Tag 77 - Kaohsiung - Taiwan
25 gennaio, Taiwan ⋅ ⛅ 19 °C
Heute Morgen sind wir um halb neun im Hafen von Kaohsiung angekommen. Kaohsiung hat etwa 2,7 Millionen Einwohner und ist damit die zweitgrößte Stadt Taiwans nach Taipeh. Ursprünglich war die Region ein kleines Fischerdorf und ein Handelshafen. Der Name Kaohsiung bedeutet „hoher, grüner Hügel“. Ab dem 17. Jahrhundert war diese Region geprägt durch chinesische Siedler, später bekam sie starke niederländische Einflüsse. Von 1895–1945 stand sie unter japanische Kolonialherrschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein starker Ausbau zur Industrie- und Hafenstadt. Heute zählt sie zu einem der größten Häfen Asiens aber dennoch mit viel Grün und vielen Sehenswürdigkeiten.
Gleich nach dem Frühstück und der Schiffsfreigabe sind wir von Bord gegangen und mit dem Shuttlebus in die Stadt gefahren.
Während der Busfahrt lief parallel live aus Taipeh die Besteigung des Taipei 101 durch Alex Honnold. Unfassbar, wie dieser Mann den Turm erklommen hat – ohne Seil, ohne Sicherung.
Unsere Reise-Begleiterin meinte, man könne nicht zu Fuß zum Lotus-See laufen, der unser einziger geplanter Stop war. Wir haben uns dennoch einen Stadtplan geschnappt und sind einfach losmarschiert.
Es war wunderschön, durch die Straßen zu gehen. Die Geschäfte waren noch geschlossen, alles war ruhig und entspannt. Zwischendurch haben wir uns auf eine Bank gesetzt und die letzten Meter live auf Netflix verfolgt, wie Honnold die Spitze erreichte. Zwei Tage zuvor genau an diesem Ort gestanden zu haben, machte den Moment noch besonderer.
Wir sind dann einfach die Straßen weiter hinaufgelaufen, bis wir irgendwann links abbogen mussten und dann am Lotus-See standen. Der See ist eine der bekanntesten Attraktionen Kaohsiungs.
Besonders sind die Drachen- und Tigerpagoden. Drache und Tiger sind wichtige Schutzsymbole der chinesischen Kultur. Der Drache steht für Glück, Weisheit und positive Energie, der Tiger für Stärke und Mut. Traditionell betritt man die Anlage durch den Drachen und verlässt sie durch den Tiger – symbolisch lässt man so Unglück zurück und nimmt Glück mit.
Nicht weit davon entfernt liegt der Frühlings- und Herbstpavillon. Er ist der Göttin Guanyin, der Göttin des Mitgefühls, gewidmet. Die Pagoden stehen für Harmonie, Schutz und spirituelle Ruhe und spiegeln die ruhige, fast meditative Atmosphäre des Sees wider.
Der Weg zum Konfuziustempel führt bewusst etwas abseits. Der Tempel ist Konfuzius gewidmet und unterscheidet sich stark von den farbenfrohen Pagoden. Er ist schlicht, symmetrisch und ruhig gestaltet und steht für Bildung, Moral und gesellschaftliche Ordnung. Es ist ein Ort der Besinnung, nicht der Götterverehrung.
Anschließend sind wir den Weg wieder zurückgelaufen bis zum großen Einkaufszentrum. Dort gab es erst einmal einen Latte Macchiato im Starbucks und ein Uni-QLO durfte natürlich auch nicht fehlen. Es wurde ein wenig geshoppt. Vor dem Einkaufszentrum war ein Markt mit Menschenmassen, vor allem jungen Leuten. Ich fragte eine Frau an einem Stand, was dort los sei. Es stellte sich heraus, dass eine koreanische Boyband namens Super 10 Junior erstmals in Taiwan auftrat – vor allem die jungen Mädchen waren völlig aus dem Häuschen.
Vorbei an dem Trubel machten wir uns langsam auf den Rückweg. Am Ende waren es 17 Kilometer bis zum Shuttlebus, aber es war einfach wunderschön, die Stadt ohne Stress zu erkunden – kein Bus rein, kein Bus raus, einfach wir beide, durch die Straßen, vorbei an kleinen Cafés und Restaurants, Geschäften, Grünanlagen eben an allem, was so eine Stadt zu bieten hat.
Kaohsiung ist eine sehr schöne Stadt. Ich hatte vorher noch nie von ihr gehört, aber sie hat mich beeindruckt – eine Mischung aus Hongkong und Bangkok. Das Wetter war perfekt: 23 Grad, sonnig, leichte Wolken. Was will man mehr?
Zurück am Schiff ging es wieder durch die Passkontrolle, ein neuer Stempel im Pass, dann wurden die Pässe abgegeben. AIDA bereitet nun alles für unseren Landgang in Hongkong vor.
Wir haben uns erst etwas erholt, schauen jetzt gleich das Ablegemanöver an und dann geht es noch in die Sauna. Es waren noch nicht alle bei der Passkontrolle, trotz drei Durchsagen auch fehlte noch ein Bus. Aber wir sind dann um 18.20 los.
Der Abend endete noch mit einem sehr emotionalen Ereignis. In der Primetime wurde Hotel Direktor Wolfgang Pichler verabschiedet. Er geht in seinen wohlverdienten Urlaub, weil seine Frau schwanger ist und das zweite Baby bekommt. Er war jetzt zwölf Wochen hier auf dem Schiff, und die Familie freut sich, ihn zu sehen. Die Crew beziehungsweise unser Kapitän hatten für ihn noch etwas wunderbares vorbereitet. Er hat einen Smiling Star Special bekommen und auch ein so gestandener Mann wie Wolfgang Pichler war wirklich zu Tränen gerührt. Er war auch wirklich ein super toller Hoteldirektor, der sich immer um die Belange und Wünsche und Bedürfnisse seiner Gäste bemüht hat, auch wenn es immer noch so viele Leute gibt, die meckern und unzufrieden sind. Aber er hat einen Mega Job gemacht wünschen wir ihm viel Glück für die Zukunft und dass er bald seine zweite Tochter begrüßen darf. Schaut Euch das Video an, so herzlich.Leggi altro































Viaggiatore
Schildkrötis 😍🐢🐢