• Day 248 Dili

    September 9 in East Timor ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute hiess es früh aufstehen, denn um 8 Uhr legte unsere Fähre nach Atauro ab. Im Voraus war es gar nicht so einfach herauszufinden, wann die Fähren fahren, weshalb wir für diesen Tag einen lokalen Guide organisiert hatten. Er kümmerte sich um die Tickets und begleitete uns auf die Insel. Spannend fanden wir, dass selbst er bisher erst wenige Male mit Touristen auf Atauro gewesen war. Das zeigte uns einmal mehr, wie wenig touristisch Timor-Leste noch ist.

    Auf Atauro angekommen, gingen wir zuerst zu Barry’s Place, liehen uns Schnorchelausrüstung aus und stiegen in ein kleines Boot. Kurz darauf waren wir mitten über einem wunderschönen Korallenriff. Besonders beeindruckend war, wie viele Fische wir sahen und wie unberührt das Riff noch wirkte.

    Nach dem Schnorcheln assen wir bei Barry’s zu Mittag und schlenderten danach noch ein wenig am Strand entlang. Dort trafen wir wieder auf einheimische Kinder, die Fussball spielten. Lee und Lu waren natürlich sofort dabei. Eigentlich wollten wir noch eine Kirche auf der Insel besuchen, aber der Fussballplatz war für die Jungs eindeutig wichtiger, also änderten wir kurzerhand unseren Plan.

    Um 15 Uhr ging es bereits wieder mit der Fähre zurück nach Dili. Dort kauften wir noch ein paar neue Fussbälle, weil uns in den letzten Tagen aufgefallen war, dass viele Kinder mit alten oder kaum aufgepumpten Bällen spielen.

    Am Abend liefen Le und Lu damit wieder direkt an den Strand. Die Freude der Kinder über die neuen Bälle war riesig. Besonders süss fanden wir, dass viele immer wieder «Thank you, aunty» zu Fi sagten, obwohl eigentlich die Jungs die Bälle ausgesucht hatten. Noch schöner war aber, dass die Kinder ganz selbstverständlich davon ausgingen, die Bälle am Ende wieder zurückzugeben. Umso grösser war ihre Freude, als sie verstanden, dass sie sie behalten durften.
    Was uns auch zum Schmunzeln bringt: Lu wird von den Kindern ganz selbstverständlich Louis genannt. Bei Lee sieht das anders aus. Obwohl er ihnen schon mehrmals erklärt hat, dass sein Vorname Leroy ist, nennen ihn die Kinder konsequent «Durian». Offenbar gefällt ihnen dieser Name einfach besser und inzwischen gehört er bei den gemeinsamen Fussballspielen schon fast dazu.

    Ein schöner Abschluss für einen Tag voller Meer, Fussball und Begegnungen.
    Read more