• Disneyland auf Spanisch

    May 17 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Ronda. Einst ein bedeutender, stolzer Ort - jetzt eine dem Verfall preisgegebene Geldmaschine ohne Seele. Im Reiseführer liest sich das so:

    "Ronda, die Stadt, die auf einem beeindruckenden Felsplateau thront, gehört in Andalusien auch als Kleinstadt in mehrfacher Hinsicht zu den Großen. Sie reiht sich ein in die Liste der „weißen Dörfer“ und hat schon bedeutende Literaten wie Rainer Maria Rilke und Ernest Hemingway mit ihrem Zauber zu langen Aufenthalten verführt.

    Als Inspiration stand Ronda auch Prosper Mérimée gewissermaßen Pate für seine Novelle „Carmen“, nach der dann das Libretto zu der am meisten gespielten Oper „Carmen“ von George Bizet entstand. Das ist kein Wunder, denn die Atmosphäre der Stadt bringt nicht nur Poeten ins Schwärmen. In Ronda befindet sich zudem eine der ältesten und am besten erhaltenen Stierkampfarenen des Landes.

    Typisch für Ronda sind die weißen Häuserfronten. In den malerisch verwinkelten und schmalen Gassen lassen sich die Häuserwände fast gleichzeitig mit den Händen greifen. Die Stadt besticht zudem durch die wunderschöne Altstadt sowie die direkte Lage an der Schlucht. Zu Ronda gehört überdies die Serranía de Ronda, eine bizarre Berglandschaft. Die Nächte in Ronda berbringt man eher gemütlich in einer Bodega."

    Wenn man jedoch in den Gassen den Blick hebt, entdeckt man zuhauf schlecht kaschierte Häuserruinen und wer die Augen aufmacht, sogar unzählige Bebauungslücken durch bereits eingestürzte Gebäude.

    Das Ronda des 21. Jh. reiht sich also in Wirklichkeit ein in eine lange Liste lebloser Altstadt-Kulissen des Verfalls europäischer Kultur, die vor unseren Augen Fahrt aufnimmt.

    BESUCHEN SIE EUROPA
    SOLANGE ES NOCH STEHT.
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