• Tag 113 - Kapstadt - Südafrika

    2 marzo, Sud Africa ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute Morgen sind wir in Kapstadt angekommen – ohne Erwartungen, ohne konkrete Vorstellungen.
    Kapstadt, 1652 von Jan van Riebeeck als Versorgungsstation der Niederländische Ostindien-Kompanie gegründet, war jahrhundertelang strategischer Mittelpunkt zwischen Europa und Asien. Später kamen britische Einflüsse hinzu, und die bewegte Geschichte der Apartheid hat tiefe Spuren hinterlassen. Und doch fühlt sich diese Stadt heute lebendig, offen und voller Zuversicht an.
    Nach dem Frühstück sind wir gemeinsam mit Karin von Bord gegangen und direkt zum Hop-on-Hop-off-Bus. Unsere erste Route war die blaue Linie – und sie war ein einziger Traum.
    Vorbei am majestätischen Tafelberg, der wie ein stiller Wächter über der Stadt thront, fuhren wir durch beeindruckende Landschaften zum Kirstenbosch National Botanical Garden. Üppiges Grün, exotische Pflanzen – alles wirkte so kraftvoll und ursprünglich. Weiter ging es nach Hout Bay, ein malerischer Ort zwischen Bergen und Meer.
    Die Küstenstraße entlangzufahren war atemberaubend – das Meer funkelte tiefblau, die Felsen ragten dramatisch empor. Schließlich erreichten wir wieder den Startpunkt und stiegen in die rote Linie um.
    Sie führte uns hinauf auf dem Tafelberg. Wir sind nicht mit der Gondel gefahren, aber auch an der Station war die Aussicht umwerfend. Bei strahlendem Sonnenschein lag uns die Stadt zu Füßen, der Atlantik glitzerte in der Sonne, und alles wirkte weit und frei. Weiter ging es bis nach Camps Bay. Hier sind wir ausgestiegen, haben bei Starbucks einen Snack genossen – und natürlich meinen Latte Macchiato.
    Während Andreas und Karin am Strand entlangliefen und das Meer auf sich wirken ließen, hatte ich ein wichtiges geschäftliches Teams-Meeting im Sturbucks, dennoch mit Blick auf Palmen und das Meer. Ein spannender Moment, Business und Reise, konzentrierte Gespräche und gleichzeitig das leise Rauschen des Meeres.
    Mit dem Bus fuhren wir zurück zur Victoria & Alfred Waterfront. Karin machte sich auf den Weg zurück zum Schiff. Andreas und ich jedoch gönnten uns noch eine Fahrt mit dem Cape Wheel. Von oben bot sich ein traumhafter Blick über Hafen, Stadt und Berge.
    Der krönende Abschluss war dann eine spontane Sunset-Bootsfahrt. Die untergehende Sonne tauchte alles in warmes Gold, das Meer schimmerte, und Kapstadt zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite. Es war einer dieser Momente, die man ganz tief abspeichert.
    Zurück am Schiff mussten wir noch einmal durch die Sicherheitskontrolle, bevor es zum Abendessen ging. Und während wir dort saßen, wurde uns bewusst, wie dankbar wir sein können, dass AIDA Cruises bereits im letzten Jahr so weitsichtig war, die ursprüngliche Route zu ändern. Wir wären sonst gestern im Suezkanal gewesen – und hätten womöglich das gleiche Schicksal geteilt wie viele andere Kreuzfahrtgäste, die im Nahen Osten festsaßen.
    Umso dankbarer waren wir heute, hier in Kapstadt zu sein. In dieser unfassbar schönen Stadt. Frei. Sicher. Und voller Eindrücke, die uns noch lange begleiten werden. ✨
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