• Tag 12 – Sansibar fühlt sich anders an

    23. januar, Tanzania ⋅ 🌙 27 °C

    Schon bei unserer Ankunft auf Sansibar war ich irgendwie… irritiert. Nicht negativ, eher neugierig und ein bisschen überwältigt. Hier wird plötzlich viel Arabisch gesprochen, und mir wurde erst dann richtig bewusst, dass über 98 % der Menschen hier muslimisch sind. Überall Moscheen, und mehrmals am Tag erklingt von allen Seiten der Gebetsruf, der sich über die Häuser, Strassen und sogar bis an den Strand . Sansibar fühlt sich sofort ganz anders an als das tansanische Festland.

    Wusstet ihr das?

    Nach zwei Tagen purem Nichtstun – aufstehen, frühstücken, Strand, Pool, Mittagessen, Siesta, wieder Strand und Nachtessen – stand heute wieder einmal etwas Programm an.

    Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Stone Town.

    Ein kurzer Einschub zum Frühstück: Am ersten Morgen waren wir kurz erschrocken, als wir am Buffet nur Toast, Konfitüre und Kaffee sahen. Doch kaum sassen wir am Tisch, kam plötzlich alles: frisches Gebäck, ein riesiger Früchteteller und Karten für Omelettes und Eier. Kleiner Kulturschock, schnell gelöst 😄

    Nach etwa einer Stunde Fahrt trafen wir unseren Guide für heute – und wieder einmal: perfektes Deutsch. Dann ging es los.
    Kurz zu Stone Town:
    Stone Town ist das historische Herz von Sansibar und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Arabische, afrikanische, indische und europäische Einflüsse treffen hier auf engstem Raum aufeinander. Enge Gassen, schwere geschnitzte Holztüren und eine Geschichte, die man an jeder Ecke spürt.
    Wir dachten ehrlich gesagt, wir würden ein bisschen durch die Stadt laufen, vielleicht ein paar Souvenirs kaufen und gemütlich zurückfahren. Doch ziemlich schnell merkten wir: Das hier wird keine Stadtbesichtigung – das ist eine Geschichtsreise.
    Unser Guide erzählte unermüdlich vom 12. Jahrhundert über die Sklavenzeit bis in die Neuzeit. Vier Stunden Geschichte am Stück.
    Ivana war zwischendurch wirklich kurz davor, einfach davonzulaufen 🤣
    Ich hingegen war überraschend gefesselt. Je länger wir unterwegs waren, desto mehr begann Stone Town zu leben.
    Nach all den Eindrücken tat das Mittagessen unglaublich gut. Fajita, Sansibar-Style. Einfach, würzig, perfekt.

    Danach ging es weiter zur Prison Island. Nach einer kurzen Bootsfahrt erreichten wir die Insel und standen plötzlich vor den berühmten riesigen Schildkröten. Wir hatten erwartet, dass sie frei über die Insel spazieren würden. Stattdessen merkten wir schnell, dass viele von ihnen auf engem Raum gehalten werden. Dieser Moment traf uns unerwartet. Trotzdem war es beeindruckend, diesen uralten Tieren so nah zu sein und ihnen direkt in die Augen zu schauen.

    Zurück auf Sansibar besuchten wir noch den Markt. Farben, Gerüche, Stimmen – überall frische Früchte und Gemüse. Den Fischmarkt durchquerten wir eher im schnellen Schritt, bevor unser Fahrer uns wieder einsammelte.

    Es war ein intensiver, lehrreicher Tag. Einer, der im Kopf bleibt. Und genau deshalb freuen wir uns jetzt umso mehr darauf, morgen wieder barfuss durch den Sand zu laufen, nichts zu muessen und einfach zu sein 🌴✨
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