• Tag 85 - Phú My - Ho-Chi-Minh-Stadt

    February 2 in Vietnam ⋅ 🌬 25 °C

    Heute Morgen haben wir um 8 Uhr in Phú My angelegt. Das Wetter war genau so, wie wir es lieben: 32 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit – echtes tropisches Klima, einfach mega.
    Mit dem AIDA-Bus ging es anschließend nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. Die Stadt war bis 1975 die Hauptstadt von Südvietnam. Nach dem Ende des Vietnamkriegs und der Wiedervereinigung des Landes wurde sie zu Ehren des Revolutionsführers Ho Chi Minh umbenannt und war dann nicht mehr die Hauptstadt. Trotz des neuen Namens ist „Saigon“ bis heute im Alltag und besonders im historischen Stadtkern präsent. Die Stadt steht sinnbildlich für den Wandel Vietnams: von der Kolonialherrschaft über einen langen Krieg bis hin zu wirtschaftlicher Öffnung und Moderne.
    Nach rund zwei Stunden Fahrt vom Hafen zur Stadt durch dichten Verkehr kamen wir an, erhielten einige Informationen sowie einen Stadtplan – und los ging es. Zunächst liefen wir durch die Stadt zur berühmten Kathedrale Notre-Dame von Saigon. Leider konnte man sie nicht betreten, da sie derzeit umfassend renoviert wird. Die Kathedrale wurde zwischen 1863 und 1880 von den französischen Kolonialherren erbaut. Alle Materialien wurden vollständig aus Frankreich nach Vietnam transportiert. Sie ist ein besonderes Gebäude der französischen Kolonialzeit und eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
    Von dort aus fuhren wir mit dem Hop-on-Hop-off-Bus die rote Route entlang, vorbei an zahlreichen beeindruckenden Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen. Anschließend besuchten wir die alte Hauptpost, eines der schönsten Kolonialgebäude der Stadt. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und verbindet französische Architektur mit vietnamesischen Elementen. Besonders sehenswert sind die große Schalterhalle, das hohe Tonnengewölbe und die historischen Karten an den Wänden. Die Post ist bis heute in Betrieb. Die einen geben Pakete ab, andere schreiben Briefe oder stöbern an den Souvenirständen.
    Was wirklich beeindruckend ist, ist die unfassbare Anzahl an Motorrädern und Mopeds – über 8.5 Millionen sollen es in der Stadt sein. Damit gilt Ho-Chi-Minh-Stadt als eine der motorradreichsten Städte der Welt. Der Verkehr wirkt chaotisch, folgt aber seinen ganz eigenen Regeln. Wenn man über die Strasse möchte, geht man einfach, denn Ampeln werden ignoriert🤣. Aber es funktioniert dennoch mit viel Hupen.
    Zur Stärkung gab es einen Stopp bei Starbucks mit einem Latte Macchiato, danach sind wir zu Fuß weiter zum Ben Thanh Market gegangen. In den Markthallen herrschte typisches, lebendiges, vietnamesisches Treiben: Streetfood, kleine Stände, Gerüche, Farben – man konnte wirklich alles kaufen.
    Weiter ging es zum Financial Center, dem Bitexco Financial Tower, auf das Skydeck im 49. Stock. Von dort oben hatten wir einen großartigen Blick über die Stadt. Es waren nur wenige Besucher dort, was die Atmosphäre besonders angenehm machte.
    Nach weiterem Bummeln durch die Straßen ging es schließlich mit dem Bus zurück zum Schiff. Zurück an Bord mussten wir unsere Landgangskarten wieder abgeben. Fünf Tage Vietnam liegen nun hinter uns – ein Land, das immer wieder eine Reise wert ist. Eine faszinierende Mischung aus Tradition und Moderne, stark geprägt von seiner Geschichte und dem längsten Krieg des 20. Jahrhunderts. Ein stolzes Volk, zugleich von großer Liebenswürdigkeit und bemerkenswerter Gastfreundschaft.
    Ich war dann noch beim Stretch-&-Relax-Kurs, während Andreas Ausdauertraining gemacht hat. Danach Sauna und Abendessen. Um 20 Uhr legten wir wieder ab – auf dem Weg nach Singapur, mit einem Seetag morgen.
    Read more