies gegönnt. Auf dem Rückweg zum Jetty haben wir dann noch die 'Mall' gefunden, mit ein paar Restaurants und einem viel zu überteuertem Klamottenladen. So wirklich wohnen tut aber niemand auf der Insel, außer in den Ferienwohnungen. Einmal Rottnest Island war mir dann aber auch genug. Ich würde nicht sagen, dass es sich nicht gelohnt hätte. Wir hatten echt einen coolen Tag! Aber wenn man das einmal gesehen hat, finde ich reicht es auch.
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  • Day375

    Und wo sind die Seelöwen?

    March 23, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Gestern waren wir soo unglaublich faul. Nachdem wir mitten auf der Straße, bzw. auf dem Bürgersteig neben unserem Hostel unsere Backpacks gepackt und das Auto leer gemacht haben, gings zum Supermarkt Frühstück kaufen und zur Waschanlage. Weil das Auto aber nichtmal annähernd sauber war, haben Laura und ich mit diesen Fensterwischern nochmal das ganze Auto geputzt und gesaugt, während Matt die ganze Zeit am telefonieren war. Dann hat Matt uns zurück gebracht in unser Hostel und wir haben in dem Gemeinschaftsraum auf dem Sofas gewartet, bis wir einchecken konnten. Gleichzeitig haben wir so grob die nächsten Tage geplant, unsere letzten Tage in Perth! 😭 Irgendwann sind wir aufs Zimmer gewechselt, um da weiter faul zu sein. Noch ein kurzer Nap, dann konnten wir schon Abendessen. Es gab Mi-Nudeln! 😂 Damit wir doch noch ein Highlight für den Tag hatten, sind wir am Abend noch ins Kino gegangen und haben Red Sparrow geschaut. Ein echt guter Film, der einen wirklich gefesselt hat und über den wir auch nachher noch lange geredet haben.

    Heute mussten wir dann früh aufstehen für eine Tour. Unser Hostel war in Fremantle und eigentlich nur aus dem Grund, da wir nach Rottnest Island wollten und die Fähren von Fremantle aus fahren. Da wir aber von Kristina die Seelöwentour empfohlen bekommen haben und die nur noch heute freie Plätze hatten, haben wir uns dafür entschieden.
    Am Boot waren wir einfach die einzigen für die Tour. Und das Boot war auch wirklich klein. Aber eine private Tour ist ja auch nicht schlecht. Bis zum Seelöwenspot wars vielleicht 15 Minuten. Aber leider gabs für uns keine Seelöwen zu sehen. Nicht auf der kleinen Sandinsel und auch nicht im Wasser. Und beim Schnorcheln haben wir vielleicht 3 Fische gesehen. 😂 Und es war eisig kalt! Auch wenns draußen so 26 Grad war. Von da aus sind wir dann auf einen Strand zu gefahren. Der Typi hatte so ein Luftkissen dabei mit einer Schnur, dass man hinter das Boot schnüren konnte. Also haben wir uns Schwimmwesten angezogen und dann gings rauf auf das Kissen. Wir mussten einfach die ganze Zeit lachen, weil das soooo Spaß gemacht hat!😁 Er ist dann immer Kurven gefahren und wir mussten uns richtig festklammern, um nicht runter zu fallen. Dann konnten wir ne Runde am Strand entlang laufen oder schwimmen oder sowas. Danach durften wir noch ne Runde auf dem Kissen mitfahren und diesmal konnten wir uns beide nicht mehr halten. Und ich glaube ich hab noch nie so viel Wasser geschluckt! 😅 An unserem zweiten Schnorchelspot konnte man auch nicht viel mehr sehen, um ehrlich zu sein. Ein Schwarm von richtig dicken, großen Fischen war so das Highlight dabei. Am Ende sind wir nochmal zu der Sandinsel gefahren, um zu schauen, ob es nicht doch noch Seelöwen zu sehen gibt. Aber leider nicht. Also gab es ein Subway Sandwich zum Lunch auf dem Boot, auch wenn es erst 11 war. Auf dem Rückweg sind wir noch ne Runde durch den Hafen gefahren, konnten uns die Boote anschauen und unser Boot auch mal selber lenken! Das war richtig cool. Die Tour hat sich aber insgesamt eher weniger gelohnt. Gut, dass wir nur 50$ gezahlt haben!

    Wieder in Fremantle haben uns den Fremantle Market nochmal angeschaut und sind durch die Straßen geschlendert. Gekauft haben wir aber außer Obst nichts mehr.

    Am Abend hatten wir uns nochmal mit Matt, Joel und Damon verabredet. Natürlich wieder bei Damon zuhause. Matt war gestern nach Joel gefahren, um ihn von der Farm abzuholen und fürs Wochenende mitzunehmen nach Perth. Da heute Matts letzter Abend war, haben wir ein bisschen was zusammen getrunken. Matt hat uns netterweise abgeholt vom Hostel. Auf dem Weg noch schnell ein Kaffee beim 7-eleven gekauft, um den mit dem Baileys zusammen zu trinken. Dann haben wir ein paar Kartenspiele gespielt, mussten zwischendurch nochmal neues Bier und neuen Wein im Bottleshop kaufen und hatten einem richtig coolen Abend!
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  • Day373

    We made it!

    March 21, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir haben es tatsächlich von Broome nach Lancelin (erstmal) in ca. 26 h gemacht! Nachdem wir gestern einen mehr oder weniger traurigen Abschied von allen hatten, haben wir uns erst so gegen halb 2 nachmittags auf den Weg gemacht. Matt brauchte noch Impfungen, dann waren wir noch schnell im Supermarkt und bei der Bäckerei und haben dann erstmal auf Armin und Tom gewartet, die in der Werkstatt waren. Irgendwann war uns das warten aber zu blöd und wir haben gesagt, wir treffen die anderen an der Werkstatt. Also hieß es Abschied nehmen von der Truppe. Sowohl von Craig und co, Kristina, als auch von Shane, Alex und Rooster. Schon komisch, es waren nichtmal ganz 2 Wochen, hat sich aber ewig angefühlt. Ein bisschen vermissen werden wir die Chaoten ja schon - oder zumindest die coole Zeit. Achja, und Matt hat denen Little Fucker überlassen, also noch ein schmerzlicher Abschied. 😂 Dann also ins Auto und noch kurz bei Tom und Armin vorbei. Echt liebe Menschen! Die werden alle zusammen weiter fahren nach Darwin, dann teilweise noch weiter nach Alice Springs und Adelaide. Für uns fing der Auto-Marathon an und tatsächlich sind wir über einen Tag später, genau 26 h, in Lancelin angekommen. Matt wollte unbedingt in der Nacht fahren. Ich fand das ja nicht so cool wegen den Kängurus und so, aber ist ja nicht mein Auto. UND: Wir sind einfach durch Meeka gefahren! Was ein komisches Gefühl es war, wieder dort zu sein. Aber nur kurz für eine Stunde Zwischenstopp, schnell ein Nap, bevor ich wieder im Hellen weitergefahren bin. Ich kann ja nicht wirklich - und wollte auch nicht - im Dunkeln fahren, da ich ohne meine Brille - die ich ja ungefähr vor nem halben Jahr verloren habe - im Dunkeln nichts sehen kann. Also hatte ich immer die Tagschicht.

    Ungefähr um 3 sind wir dann in Lancelin angekommen. Auf dem Hinweg die Westküste hoch hatten wir ja die Sanddünen und auch die Pinnacles ausgelassen, um die anderen zu treffen. Das wollten wir ja nun nachholen, allerdings konnten wir uns alle nicht so wirklich aufraffen was anzuschauen, also haben wir die Pinnacles (eigentlich ja einer der Hauptattraktionen an der Westküste) einfach ausgelassen. Laura und ich haben dann für die Sanddünen in Lancelin Quads gemietet, eine halbe Stunde für 50$ schien uns ganz in Ordnung. Und wir hatten bisher nur ungefähr 500$ jeder (plus 200$ für den Tauchtrip) ausgegeben auf dem ganzen Trip, also wollten wir uns mal was gönnen. Dann also eine kurze Einweisung und rauf gings auf die Quads. Für mich war es das erste mal auf nem Quad (wenn man das Mini-Barbie-Quad in Darwin nicht mit zählt) und ich hatte schon ein bisschen Respekt. Aber es war sooooo cool!!! Wollten allerdings gerade die erste Sanddüne hoch, als Laura das erste mal stecken geblieben ist. Und dann noch 5x innerhalb 5 Minuten. 😂 Bis ich dann das erste Mal stecken geblieben bin. 😂 Und das war teilweise gar nicht so einfach, da wieder raus zukommen. Wir waren beide einfach nass geschwitzt und ich hab mein Knie einmal richtig am Auspuff verbrannt. Generell hat das richtig Spaß gemacht durch den Sand zu driften, aber wir sind auch echt richtig oft stecken geblieben. Als wir dann zurück wollten, um die Quads abzugeben, konnten wir erstmal den Weg nicht finden. 😂 Die Dünen waren alle so hoch, dass wir nicht drüber fahren konnten und es sah sowieso alles irgendwie gleich aus. Zum Glück war auf einer Seite das Meer zur Orientierung. Letztendlich haben wir statt ner halben Stunde fast ne Stunde gebraucht und das deutsche Mädel vom Verleih hatte uns schon 10 Minuten am Anfang geschenkt. Uuuuups. Irgendwann wars uns aber egal, weil wir dachten wir mussten eh nachzahlen. Aber als wir dann ankamen, meinte der Chef es sei alles gut und er wollte nicht mehr Geld. Eh ok? Na dann! Der Typi war allerdings eh komisch. Trinkt den ganzen Tag nur Cola oder Alkohol, kein Wasser, und hat immer junge Backpacker-Mädels für sich am arbeiten, die er bei sich wohnen lässt und kostenlos bei ihm Essen und sogar Alkohol bekommen. Und mit ihm in den Urlaub auf die Malediven oder nach Bali fahren! Natürlich auch kostenlos. Und bezahlt werden sie auch noch. Irgendwas läuft doch da falsch? Er meinte er hat keine Freundin, also gibt es alles für die Mädels aus. Und am Ende haben Laura und ich noch ein Angebot bekommen, bei ihm zu arbeiten. Auch wenn wir kein Arbeitsvisum mehr haben, aber er würde uns Cash on Hand bezahlen. Und eine Einladung auf ein paar Bier in sein Haus haben wir auch bekommen. 😂 Haben aber dankend abgelehnt. So ein Sugardaddy!

    2 h weiter waren wir dann endlich in Perth. Matt hatte sich nochmal mit Damon verabredet, der auch bei unserem Grillabend dabei war. Er wollte dann auch bei ihm pennen, also haben Laura und ich uns gedacht, wir können einfach vor seinem Haus noch eine letzte Nacht im Auto pennen. Bequem war allerdings anders. Und im Endeffekt hat Matt auch im Auto gepennt, weil Damons Mitbewohner wohl keinen Besuch wollten.
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  • Day371

    Last Night

    March 19, 2018 in Australia ⋅ 🌬 33 °C

    Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Nacht im Auto letztendlich die schlimmste war. Irgendwie waren alle schlimm. Und diese wieder ganz besonders. Wir sind so gegen 2/halb 3 schlafen gegangen. Zwischendurch hatten wir immer mal kurz die Tür auf, da es sonst im Auto nicht auszuhalten war. Und wir dachten, dass unser Auto umzingelt ist von Mosquitos, weil das Surren sooooo laut war! Wir hatten ja auch nie Licht an im Auto. Allerdings waren die tatsächlich alle IM Auto. Da sind Laura und Matt direkt ausgerastet. 😂 Licht an, Mücken töten. Ich war so im Halbschlaf und mich hat das Surren zwar auch genervt, aber so groß was drum gegeben habe ich auch nicht. Aber die beiden werden auch immer zerstochen, Matts Beine sind knallrot vor Stichen und Laura kratzt sich die ganze Zeit alles kaputt. Um 5 Uhr morgens haben die beiden dann entschieden, dass wir weiterfahren müssen, weil sie es dort nicht aushalten. Gesagt, getan. Schnell die Stühle eingepackt und los. Von mir aus hätten wir auch da bleiben können, aber was solls. Kurz vor Broome haben wir dann an einem Roadhouse angehalten und gefrühstückt. Da wollten wir dann erst auf die anderen warten, aber letztendlich haben wir uns gedacht, können wir auch direkt in Broome warten. Da sind wir dann zu einer Bäckerei gefahren und haben uns ein zweites Frühstück gegönnt. Von da aus gings dann zum Hostel, bei dem wir noch nicht einchecken konnten. Also gings direkt mal in den Pool. Da haben wir dann auch den ganzen Morgen und Mittag verbracht, da Matt nochmal zum Mechaniker und zum Arzt gefahren ist mit unseren ganzen Sachen. Das Hostel ist ziemlich geil, ist alles ziemlich neu und sieht eher aus wie ein Hotel. Und die Zimmer sind so schön kühl!!! Das ist mal zur Abwechslung zu den Campingnächten bei gefühlten 50 Grad richtig schön. Weil Matt immer noch nicht da war, als wir einchecken konnten, sind wir dann ins Zimmer und haben da noch einen Nap gemacht. Was ein morgen!

    Später sind wir einkaufen gefahren für unser BBQ, das wir für unseren letzten gemeinsamen Abend geplant hatten. Wir mussten uns allerdings beeilen, da wir den Sonnenuntergang am berühmten Cable Beach sehen wollten mit der Kamelkarawane. Und der Sonnenuntergang war wirklich ultra schön!! Leider haben wir aber irgendwie die Kamele verpasst. Wir waren erstens am falschen Abschnitt vom Strand, der wirklich riesig ist. Und dann haben wir die Kamele gerade vom Strand runterlaufen sehen, als wir ein bisschen entlang gelaufen sind... 😅 Einen Abend in Broome und wir verpassen die Kamele, war sooo klar!

    Aber wer braucht schon Kamele, wenn man ein riesen BBQ haben kann. Zusammen mit Craig und co waren wir 12 Leute und haben ein echt gutes BBQ vorbereitet. Känguru Burger, Hähnchen, Würstchen, Gemüse, Brot, Salat, Bruschetta... Alles was man sich wünscht. Das war echt mal ein richtig ordentliches Essen, nach den ganzen Mi-Nudeln und Pasta Pesto, was wir die ganze Zeit hatten. Nachher sind wir mit unseren Getränken zum Strand gelaufen, wo wir es aber leider nicht lange ausgehalten haben wegen den ganzen Mücken. Also gings direkt wieder zurück zum Hostel. Ein paar von uns sind weiter gegangen zu nem anderen Hostel, um neue Freunde zu machen. Wir sind bei uns im Hostel geblieben, haben da weiter getrunken und gechillt. Shane und Laura haben sich dann später auch dazu entscheiden, die anderen zu suchen. Aber kurze Zeit nachdem die beiden weg waren, kamen die anderen wieder. Voll aufgeregt haben sie dann erzählt, wie sie in den Pool gesprungen sind, dann rausgeschmissen wurden und verfolgt wurden, sich im Busch versteckt haben und sowas. Dann wurde erstmal noch der Trichter rausgeholt und passend dazu kamen auch Laura und Shane wieder. Die beiden waren auch im Pool, aber von nem anderen Hostel. Allerdings auch ohne Verfolgungsjagd. Dann sind wir alle zusammen noch in unseren Pool gegangen, der eigentlich um 6 schließt und saßen am Ende saßen alle noch gemütlich zusammen und haben den letzten Abend genossen.
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  • Day370

    Happy Birthday, Shane!

    March 18, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 35 °C

    Heute war Shanes Geburtstag. Und der arme hatte leider nichtmal annähernd einen so coolen Tag wie Laura. Weil Shane eh ein Langschläfer ist und immer als letztes aufsteht, hat er von uns allen ein Geburtstagsständchen um sein Zelt rum bekommen. So 100% begeistert hat ihn das wahrscheinlich aber nicht. 😂 Zum Frühstück gabs dann Bananenbrot mit Kerzen drauf und eine singende Karte. Und los gings auf die Straße. Ein weiterer Tag, an dem nur Fahren auf dem Plan stand. Zwischendurch sind wir immer mal wieder angehalten und haben Autos getauscht, sodass jeder mal mit anderen Leuten im Auto sitzt. Und wir hatten vorher darüber geredet, dass man hier in dieser verlassenen Gegend gut Ampelroulette spielen könnte, aber es gibt ja keine Ampeln. Dann meinte Shane, wir könnten es so abändern, dass an jeder Baustelle auf der Straße einer aussteigt und den Typen auf der Straße küssen muss. Es gibt ja immer diese Typen, die mit dem Stoppschild in der Hand da stehen. Also haben Laura und ich an der ersten Baustelle nach vielleicht 5 km odds on gespielt und wir haben unheimlicherweise natürlich auch die gleiche Nummer genannt. Also wars meine Aufgabe, so lange wir da standen, aus dem Auto raus zu gehen und den Typen auf die Wange zu küssen. 😂 Der war wohl ein bisschen verwirrt. Als wir nach einem kilometerlangen Zug aber dann weiterfahren konnten, hat er uns mit einem Grinsen durchgewunken und auch seine Kollegen haben uns nett zu gewunken. So einfach ist es, neue Freunde zu machen! Wenn auch nur so alte Säcke.😅

    In Port Hedland sind wir alle nochmal ausgestiegen und haben uns ein paar Sachen im Supermarkt gekauft. Nur ein kurzer Stopp und dann direkt weiter. Es ist echt unglaublich, wie wenig es auf dieser Straße gab von Port Hedland nach Broome gab. Nach einigen hunderten Kilometern haben wir an dem einzigen Roadhouse mitten in der Pampa gehalten, um zu tanken. Und fürs lunch. Uuuuund um Haare zu färben! Da Alex und Matt sich ja die Haare pink färben mussten und die beiden sich in Port Hedland Farbe gekauft hatten, war jetzt der perfekte Zeitpunkt. Ich durfte färben. 😁 Ich glaube, ich sollte mal meine Frisörkarriere beginnen und Geld dafür nehmen. In Ravy habe ich auch Ulli schon die Haare gefärbt und Laura ihre Haare geschnitten. Bei Matt ist das Pink dann auch richtig krass rausgekommen. Bei Alex, der ja eher so straßenköterblond ist, wars sogar eher ganz cool und nicht so knallig. Ein bisschen Farbe haben wir noch über gelassen, um bei Laura und mir eigentlich die Spitzen pink zu machen. Stattdessen haben die Jungs aber für uns entschieden, dass wir eine Strähne im Pony pink bekommen sollten. Mhh ok. Loann hat dann auch noch ein bisschen pink in den Pony bekommen. Und fertig war unsere Punk Band mit super ernstem Albumcover-Foto. 😂 Da wir uns ganz schön lang damit aufgehalten haben, mussten wir uns dann endlich mal wieder weiter auf den Weg machen. Ein paar hundert Kilometer vor Broome sind wir dann immer mal wieder auf komplett geflutete Straßen gestoßen und riesige Schlaglöcher. Am Anfang stand ja zur Debatte, ob wir es bis nach Broome schaffen oder nicht. Wir hatten Fotos gesehen von vor einigen Tagen, bei der man gar keine Straße mehr sehen konnte. Alles stand unter Wasser und von oben sah es aus wie das Meer. Da hat der Zyklon wohl ordentlich gewütet... Einmal haben wir sogar ein umgekipptes 4wd am Straßenrand gesehen. Gleichzeitig sah das Wasser auf der Straße und auf den Felder aber auch ziemlich cool aus mit der Spiegelung der Sonne. Die stand schon ziemlich tief. Das haben wir gleich mal ausgenutzt, um ein paar Gruppenfotos mit den Autos zu machen. Dann hat Alex noch die Drohne gestartet und wir sind gefahren, während wir im Fenster standen. Ein Bier in die Hand und fertig war unsere Auto-Roofbar. Dann haben wir noch Happy Birthday aufgedreht für Shane und ein bisschen auf der Straße gefeiert. Ein Roadtrain hat uns allerdings ein bisschen die Stimmung genommen, da wir für ihn Platz machen mussten. War für uns aber auch kein Problem, Shane, Laura und ich haben einfach im Auto weiter getrunken, während Kristina gefahren ist.

    Als wir im Camp angekommen sind, war es schon wieder dunkel. Haben ja auf dem Weg schon wieder genug rumgetrödelt. 😂 Und ohhh mein Gott... Ein bisschen hat dieses Camp an das erinnert, in dem wir die ultra heiße Nacht erlebt haben. Ständig hatte man 3 Millionen Insekten gleichzeitig an einem kleben. Und die hohe Luftfeuchtigkeit hat sich jetzt echt bemerkbar gemacht... Armer Shane. Es hätte zu seinem Geburtstag mal ein bisschen angenehmer sein können. Aber das hat uns nicht vom Trinken abgehalten. Ein paar Trinkspiele und einen Dancefloor hatten wir sogar auch. Ich denke, wir haben noch das beste raus gemacht. 😊 Wir haben uns später mal wieder dazu entschieden, im Auto zu schlafen.
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  • Day369

    Der frühe Vogel fängt den Wurm

    March 17, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einer weiteren schlaflosen Nacht im Auto ging unser Wecker heute um 1:30 Uhr. Im Karijini gibt es neben den ganzen Schluchten nämlich noch einen Berg zu besteigen, den Mount Bruce. Da wir nicht in der unglaublichen Hitze am Tag laufen wollten, haben wir uns gedacht, wir laufen passend zum Sonnenaufgang hoch. Gestartet sind wir dann um 2:20 Uhr. Ausgestattet mit Kopf- und Handylampen sind wir also im Dunkeln den Berg hoch. Ich hatte ne kurze Hose und ein Top an und mir war anfangs ein bisschen kalt. Nach kurzer Zeit wurde mir allerdings echt warm. Ein bisschen gruselig wars schon, weils teilweise direkt neben dir ziemlich steil bergab ging, und wer weiß, was sich in den Gräsern so versteckt. Wir waren übrigens nur zu fünft, Loann, Matt, Kristina, Laura und ich. Die anderen hatten keine Lust, so früh los zu laufen oder überhaupt einen Berg zu besteigen. Obwohl die Idee eigentlich von Shane kam. Zwischendurch gabs Teile, die man ein bisschen hochklettern musste und man hat direkt neben sich den Abgrund gesehen. Und das letzte Stück kurz vor dem Ziel war nochmal ziemlich steil und anstrengend. Generell bin ich aber echt froh, den Walk im Dunkeln gemacht zu haben. Zum einen, weil's schon echt heiß genug war, und zum anderen wegen der coolen Erfahrung! Oben angekommen sind wir dann um 4:38 Uhr, und nicht wie angegeben nach 3 h. Also mussten wir echt noch ein bisschen warten auf den Sonnenaufgang. Genau gesagt 2 h. Und es war eisig dort oben. Haben uns erstmal einen Ort gesucht, der ein bisschen windgeschützter war und uns dann zu dritt mein Handtuch über gelegt. Trotzdem verging die Zeit dann relativ schnell und wir konnten einen richtig schönen Sonnenaufgang beobachten. Dann wars richtig cool, das alles mal im Hellen zu sehen. Beim Fotos machen sind wir dann auf eine kleine Butterbrotsdose gestoßen, die unter einem Felsen versteckt war. Das war eine Geocatching Box mit lauter unnützem Zeug drin und einem kleinen Block. Der erste Eintrag war von 2011, und Leute aus aller Welt haben Grüße da gelassen und was in die Box getan. Wir wollten auch gern was reinschreiben, hatten aber keinen Stift. Also haben wir einen Kassenbon rein gelegt, auf dem man das Datum lesen konnte. Dann ging die Box wieder zurück unter den Felsen für die nächsten Entdecker. Und wir haben uns auf den Rückweg gemacht. Schon komisch, jetzt erstmal sehen zu können, wo man her gewandert ist.

    Zurück in Tom Price hat Matt uns mit Frühstück auf einer Wiese abgesetzt und ist zum Mechaniker gefahren. Wir haben versucht, da mal ein bisschen zu schlafen. Aber so einfach war das bei der Hitze gar nicht... Als alle wieder zusammen waren gings noch kurz einkaufen für Shanes Geburtstag und los zum letzten Stopp im Karijini. Eine Gorge hatten wir noch vor uns, die Hamersly Gorge. Die war aber nicht ganz so abenteuermäßig wie die anderen. Diesmal gabs keinen Walk, nur Treppen runter und man war direkt da. Laura und ich sind dann erstmal eine runde schwimmen gegangen. Dann wieder zurück und auf den Felsen rumgeklettert. Am Ende saßen die Jungs alle in einem kleinen Pool. So weit sind wir allerdings nicht gegangen. Nachher haben wir aber erzählt bekommen, dass es sich lohnt, den Pool anzuschauen und dass es dort ne Wasserschlange gibt. Also wieder zurück. Im Pool selber wars allerdings irgendwie ein bisschen unheimlich und tatsächlich haben wir dann auch die Schlange gesehen, als ich gerade nochmal in den Pool gehen wollte. Die war ziemlich klein, aber trotzdem groß genug, dass ich nicht da sitzen bleiben wollte und aufgesprungen bin. Man weiß ja nie... Bevor wir los gefahren sind, haben wir noch ein bisschen auf dem Parkplatz rumgehangen und Gitarre gespielt, Fußball oder Longboard gefahren in der Abendsonne. Am Campingplatz später waren Craig und Co auch wieder am Start. Craig ist noch vor dem Essen mit Alex auf Empfangsuche gefahren. Die beiden kamen dann viel später wieder als gedacht, mit einer unglaublichen Nachricht. Craig hatte schon wieder einen Platten! Was ist denn los hier...
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  • Day368

    Der Tag fing so gut an ...

    March 16, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    Genau wie gestern sind wir heute erst so gegen 9 wieder los gekommen. Und dabei hatten wir einiges auf unserer To Do. Allerdings sind wir davor schon in Tom Price gewesen, um zu tanken. Frühstück hatten wir dann auch direkt auf dem Weg. Programmpunkt Nummer 1 für heute war die Hancock Gorge. Wir dachten schon, wir hätten die Pappnasen schon wieder verloren, aber tatsächlich kamen die genau dann auf den Parkplatz angerollt, als wir uns eingecremt haben. In der Schlucht gings diesmal wieder die Treppen runter. Sogar noch steiler als gestern, sodass zwischendurch Leitern eingebaut wurden. Und auf den ersten paar Metern haben wir schon gedacht, das ist ja noch cooler als gestern! Die Schlucht war nicht so breit wie die andere, überall Wasser und irgendwann konnten wir auch nicht mehr an den Felsen vorbei laufen. Also mussten wir den Weg durchs Wasser nehmen. Ein paar von uns (ich inklusive😜) waren so schlau und haben einfach die Schuhe angelassen, da im Wasser selbst auch noch einige Felsen und Steine waren. Es wurde dann relativ schnell auch relativ tief, also war schwimmen die einzige Lösung. Die Rucksäcke haben wir einfach vor dem Wasser stehen gelassen. Dann kamen wieder einige Felsen, dann eine Felsbucht, die "Amphitheater" hieß, bevor es links den Spider Walk weiter ging. Die Felswände waren so nah aneinander, dass man quasi mit Händen und Füßen an der Wand entlang gehen konnte. Unter uns war dabei die ganze Zeit Wasser. Als der schmale Weg vorbei war, gings wieder ein bisschen runter, und ich war mal wieder so ein Held, hab mich voll abgepackt und bin dann ein ganzes Stück gerutscht. Im Endeffekt hat es aber echt Spaß gemacht! Mehr als einen blauen Fleck am Knie wird das zum Glück auch wohl nicht geben. 😂 Dann ging es weiter und um die Ecke konnte man dann den Pool sehen! Das war wohl der coolste Wanderweg, den ich je gesehen habe! Laura und ich konnten es die ganze Zeit gar nicht glauben, weil wir das alles soooo toll fanden und gar keine Worte dafür hatten! Nach ein bisschen plantschen und springen gings auf den Rückweg. Und direkt weiter zum nächsten Gorge!

    Weano Gorge hat dem ersten Gorge dann auch harte Konkurrenz gemacht. Noch so ein cooler Hike durch die Schlucht, dann gings auf einmal steil runter in einen riesigen Pool. Es war sogar extra ein Geländer angebaut, und trotzdem wars noch rutschig mit dem ganzen Wasser auf den Felsen. Auf der anderen Seite des Pools gings dann noch ein kleines Stück weiter. Wieder durch eine Wasserstraße, die immer tiefer wurde. Hier bekamen wir von anderen Wanderern noch gesagt, dass wir aufpassen sollen vor Schlangen in den Felsen... Zum Glück haben wir aber keine gesehen... Am Ende gabs nochmal wieder einen kleineren Pool. Wenn man auf die Felsen raufgeklettert ist, konnte man so aus 4 m in das Wasser springen. Soooo traumhaft!! So ein verstecktes Paradies! Hinter dem Pool war dann eine Absperrung. Die hat uns allerdings nicht davon abgehalten, da weiter zu gehen. Es ging dann erst nochmal so 6 m weiter in die Tiefe zum nächsten Pool runter. Oben auf den Felsen konnte man aber herlaufen. Erstmal haben Matt und Laura die Lage gecheckt und geschaut, ob man irgendwo wieder hoch kommt, wenn man dort in den Pool springt. Und natürlich ob der Pool tief genug ist. Zum Glück war er das, und dann sind alle hinterher gesprungen. Wir hatten so eine unglaublich gute Zeit dort und wir können jetzt schon sagen, dass es wohl der schönste Ort an der Westküste ist. Wenn nicht sogar mit einer der schönsten in Australien. Also Karijini im Allgemeinen. Und die beiden Gorges waren einfach der Hammer!

    Nach dem Aufstieg aus der Schlucht hatten wir alle richtig Hunger, also wars an der Zeit für Lunch. Lange Zeit dafür hatten wir aber nicht, da es schon mitten am Nachmittag war und wir eigentlich noch ein bisschen was vor hatten. Also gings wieder los zu den Falls. Diesmal war es wieder ein kleiner Walk und später sind wir die Felsen runter geklettert. Dann ins eiskalte Wasser und Richtung Wasserfall. Das Wasser war aber so flach, dass man nicht mehr schwimmen konnte, und es lagen so viele Steinchen auf dem Boden, dass auch laufen weh tat. Also haben wir uns durchs Wasser gerobbt zu den Falls. Der Wasserfall an sich war allerdings unspektakulär, viel cooler war, dass man wieder in soner riesigen Felsbucht saß. Lange waren wir aber nicht dort, weil es auch einfach ziemlich kalt war. Also gings wieder hoch. Die letzte Gorge für den Tag haben wir nicht mehr geschafft, weil es schon spät Nachmittags war und der Hike dorthin noch 4 km lang war. Allerdings haben wir es uns nicht nehmen lassen, einen Blick vom Lookout Point runter auf die Knox Gorge zu werfen.

    Dann haben wir uns auf den Rückweg gemacht und ja, das war dann der zweite Teil vom Tag. Da wir zu den Hauptstraßen über Gravel Roads fahren mussten, hatte Matt ziemlich Spaß daran, das Lenkrad immer von links nach rechts zu reißen und mit dem Auto zu driften. Er hatte das gestern schon gemacht... Und am Lookout haben wir noch darüber geredet, dass alle irgendwie einen Platten bekommen. Craig war der erste, der von seinem Ersatzreifen Gebrauch machen musste. Danach Armin, der schon befürchtet hat, dass der neue Reifen auch wieder platt geht. Matt hat dabei noch große Töne gespuckt, dass sein Auto 'Tony' ja ein Biest wäre und ihm das noch nie passiert sei. Noch bevor er mit dem Driften angefangen ist, hat er erstmal schön alle anderen über holt, teilweise echt riskant. Dann wurde er ein bisschen zu übermutig, hat die Kontrolle verloren und ist von der Straße abgekommen, ins hohe Gras gefahren, ein paar richtig große Steine mitgenommen und ist ganz knapp VOR EINEM BAUM wieder auf die Straße rauf gefahren. Und Laura und ich haben vorher noch gesagt, dass wir uns nicht ganz so wohl fühlen. Ich habe uns schon gegen den Baum fahren sehen!! Matts Kommentar als wir wieder auf der Straße waren: "Yep, a flat tyre". Mit Daumen hoch. Ehhhhhhhhh und sonst noch was?? In dem Moment war ich echt soooo angepisst und wütend und gleichzeitig sprachlos und hätte ihn am liebsten geschlagen! Das war echt haarscharf vorbei an dem Baum. Und dann hätte es für Laura auf dem Beifahrersitz ziemlich schlecht ausgesehen. Er hat sich dann direkt unters auto geworfen und geschaut, was da abgeht. Dann kamen die anderen angerollt und haben sich erstmal ein bisschen lustig gemacht über den platten Reifen. Kein Wunder wenn er vorher noch so große Töne spuckt. Ich fand das allerdings gar nicht lustig... Irgendwas ist auch noch ausgelaufen, was aber zum Glück nur Wasser war. Und es hingen lose Teile runter unterm Auto. Dann haben die Jungs angefangen, den Reifen zu wechseln. Laura und ich sind dann der Spur gefolgt und haben geschaut, wo wir lang gefahren sind. Wir haben dann die großen Steine gesehen, über die wir gefahren sind und dieses Schutzblech gefunden, was unterm Auto hängt. Komplett verbogen. Kein Wunder, dass da alles kaputt ist. Und mittlerweile war die Sonne schon mehr oder weniger untergegangen. Man hat Matt angemerkt, dass er richtig gezittert hat. Allerdings hat er nichts zu uns gesagt, bis wir wieder im Auto saßen. Da kam eine Entschuldigung, dass sein Verhalten dumm war und er uns nicht in Gefahr bringen wollte. Die restliche Fahrt zum Camp war aber Todesstille im Auto. Laura ist übrigens von da aus weiter gefahren. Und das Auto war zum Glück ok zum fahren.
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  • Day367

    Dales Gorge

    March 15, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Der Tag heute begann erstmal damit, dass wir uns alle verloren haben. Da wir immer schneller sind mit zusammenpacken als die anderen, haben wir gesagt wir fahren schonmal zum nächsten Camp und treffen uns da. Haben dann da gefrühstückt, uns eingecremt und gewartet. Irgendwann kamen die Pappnasen dann nach und wir sind direkt zur ersten Schlucht gefahren. Der Karijini besteht hauptsächlich aus Schluchten, was sich schon ziemlich cool anhört. Und jeder, der da war, schwärmt von diesem Park! Also muss ja irgendwas dran sein. Das blöde ist nur, dass man 3 Millionen Treppen runter laufen muss, um in die Schluchten zu kommen, die man nachher auch wieder hoch muss. 😂 Bei dieser Hitze darf man sich da auch mal beschweren. Aber das gute ist, dass es noch nicht wirklich sone feuchte Luft ist. Und dass es überall Süßwasser Plunge Pools gibt zum abkühlen! 😍 Direkt nachdem wir die Treppen zur ersten Schlucht runter sind, gabs den ersten Pool zu entdecken, mit den Fortescue Falls. Wie cooooooool!!! Es ging noch ein bisschen weiter runter über Felsen, über die man teilweise ein bisschen klettern musste. Erstmal ist das Süßwasser der Hammer, nachdem wir die letzten Tage ungefähr immer 8 h pro Tag im Salzwasser verbracht haben. Ein bisschen wie ne Dusche. Dann der Wasserfall, der über die Steine in den Pool lief und links und rechts gingen die Steinwände 50 m in die Höhe. Wie ein kleines Paradies! So ein Geheimort, von dem aber leider auch noch andere Leute erfahren hatten.

    Von da aus konnte man direkt weiterlaufen zum nächsten Pool. Der war nur ca. 500 m weiter. Auf dem Weg dahin haben wir in den Bäumen gefühlt eine Million Fledermäuse (oder Flughunde?) gesehen, die sich die ganze Zeit Luft zu gefächert haben. Ein paar von denen haben wir Namen gegeben und rumgealbert mit unseren neuen Freunden. 😂 Im Pool waren diesmal einige Fische im Wasser, die teilweise an dir genagt haben. Fand ich nicht ganz so cool. 🙈 Aber diesmal gabs auf der anderen Seite des Pools eine kleine Höhle. Davor ein Mini-Wasserfall, hinter dem man sich verstecken konnte, wenn man in der Höhle war. Das Wasser ist übrigens echt richtig kalt, weil es die Hälfte vom Tag immer im Schatten ist. Schon komisch, wenn man bei 35 Grad plus ne Gänsehaut bekommt. Sobald man aber aus dem Wasser raus ist, wird einem direkt wieder warm. Alex hat übrigens ne Drohne dabei und schon einige ziemlich geile Aufnahmen gemacht.

    Dann gings zurück, wieder am ersten Pool vorbei und auf zum nächsten Pool. Ein richtig cooler Weg, teilweise mussten wir nur über Steine im Wasser hüpfen. Dann wieder ein paar Felsen klettern, an einem kleinen Wasserfall vorbei und dann ein Stopp, um die Nasen mit Sonnencreme zu versorgen. Hier im Karjini gibt es übrigens keine Fliegen! Ist das nicht unglaublich? Einer der Jungs kam an und meinte so "Hört ihr das?", und alle wussten direkt bescheid, was er meinte. KEINE FLIEGEN! Kein nerviges Surren um die Ohren, wie schön! Auf dem Walk wurde uns auch klar warum... Überall Spinnen! Und nicht gerade kleine. Ob das jetzt besser war, ist die andere Frage, aber angenehmer für uns auf jeden Fall. Am Ende der Schlucht kam dann der Pool. Voll im Schatten und direkt an einer bestimmt 50 m hohen roten Wand. Und er war im Schatten. Daher war das Wasser auch ein bisschen kalt, aber richtig schön für eine Weile. Irgendwann wurde einem aber schon ziemlich kalt. Und Hunger hatten wir alle! Zum Glück mussten wir nur ein kleines Stück zurücklaufen und kamen dann an soner ziemlich steilen Felstreppe an. Das war dann unser Workout für heute... Oben angekommen haben wir uns Picknickbänke gesucht und unser Lunch genossen. Alle waren richtig fertig, aber es war noch mitten am Nachmittag und wir wollten noch nicht zum Camp fahren, also haben wir uns dazu entschieden, nochmal zum Circular Pool zu gehen. Genau dann kam auch Craig mit seinen Leuten vorbei, die sich den Pool auch nicht entgehen lassen wollten. Auf dem Weg runter hab ich mir allerdings gedacht, warum tu ich mir das nochmal an? Die 3 Millionen Treppen muss ich ja später dann nochmal hoch... Aber es hat sich voll gelohnt. Sind dort die Klippen hochgeklettert und so aus 6-7 m runter gesprungen. Und Craig hat sich als Seemonster versucht und immer alle gedöppt und ins Wasser geschmissen. Und das beste war: Wir hatten den Pool für uns allein!! 😍
    Als es langsam anfing, dunkel zu werden, haben wir uns auf den Rückweg gemacht und sind später dann alle tot ins Bett gefallen.
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