Tag 67 - Tokio - Japan - 2.Tag
January 15 in Japan ⋅ ☁️ 10 °C
Der zweite Tag in Tokio startete bei strahlendem Sonnenschein. Gleich nach dem Frühstück ging es los.
Andreas unternahm einen ausgedehnten Fahrradausflug: 41 Kilometer und 117 Höhenmeter. Die Route führte mitten durch die Stadt, vorbei am pulsierenden, quirligen Leben Tokios. Er hatte eine tolle Zeit.
Ich selbst hatte bewusst einen Kontrast gewählt und einen Ausflug hinaus aus Tokio gebucht. Die Fahrt führte über Yokohama nach Kamakura, eine der bedeutendsten historischen Städte Japans. Kamakura war im 12. Jahrhundert Sitz des ersten Shogunats und gilt bis heute als spirituelles Zentrum mit zahlreichen Tempeln und Schreinen.
Unser erster Halt war der Hasedera-Tempel wunderschön an einem Hang gelegen. Ich ging bis ganz nach oben und hatte einen wunderschönen Blick über die Stadt bis zum Meer. Besonders beeindruckend ist hier die große Holzstatue der Kannon, der Göttin des Mitgefühls. Sie gilt als eine der größten Holzskulpturen Japans. Man durfte sie aus Respekt für die Bedeutung nicht fotografieren. So werde ich sie weiter vor meinem inneren Auge haben. Zwischen Tempeln und Statuen zeigten sich bereits die ersten Kirschblüten in Erwartung auf den Frühling, wie schön war das bitte.
Anschließend ging es weiter zum Großen Buddha von Kamakura. Die berühmte Statue wurde um 1252 errichtet und stellt den sitzenden Amida-Buddha dar. Ursprünglich stand sie in einer großen Tempelhalle, die jedoch durch mehrere Naturkatastrophen zerstört wurde – seit dem 15. Jahrhundert sitzt der Buddha unter freiem Himmel.
Mit einer Höhe von rund 13,3 Metern und einem Gewicht von etwa 93 Tonnen gehört er zu den größten Buddha-Statuen Japans. Gefertigt ist er aus Bronze, zusammengesetzt aus mehreren gegossenen. Was besonders süss waren grosse Schuhe, die Kinder für den Buddha gefertigt haben, weil er ja sonst kalte Füsse bekommen würde😍Zum Abschluss besuchten wir den Tsurugaoka-Hachimangū-Schrein, das religiöse Herz Kamakuras. Er ist dem Kriegsgott Hachiman gewidmet und war eng mit den Samurai verbunden. Hier nahmen wir auch an einem Gebetsritual teil – ein stiller, sehr persönlicher Moment, der den Besuch besonders eindrücklich machte.
Am Ende blieb uns noch etwa eine Stunde zum Bummeln – durch die kleine Straßen, Läden und japanischen Restaurants.
So gingen zwei Tage in Tokio wie im Flug zu Ende. Es waren sehr spannende, aber auch anstrengende Tage – voller Eindrücke, Gegensätze und intensiver Momente.Read more






























TravelerHört sich so toll an!
TravelerSieht vor allem auch alles so schön aus!