• Tag 68 - Shimizu - Japan

    16 gennaio, Giappone ⋅ ☀️ 10 °C

    Guten Morgen aus Shimizu.
    Heute war ein unfassbar schöner Tag. Ohne große Erwartungen sind wir nach Shimizu gekommen – und wurden reich belohnt.
    Der Hafen von Shimizu blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits in der Edo-Zeit 17. bis 19. Jahrhundert war er ein wichtiger Anlaufpunkt für Küstenschifffahrt und Handel. Durch seine Lage an der bedeutenden Tōkaidō-Route spielte er eine zentrale Rolle in der Versorgung des damaligen Edo, dem heutigen Tokio. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Hafen im Zuge der Modernisierung Japans offiziell ausgebaut und für den internationalen Handel geöffnet. Im 20. Jahrhundert entwickelte er sich zu einem bedeutenden Industrie- und Exporthafen, insbesondere für Autos und Holz.
    Unser Ausflug führte uns bewusst weg vom Trubel der Großstadt. Zuerst ging es in den Kiefernhain Miho no Matsubara. Wir spazierten durch den Wald bis hinunter zum Meer – es war einfach wunderschön. Von der Aussichtsplattform Nihondaira zeigte sich uns nun schon den dritten Tag in Folge der Mount Fuji in seiner ganzen Pracht, bei strahlendem Sonnenschein. Ein unglaublicher Anblick. Der Mount Fuji ist Japans höchster Berg mit 3.776 m und ein sehr wichtiges kulturelles und religiöses Symbol. Seit der Antike gilt er als heiliger Ort im Shintō und Buddhismus, Ziel von Pilgerreisen.
    Der Vulkan ist aktiv; sein letzter Ausbruch 1707/1708 bedeckte große Gebiete mit Asche. In Kunst und Literatur, etwa bei Hokusai, wurde der Fuji zum Nationalsymbol.
    Seit 2013 gehört er wegen seiner kulturellen Bedeutung zum UNESCO-Weltkulturerbe.
    Viele reisen zwei Wochen durch Japan und sehen ihn kein einziges Mal – wir durften ihn jeden Tag erleben und wir haben ihn immer wieder fotografiert.
    Weiter ging unser Ausflug und wir besuchten ein Onsen-Bad, das Liberty Resort. Ein Onsen ist ein traditionelles japanisches Thermalbad aus heißen, natürlichen Quellen. Wir haben in verschiedenen Becken im Freien und innen gebadet. Frauen und Männer gingen in unterschiedliche Bereiche. Die Wirkung des mineralhaltigen Wassers war sehr wohltuend und entspannend. Dazwischen etwas Sonne tanken, in den warmen Quellen zur Ruhe kommen – es war traumhaft. Es waren fast alle Bekannten, die wir auch jeden Tag in der Sauna sehen und die Sauna Flat haben mitdabei🤣.
    Danach fuhren wir zurück zum Hafen, gingen noch in ein Einkaufszentrum, bummelten ein wenig und der Latte Macchiato im Starbucks durfte natürlich nicht fehlen.😇
    Vor dem Schiff entdeckte ich einen kleinen Stand, an dem ein Künstler auf ein Bild, dessen Motiv ich mir aussuchte m, unsere Namen in Japanischer Schrift zeichnete. Eine wunderschöne Erinnerung.
    Zurück an Bord aßen wir eine Kleinigkeit und gingen anschließend in die Sauna. Von dort aus beobachteten wir später das Auslaufen des Schiffes.
    Dieser Moment war sehr berührend und mir standen die Tränen in den Augen. Viele Japaner kamen und standen am Hafen, winkten uns zu, hielten ihre Handys hoch, schwenkten Leuchtstäbchen. Sogar eine ältere Dame im Rollstuhl war extra herangefahren worden. Es war unglaublich herzlich. Die Krönung war schließlich ein Feuerwerk zu unseren Ehren.
    Was für ein sympathisches und aufrichtiges Volk. Nett, respektvoll, herzlich – ein rundum wunderschöner Tag.
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