• Tag 116 - Walvis Bay - Namibia

    5 Mart, Namibya ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute Morgen sind wir in Walvis Bay angekommen, einer Hafenstadt an der Atlantikküste von Namibia mit einer spannenden Geschichte. Der Name bedeutet übersetzt „Walfischbucht“, denn schon im 18. und 19. Jahrhundert nutzten Walfänger diese geschützte Bucht als wichtigen Stützpunkt. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage wurde der Hafen später von den Briten besetzt. Obwohl Namibia lange Zeit deutsche Kolonie war, blieb Walvis Bay britisch und später südafrikanisch verwaltet. Erst 1994, vier Jahre nach der Unabhängigkeit Namibias, wurde die Stadt offiziell an Namibia übergeben.
    Unsere liebe Petra, bei der wir die Reise gebucht hatten, hatte für uns die Sandwich-Harbour-Tour bei Bacardi Dreams organisiert. Nach dem Frühstück gingen wir vom Schiff, und schon nach wenigen Metern wurden wir von einer Gruppe afrikanischer Frauen tanzend und singend begrüßt – ein unglaublich herzlicher Empfang. Direkt daneben befand sich der Bacardi-Stand, und unser Fahrer Victor begrüßte uns ebenfalls sehr freundlich. Wir warteten noch kurz auf zwei Mitreisende, und dann ging es mit unserem Tourfahrzeug auch schon los.
    Unser erster Stopp war die Lagune von Walvis Bay Lagoon. Normalerweise tummeln sich hier Hunderte bis Tausende Flamingos und Pelikane, denn die Lagune gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten im südlichen Afrika und ist ein bedeutender Rastplatz für Zugvögel. Heute waren sie allerdings nicht zu sehen – schade, aber so ist eben die Natur. Dafür waren einige andere Vögel zu sehen.
    Weiter ging es vorbei an den beeindruckenden Salzwerken von Walvis Bay Salt Works, einem der größten Salzabbaugebiete Afrikas. Hier wird Meersalz gewonnen: Meerwasser wird in riesige, flache Becken geleitet. Durch Sonne und Wind verdunstet das Wasser langsam, sodass sich nach und nach Salzkristalle bilden. Diese werden anschließend mit Maschinen gesammelt, zu großen weißen Salzbergen aufgeschüttet und später in viele Länder exportiert. Aus der Ferne sehen die Salzberge fast wie Schneehügel aus – wirklich beeindruckend. Spannend ist auch wenn man das Salz näher betrachtet ist es rosa, durch die verschiedenen Mineralstoffe.
    Danach fuhren wir entlang der Atlantikküste und dann über hohe Sanddünen zu einem der außergewöhnlichsten Orte Namibias: Sandwich Harbour. Hier trifft das gewaltige Dünenmeer der Namib Desert, der ältesten Wüste der Welt, direkt auf den Atlantischen Ozean. Der Ort wurde vermutlich im 18. Jahrhundert von britischen Seefahrern benannt, wahrscheinlich nach dem Earl of Sandwich. Früher diente die Lagune als natürlicher Ankerplatz für Schiffe und war bekannt für ihren reichen Vogelbestand. Heute gehört das Gebiet zum Namib-Naukluft National Park und ist streng geschützt. Der Anblick der riesigen Dünen, die direkt ins Meer abfallen, ist wirklich spektakulär. Spannend ist dass der Sand so viele Metallpartikel enthält. Der Guide hat und mit einem Magneten die Metallpartikel rausgezogen. Unfassbar. Wir hatten dann ein kleines Picknick. So süss Victor hat einen Tisch aufgebaut mit Tischdecke. Leider war alles Fleisch, da ich Vegetarierin bin blieb für die anderen mehr übrig🫶
    Auf der Rückfahrt fuhren wir teilweise durch überraschend grüne Landschaften. Das liegt vor allem am kalten Benguelastrom im Atlantik. Durch ihn bildet sich häufig dichter Küstennebel, der Feuchtigkeit in die Wüste bringt. Einige Pflanzen haben sich perfekt daran angepasst und können Wasser direkt aus dem Nebel aufnehmen – deshalb wachsen hier trotz der Wüste Gräser, kleine Büsche und andere widerstandsfähige Pflanzen.
    Wieder im Ort angekommen fuhren wir vorbei an wirklich wunderschönen Villen, die auch von vielen Deutschen und Schweizern bewohnt werden.
    Unser Guide Victor setzte uns schließlich an der Walvis Bay Waterfront ab. Nach einem kurzen Stopp im Gift-Shop, um unsere Magnet-Sammlung zu erweitern, entschieden wir uns, in einem der Restaurants einzukehren- Dockside Seafood & Grill. Eine super Entscheidung. Oben auf der Terrasse hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Bucht – dazu unglaublich leckeres Essen und einen tollen Service. Ein wirklich schöner Abschluss eines erlebnisreichen Ausfluges.
    Wir haben uns in diese beiden Länder wirklich verliebt und sind uns sicher, dass wir irgendwann nach Namibia und Südafrika zurückkehren werden.
    Danach ging es zurück an Bord. Über den Identitätsabgleich in der AIDA-Lounge wurden wir wieder aus Namibia ausgecheckt. Andreas gönnte sich anschließend noch eine seiner Massagen – ein entspannter Ausklang nach diesem wunderbaren Tag.
    Okumaya devam et