Tag 1+2 Reise+Ankunft in der Kia Lodge
13.–15. jan., Tanzania ⋅ ⛅ 16 °C
Der Start unserer Reise hätte kaum chaotischer sein können: Ivana hat sich kurz vor Abflug eine ordentliche Grippe eingefangen und Andrin hat sich am Sonntag auch noch den mittleren Zeh vermutlich gebrochen. Keine idealen Voraussetzungen – aber aufgeben war keine Option. Also: auf ins Abenteuer.
Gestern Morgen um 07:13 Uhr ging es mit dem Zug Richtung Flughafen Zürich. Von dort begann unsere lange Reise über Istanbul bis nach Arusha, mit Ankunft am Kilimanjaro International Airport. Die Müdigkeit war riesig, denn erst gegen 4 Uhr morgens erreichten wir endlich unser Resort [Kia Lodge - Arusha]
Entsprechend ruhig verlief der heutige Tag. Viel Schlaf, etwas Essen und ansonsten vor allem Erholung im Zimmer standen auf dem Programm. Draußen herrschten rund 30 Grad, doch dank der angenehmen Luft fühlte sich die Wärme überraschend gut an.
Ganz allein waren wir trotzdem nicht – ein paar kleine tierische Mitbewohner, unter anderem im Badezimmer, ließen schon erste Afrika-Gefühle aufkommen. Besonders beeindruckt hat uns die Herzlichkeit der Menschen hier: Das Personal ist unglaublich freundlich und aufmerksam und erfüllt einem fast jeden Wunsch – sogar ein Früchteteller, der gar nicht auf der Speisekarte stand, wurde uns liebevoll zubereitet.
Trotz des holprigen Starts überwiegt jetzt die Vorfreude. Morgen beginnt endlich unsere Safari – und damit hoffentlich der nächste, unvergessliche Abschnitt dieser Reise.Læs mere
Tag 3 – Unser Safari-Abenteuer beginnt
14. januar, Tanzania ⋅ ⛅ 22 °C
Der Tag startete früh: Um 07:30 Uhr klingelte der Wecker. Danach ging es zum Frühstück. Es gab ein Buffet mit kleinen Speisen, jedoch nicht ganz so vielen Früchten, wie wir es uns erhofft hatten. Der Kaffee war dafür ein echtes Highlight: Er wird hier in Tansania selbst geerntet und geröstet. Sehr stark, aber richtig gut im Geschmack.
Um 09:00 Uhr holte uns unser Reiseführer für die nächsten Tage bei der Kia Lodge ab. Wir waren sehr gespannt, wie gross unsere Gruppe sein würde und mit welchen Personen wir unterwegs sein würden. Der Ranger stellte sich vor, wir warteten kurz – und dann kam die Überraschung: Wir waren nur zu zweit.
Eine ganze Safari nur wir und GoodLuck – so heisst unser Ranger. Wenn das kein Glück bringt, was dann? 😊
Zuerst fuhren wir rund eine Stunde Richtung Arusha, hinein in die Stadt mit etwa einer Million Einwohnern. GoodLuck erzählte uns, dass in Tansania über 120 verschiedene Stämme leben, die sehr gut miteinander auskommen. Oft kann man an der Kleidung erkennen, welchem Stamm jemand angehört.
In Arusha angekommen, besuchten wir ein grosses Hotel mit einem riesigen Accessoire-Shop. Wir waren kurz davor, uns etwas zu kaufen, entschieden uns dann aber dagegen – kein Platz im Gepäck und zudem ziemlich teuer. Im Hotel hatten wir ein kurzes Briefing mit unserem Safari-Anbieter, bevor es weiterging.
Nach dem Briefing fuhren wir etwa 1,5 Stunden weiter zum Lake-Manyara-Nationalpark. Unterwegs holten wir noch unsere Lunchboxen ab und assen unser Mittagessen kurz vor dem Parkeingang. Danach ging es endlich hinein in den Park.
Unsere Erwartungen an die Tierwelt waren eher gering, da es hiess, dies sei ein kleiner Park – perfekt, um ins Safari-Leben einzusteigen. Doch keine 10 Minuten nach der Einfahrt begegneten uns bereits die ersten Tiere. Kurz darauf folgte der absolute Wow-Moment:
Plötzlich stand eine Elefantengruppe mit rund 15 Tieren um uns herum. Sie präsentierten sich ganz entspannt, liefen keine zwei Meter neben unserem Auto vorbei und genossen ihr Leben. Ein unvergessliches Erlebnis.
Es ging genauso beeindruckend weiter: Zebras überquerten plötzlich die Strasse, und in der Ferne sahen wir grosse Tiere an den Bäumen fressen – Giraffen, ebenfalls in einer Gruppe von mindestens zehn Tieren. Einfach Wahnsinn.
Auf der Rückfahrt Richtung Lake Manyara tauchte plötzlich Bewegung im Wasser auf: Nilpferde, gerade noch gut sichtbar. Wir hätten nie gedacht, bereits am ersten Safari-Tag so viele verschiedene Tiere zu sehen.
Unser Ranger spricht sogar sehr gut Deutsch, weshalb er uns alles verständlich erklärte und viele spannende Infos mitgab. Auf dem Weg aus dem Park sahen wir viele Tiere sogar nochmals – auch solche, deren Namen ich ehrlich gesagt schon wieder vergessen habe 😂
Am späten Nachmittag ging es weiter zu unserem Schlafplatz für diese Nacht: die Tloma Lodge, eine wirklich wunderschöne Anlage. Nun geniessen wir den Abend bei einem leckeren Abendessen und sind gespannt, was uns morgen in der Serengeti erwartet.Læs mere
Tag 4 - Der Serengeti begrüsst uns
15. januar, Tanzania ⋅ ☀️ 27 °C
Heute begann unsere Reise in den Serengeti-Nationalpark, eines der bekanntesten Naturschutzgebiete Afrikas. Der Park ist berühmt für seine endlosen Savannen, seine enorme Tierdichte und vor allem für die Grosse Migration, bei der jedes Jahr Millionen von Gnus und Zebras durch die Landschaft ziehen.
Auf dem Weg dorthin durchquerten wir das Ngorongoro-Schutzgebiet. Schon dort sahen wir viele Tiere und sogar einen Elefanten – zwar weit entfernt, aber trotzdem ein besonderer Moment. Die Fahrt dauerte etwas mehr als vier Stunden.
In der Serengeti angekommen, waren wir etwa 4–5 Stunden auf Pirschfahrt. Wir hielten Ausschau nach den verschiedensten Tieren und wurden reich belohnt: Wir sahen Giraffen, eine ganze Löwenfamilie, Adler und in der Ferne sogar zwei Geparden – was für ein Anblick!
Auch die riesigen, offenen Landschaften mit ihren grossen Herden von Zebras und Gnus waren unglaublich eindrücklich.
Die Serengeti ist einfach riesig und wunderschön – man fühlt sich winzig in dieser unendlichen Weite.
Am Abend kamen wir bei unserem Schlafplatz für die nächsten zwei Nächte an: dem Kati Kati Camp, mitten in der Serengeti. Wenn wir Glück haben, werden wir nachts im Zelt von einem Löwenruf oder vorbeiziehenden Elefanten begrüsst.
Morgen steht eine Safari der etwas anderen Art auf dem Programm – mehr dazu im morgigen Bericht. 🐘🦁🌍Læs mere
Tag 5 - Der Traumtag
17. januar, Tanzania ⋅ ☁️ 19 °C
Heute war unser Traumtag – einer der schönsten Tage unseres Lebens.
Der Wecker klingelte bereits um 04:15 Uhr. Um 04:40 Uhr wurden wir von einem fremden Fahrer abgeholt. Warum so früh? Wir machten eine Ballon-Safari. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir den Startplatz. Insgesamt waren wir acht Personen, die gemeinsam in die Luft gingen.
Nach allen Einweisungen saßen wir im Korb, über uns das Feuer, das den Ballon langsam aufblähte. Und dann war es so weit: Wir schwebten rund 1000 Meter über dem Boden, mitten über der Serengeti. Ein absolut unvergessliches Erlebnis. Aus der Luft sahen wir Elefanten, Löwen und viele kleinere Tiere – die Weite, die Stille und das Licht waren einfach magisch.
Nach dem Flug und einer sanften Landung ging es zum Frühstück, das ebenfalls sehr, sehr lecker war. Durch eine kleine Sprachbarriere buchten wir versehentlich das Flitterwochen-Programm und bekamen zur Überraschung noch einen Kuchen sowie ein Lied von der Crew gesungen 🤣
Nach dem Frühstück holte uns unser Guide GoodLuck ab und die Tagessafari begann. Tag 2 in der Serengeti – mit dem großen Ziel, einen Leoparden zu sehen. Und wie passend zu diesem perfekten Tag: Keine zwei Stunden später stand er vor uns, in seiner ganzen Pracht, keine fünf Meter von unserem Auto entfernt. Direkt daneben, gut im Gras versteckt, lag sogar noch ein Gepard. Die beiden sind Feinde, und der Gepard wusste genau, dass er unterlegen ist – daher das Versteck.
Weiter ging es mit vielen Elefanten, die an diesem Tag besonders zahlreich unterwegs waren. Riesige Familien mit Müttern und Kindern, aber auch einzelne Bullen. Außerdem sahen wir eine große Löwenfamilie mit etwa 13 Jungtieren und fünf Müttern. Leider keine männlichen Löwen, da diese sich eher im Gebüsch aufhalten.
Natürlich durften auch Gazellen, Zebras, Giraffen und Flusspferde nicht fehlen. Am Abend genossen wir ein leckeres Abendessen und fielen aufgrund des frühen Aufstehens schnell ins Bett.
Morgen geht es weiter – in eine der schönsten Unterkünfte (laut Fotos).Læs mere
Tag 6 – Ankommen, Durchatmen und unerwar
17. januar, Tanzania ⋅ ☁️ 26 °C
Heute war ein ruhiger und insgesamt sehr entspannter Tag. Um 08:00 Uhr verliessen wir die Serengeti und fuhren weiter hinaus aus dem darauffolgenden Ngorongoro-Naturschutzgebiet. Dieses Gebiet werden wir morgen den ganzen Tag intensiv erkunden, denn es steht eine Tagessafari auf dem Programm. Unser grosses Ziel: das noch fehlende Nashorn aufzuspüren.
Ganz ohne Highlights verlief die Fahrt jedoch nicht. Unterwegs hatten wir grosses Glück und konnten zwei Geparden bei der Jagd beobachten – ein seltener und beeindruckender Moment. Zudem begegneten uns immer wieder Giraffen, viele Zebras und Gnus. Auch die bislang noch fehlenden Hyänen und Schakale liessen sich blicken und rundeten die Tierliste weiter ab.
Am Nachmittag erreichten wir die Ngorongoro Farm, wo wir sehr herzlich empfangen wurden. Direkt nach der Ankunft erwartete uns ein schmackhaftes Mittagessen, genau das Richtige nach der Fahrt. Anschliessend konnten wir unser Zimmer beziehen – wobei „Zimmer“ fast untertrieben ist, denn eigentlich ist es ein ganzes Haus. Alles ist wunderschön, ruhig und sehr liebevoll gestaltet.
Nach einem Powernap von rund zwei Stunden liessen wir den Abend entspannt ausklingen.
Kein grosses Programm, einfach ankommen, geniessen und neue Energie tanken.
Nun sind wir bereit für den letzten grossen Safari-Tag morgen und voller Vorfreude auf das, was uns im Ngorongoro-Krater noch erwartet 🦏🌄Læs mere
Tag 7 – Löwenwecker, Big Five und Ngoro
18. januar, Tanzania ⋅ 🌙 19 °C
Heute Morgen wurden wir punktgenau um 06:00 Uhr von einem ganz besonderen Geräusch geweckt: dem Laut eines Löwen. Ein besserer Weckruf ist wohl kaum vorstellbar. Danach genossen wir erneut ein grossartiges Frühstück in unserer Lodge – wir sind beide absolut begeistert von diesem Ort.
Um 07:00 Uhr starteten wir unsere Fahrt in den Ngorongoro-Krater.
Kurz ein paar Facts zum Ngorongoro-Krater:
Der Krater ist die grösste intakte Vulkan-Caldera der Welt und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Auf rund 600 Metern Höhenunterschied leben hier über 25’000 Wildtiere auf relativ kleinem Raum. Durch die ständige Wasser- und Nahrungsversorgung ist der Krater eines der besten Gebiete Afrikas, um viele Tiere an nur einem Tag zu sehen.
Auf dem Weg begegneten uns bereits die ersten Paviane, die oft in grossen Gruppen unterwegs sind und für ihre soziale Struktur bekannt sind. Zudem sahen wir mehrere Massai.
Kurz ein paar Facts zu den Massai:
Die Massai sind ein traditionelles, halbnomadisches Volk, das vor allem in Tansania und Kenia lebt. Sie sind bekannt für ihre rote Kleidung, ihren starken Gemeinschaftssinn und ihre enge Verbindung zu Rindern, die für sie einen sehr hohen kulturellen Wert haben.
Im Krater angekommen war unser heutiges Ziel klar: das Nashorn noch von unserer Liste streichen. Und tatsächlich – wir hatten Glück. Wir konnten ein Nashorn entdecken und damit war es offiziell: Alle Big Five gesehen. Ein unglaubliches Gefühl.
Die Safari dauerte bis etwa 15:00 Uhr. Neben den bekannten und bereits gesehenen Tieren entdeckten wir heute auch Flamingos sowie viele weitere, teils sehr farbenprächtige Vogelarten. Der Ngorongoro-Krater zeigte sich von seiner ganzen Vielfalt.
Zurück in der Lodge ging es direkt weiter mit einer Kaffeplantagen-Tour. In unserer Lodge wird der Kaffee selbst angebaut, geerntet und für die Gäste frisch zubereitet. Hausgemachter Kaffee vom Feld bis in die Tasse. Um den Kaffee offiziell verkaufen zu dürfen, gelten in Afrika jedoch sehr strenge und komplizierte Regeln, weshalb sich der Verkauf für die Lodge nicht lohnt.
Am späten Nachmittag folgte wieder einmal die Happy Hour, bevor wir den Tag bei einem köstlichen Abendessen ausklingen liessen.
Morgen beginnt tatsächlich schon unser letzter Tag hier in dieser wunderschönen Natur. Wir werden noch sehen, wie die Menschen hier leben und arbeiten, und besuchen zum Abschluss unseren letzten Nationalpark. Ein perfekter Abschluss zeichnet sich ab 🌍🦁🦏✨Læs mere
Tag 8 – Menschen und Elefantenparadies
19. januar, Tanzania ⋅ ⛅ 27 °C
Der Tag startete heute um 07:00 Uhr. Wieder hörten wir schon am Morgen Tiere in der Ferne – ein Geräusch, an das man sich erstaunlich schnell gewöhnt. Nach dem Frühstück packten wir unsere Lunchboxen und fuhren um 08:30 Uhr los.
GoodLuck sprach die ganze Woche davon, dass es wichtig sei, nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen und ihre Arbeit kennenzulernen. Deshalb machten wir zuerst Halt bei einer Holzschnitzerei. Dort sahen wir viele wunderschöne, detailreiche Schnitzereien, die von Hand gefertigt werden. Natürlich konnten wir nicht widerstehen und gingen nicht ohne einen kleinen Einkauf weiter 🫠
Ein weiteres Thema, das GoodLuck immer wieder erwähnte, waren die Tansanite-Steine.
Kurz ein paar Facts zu Tansanit:
Tansanit ist ein sehr seltener Edelstein, der weltweit nur in Tansania vorkommt, genauer gesagt in einem kleinen Gebiet nahe dem Kilimandscharo. Der Stein fasziniert durch seine blau-violette Farbe und gilt als einer der jüngsten Edelsteine der Welt. Wir konnten sehen, wie der Stein aus der Mine kommt und Schritt für Schritt zu fertigem Schmuck verarbeitet wird.
Am Mittag erreichten wir endlich unseren letzten Nationalpark, den Tarangire-Nationalpark. Dort erwarteten uns erneut zahlreiche Tiere und wunderschöne Landschaften. Der Park könnte problemlos auch Daniela-Park heissen – ein absoluter Traum für Elefantenliebhaber. Elefanten sind hier überall zu sehen.
Ein weiterer Vorteil der Safari im Januar: Man sieht von fast jeder Tierart auch den Nachwuchs. Die vielen Tierbabys machten diesen Park besonders herzerwärmend.
Nach einer langen Safari fuhren wir weiter zu unserem letzten Camp in Tansania. Wie schon so oft: wieder eine wunderschöne Anlage und nochmals eine Nacht im Zelt – ein perfekter Abschluss unserer Safari-Zeit.
Morgen beginnt bereits das nächste Abenteuer 🌍🐘✨Læs mere
Tag 9 – Ciao Tansania, Hallo Sansibar
20. januar, Tanzania ⋅ ⛅ 27 °C
Heute war unser letzter Tag in Tansania. Schon das Frühstück war etwas ganz Besonderes – diese Aussicht, diese Ruhe, dieser Moment. Ein perfekter Start in den Abschiedstag.
Zurück im Zelt, ready to go, öffnete ich die Tür, schloss sie sofort wieder und musste lachen 🤣
Direkt vor unserer Tür stand ganz gemütlich ein Affe mit seinem Baby. Zwei Minuten länger und er hätte wahrscheinlich noch angeklopft 🐒
Um 08:00 Uhr fuhren wir Richtung Arusha. Auf dem Weg hielten wir nochmals bei einem kleinen Shop an – Kaffee musste unbedingt noch mit nach Hause. Anschliessend ging es in ein Hotel, wo wir unser letztes Mittagessen in Tansania genossen. Dort trafen wir sogar auf Schweizer, kamen ins Gespräch und liessen die Reise noch einmal Revue passieren.
Nach dem Essen war es dann Zeit, Abschied zu nehmen. GoodLuck brachte uns zum Flugterminal und plötzlich war der Moment da. Er hat unsere Zeit in Tansania zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht, und auf einmal war alles schon vorbei. Wir hatten wirklich grosses Glück, ihn als unseren Guide zu haben.
Nach etwa einer Stunde Flugzeit landeten wir in einem neuen Paradies: Sansibar. Hier verbringen wir nun noch eine Woche, geniessen das Inselleben und lassen alles ganz entspannt auf uns wirken.
Falls wir spontan noch interessante Aktivitäten buchen, werden wir diese hier natürlich teilen. Ansonsten war es das vorerst mit unserem Reisetagebuch.
Mal schauen, ob ich die abendliche Schreiberei vermissen werde 🌴✨Læs mere
Tag 12 – Sansibar fühlt sich anders an
23. januar, Tanzania ⋅ 🌙 27 °C
Schon bei unserer Ankunft auf Sansibar war ich irgendwie… irritiert. Nicht negativ, eher neugierig und ein bisschen überwältigt. Hier wird plötzlich viel Arabisch gesprochen, und mir wurde erst dann richtig bewusst, dass über 98 % der Menschen hier muslimisch sind. Überall Moscheen, und mehrmals am Tag erklingt von allen Seiten der Gebetsruf, der sich über die Häuser, Strassen und sogar bis an den Strand . Sansibar fühlt sich sofort ganz anders an als das tansanische Festland.
Wusstet ihr das?
Nach zwei Tagen purem Nichtstun – aufstehen, frühstücken, Strand, Pool, Mittagessen, Siesta, wieder Strand und Nachtessen – stand heute wieder einmal etwas Programm an.
Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Stone Town.
Ein kurzer Einschub zum Frühstück: Am ersten Morgen waren wir kurz erschrocken, als wir am Buffet nur Toast, Konfitüre und Kaffee sahen. Doch kaum sassen wir am Tisch, kam plötzlich alles: frisches Gebäck, ein riesiger Früchteteller und Karten für Omelettes und Eier. Kleiner Kulturschock, schnell gelöst 😄
Nach etwa einer Stunde Fahrt trafen wir unseren Guide für heute – und wieder einmal: perfektes Deutsch. Dann ging es los.
Kurz zu Stone Town:
Stone Town ist das historische Herz von Sansibar und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Arabische, afrikanische, indische und europäische Einflüsse treffen hier auf engstem Raum aufeinander. Enge Gassen, schwere geschnitzte Holztüren und eine Geschichte, die man an jeder Ecke spürt.
Wir dachten ehrlich gesagt, wir würden ein bisschen durch die Stadt laufen, vielleicht ein paar Souvenirs kaufen und gemütlich zurückfahren. Doch ziemlich schnell merkten wir: Das hier wird keine Stadtbesichtigung – das ist eine Geschichtsreise.
Unser Guide erzählte unermüdlich vom 12. Jahrhundert über die Sklavenzeit bis in die Neuzeit. Vier Stunden Geschichte am Stück.
Ivana war zwischendurch wirklich kurz davor, einfach davonzulaufen 🤣
Ich hingegen war überraschend gefesselt. Je länger wir unterwegs waren, desto mehr begann Stone Town zu leben.
Nach all den Eindrücken tat das Mittagessen unglaublich gut. Fajita, Sansibar-Style. Einfach, würzig, perfekt.
Danach ging es weiter zur Prison Island. Nach einer kurzen Bootsfahrt erreichten wir die Insel und standen plötzlich vor den berühmten riesigen Schildkröten. Wir hatten erwartet, dass sie frei über die Insel spazieren würden. Stattdessen merkten wir schnell, dass viele von ihnen auf engem Raum gehalten werden. Dieser Moment traf uns unerwartet. Trotzdem war es beeindruckend, diesen uralten Tieren so nah zu sein und ihnen direkt in die Augen zu schauen.
Zurück auf Sansibar besuchten wir noch den Markt. Farben, Gerüche, Stimmen – überall frische Früchte und Gemüse. Den Fischmarkt durchquerten wir eher im schnellen Schritt, bevor unser Fahrer uns wieder einsammelte.
Es war ein intensiver, lehrreicher Tag. Einer, der im Kopf bleibt. Und genau deshalb freuen wir uns jetzt umso mehr darauf, morgen wieder barfuss durch den Sand zu laufen, nichts zu muessen und einfach zu sein 🌴✨Læs mere








































































































RP-on-tourSchöne Ferien und natürlich gute Besserung ☺️
RP-on-tour
Feine Zmorge 😜
Freue mich auf Teil 2 🤩 [Claudio]